Bei den Burgschützen Ebermannsdorf fand der erste Durchgang von 22. bis 25. April statt. (Bild: Michael Rabenhofer)

Traditionsreicher 56. Vilstalwanderpokal startete

Am 22. April startete der Vilstalwanderpokal der Schützenvereine Burgschützen Ebermannsdorf, Freischütz Haselmühl, SG Vilstal Rieden, SG Edelweiß Wolfsbach, SG Gut Ziel Vilshofen und der SG 1922 Theuern. Der Traditionswettbewerb wird heuer zum 56. Mal ausgetragen. Waren es 2024 80 Teilnehmende, gehen heuer 78 Schützinnen und Schützen in allen Altersklassen an die Schießstände. Insgesamt stellen fünf Vereine 15 Teams, von Schülern, Jugendschützen, Herren- und Damenteams, den Senioren bis hin zur Aufgelegtklasse. Erfreulich ist zudem, dass die SG Gut Ziel Vilshofen von den Einzelschützen Josef Spies und Nico Schwendtner vertreten wird. Im vergangenen Jahr setzten die Vilshofener aus. Auch eine Pistolenwertung gibt es. Heuer lautet die Besonderheit, dass erstmals eine gemeinsame Aufgelegtmannschaft der Wolfsbacher Edelweißschützen und der Riedener Vilstalschützen an die Schiessstände gehen. In fünf Durchgängen treten die Schützen an. Um die Auswertung der Ergebnisse kümmert sich schon seit längerem Stefanie Kryschak von den Burgschützen. Entstanden ist der Vilstalwanderpokal aus einem Freundschaftsschießen im Jahr 1968 heraus, bei dem damals die drei Vereine aus Haselmühl, Theuern und Wolfsbach teilnahmen. Mitbegründet hatten den Vilstalwanderpokal Josef Lotter, Konrad Riedl und Rupert Fischer. In all den Jahrzehnten nahmen neben den aktuellen fünf Vereinen auch die Schützengesellschaft Schmidmühlen, die Schützengesellschaft Gut Ziel Vilshofen und die SG Tell Kümmersbruck teil, welche aber nicht mehr Teil des Wettbewerbs sind. Bei den Siegerehrungen im Herbst wechseln sich die teilnehmenden Vereine stets ab. Für die Ring- und Blattlwertungen der Einzelschützen und Mannschaften gibt es Jahr für Jahr tolle Pokale. Der Wanderpokal für das beste Team in der Schützenklasse wurde immer von den Gemeinden gestiftet. In diesem Jahr ist der ausrichtende Verein die SG Freischütz Haselmühl. In diesem Jahr ist die jüngste Teilnehmerin zwölf Jahre jung, der älteste Schütze 82 Jahre.
Die neu gekürte Faschingswürdenträger mit 2. Schießleiter Franz Pfab (2. Von links) (Bild: Thomas Kryschak)

Närrische Zeit auch bei den Burgschützen

Der Kappenabend ist ein fester Termin im Kalender der Burgschützen Ebermannsdorf. So konnten auch dieses Jahr wieder allerlei bunt gekleidete Gestalten im Schützenheim angetroffen werden, statt der trainierenden Schützen. Diese feierten gemeinsam Fasching und kürten ihre neuen närrischen Würdenträger. Nach der Begrüßung durch Schützenmeister Thomas Kryschak übernahm der 2.Schießleiter Franz Pfab. Dieser freute sich über die große Teilnehmerzahl von 22 Schützen, die um die Königswürde gekämpft hatten. Hierbei ging es nicht wie üblich darum, möglichst viele Ringe zu erzielen, sondern möglichst wenige. Auch dies ist nicht so einfach, denn ein Treffer komplett außerhalb der Scheibe wurde mit 10 Ringen bestraft. Die neue Faschingsliesl erzielte mit 31 Ringen das niedrigste Ergebnis im gesamten Teilnehmerfeld. Renate Holzner sicherte sich diesen Titel vor den beiden Faschingsburgfräulein Ruth Kryschak (45 Ringe) und Emma Demelt (70 Ringe). Bei den Männern ging es etwas enger zu. Mit 34 Ringen konnte Marco Straub hier das niedrigste Ergebnis erreichen und trägt damit den Titel Faschingskönig. Ihm zur Seite stehen die beiden Faschingsritter Mathias Scheeler (44 Ringe) und Albert Holzner (48 Ringe). Auch die Jugend bekam einen neuen Faschingshofstaat. Dieser besteht vollständig aus Lichtschützen. Faschingsjugendliesl wurde mit einem Ergebnis von 52 Ringen Isabella Straub. Neuzugang Jakob Sturm erzielte 43 Ringe und ist somit Faschingsjugendkönig. Die beiden Faschingsjugendritter sind Lukas Mandl (53 Ringe) und Lukas Peter (57 Ringe). Ein Pechvogel darf nicht fehlen. Dies muss nicht zwangsweise der Schütze mit den meisten Ringen sein, dieses Mal war er es aber. Dieter Demelt erzielte die maximal möglichen 100 Ringe – ein Ergebnis über das jeder Schütze in einem normalen Wettkampf überglücklich wäre. Mit den von den Würdenträgern gesponserten Wurst- und Spitzelketten sowie Kraut feierten die Burgschützen dann noch ihren Faschingsabend und genossen die närrische Zeit.
Die Teilnehmer des Schnupperschießens mit Bürgermeister Erich Meidinger (links) und Vertretern des Vereins (Bild: Erwin Götz)

Schießluft schnuppern bei den Burgschützen

Wie jedes Jahr nahmen die Burgschützen Ebermannsdorf auch diesmal wieder am Ferienprogramm teil. Es wurde wie immer ein Schnupperschießen angeboten, bei dem Teilnehmer ab 6 Jahren ihr Können erproben und einen Einblick in den Schießsport gewinnen konnten. Insgesamt fanden sich 10 Kinder im Schützenheim ein. Jugendleiterin Ruth Kryschak begrüßte die Anwesenden kurz und nahm gleich noch die für ihr Publikum wohl langweiligste, aber gleichzeitig auch wichtigste Einweisung vor. Hierbei ging es um die Sicherheit und das richtige Verhalten am Schießstand. Doch dann wurde es interessanter. Nun ging es nämlich in diesen, wo erste Versuche mit Lichtgewehr und Lichtpistole gemacht werden konnten. Mit viel Geduld wurde jedem einzelnen von der Jugendleiterin sowie ihren Helfern Mathias Scheeler, Lukas Weigert und Stefanie Kryschak erklärt, wie man sich richtig hinstellt und zielt. Und dann konnte bereits mit dem ersten Schuss gestartet werden. Schnell musste dabei festgestellt werden, dass es gar nicht so einfach ist, die Scheibe und vor allem die Mitte der selbigen zu treffen. Davon ließ sich aber keiner aufhalten. Und schon bald konnten die Teilnehmer sich nach einigem Üben und mit einigen Tipps und Tricks der Betreuer über erste Erfolge freuen. Auch das ein oder andere Talent zeigte sich hierbei. Freuen durfte sich jeder Schütze auch über einen Ausdruck seines Trefferbildes. Stolz wurde dies bei der Abholung vorgezeigt. Der ein oder andere äußerte dabei auch gleich den Wunsch, nach den Ferien noch einmal vorbeizuschauen und an einem normalen Training teilzunehmen.

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