Die Stiftung Lebenshilfe Tirschenreuth hat im festlichen Rahmen auf der Burg Falkenberg den Inklusionspreis 2024/25 verliehen - die DJK Falkenberg durfte diese besondere Auszeichnung entgegennehmen.
Beworben hat die Vorstandschaft des Vereins ihre Fußballmannschaft. Eigentlich mit etwas, was längst selbstverständlich sein sollte: gelebte Inklusion.
Seit gut 20 Jahren ist das Vereinsmitglied Andreas Käs ein fester Bestandteil des Teams. Auch wenn er aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen nicht an Verbandsspielen teilnehmen darf, ist er möglichst bei jedem Training dabei. Er hilft, unterstützt und ist als „Medizinmann” sofort zur Stelle, wenn es auf dem Fußballplatz einmal wieder etwas rabiater zugeht.
Im Team der Fußballer stellt sich dabei nie die Frage, ob der „Andi” dazugehört. Nein, er ist mittendrin in der Gemeinschaft.
Den Preis durfte „Andi” höchstpersönlich, gemeinsam mit den Vorständen Wolfgang Knoll und Franz Pollinger sowie dem Trainer Lukas Troesch entgegennehmen. Sichtlich gerührt sagte der dabei: „Ich bin der Erste!” Ein Moment, der dem Verein und allen Gästen der Veranstaltung sicher lange im Gedächtnis bleiben wird.
Dankbar ist die DJK Falkenberg seinem Mitglied Daniel Lindner, der sich vor gut 20 Jahren ein Herz gefasst hatte und den Anstoß dafür gab, Andreas Käs ins Training zu holen. Dieser Gedanke von Gemeinschaft und Zusammenhalt lebt bis heute - über Fußballergenerationen hinweg.
In seiner Dankesrede hob DJK-Vorsitzender Wolfgang Knoll hervor, dass dieser Preis für den Gesamtverein ein großer Motivator ist, gerade das Thema Inklusion im derzeit projektierten Nachhaltigkeitskonzept der DJK Falkenberg weiter auszubauen. In vornehmer Zurückhaltung erwähnte Knoll aber auch, dass das Thema „gelebte Inklusion” in der kleinen Marktgemeinde Falkenberg schon längst Einzug gehalten hat. Beispielhaft erwähnte er die örtliche Freiwillige Feuerwehr, die eines ihrer Mitglieder in eben solcher Weise in das Vereinsleben integriert oder aber auch augenzwinkernd: „Wo in der näheren Umgebung gibt es auf einem Weihnachtsmarkt sonst noch eine rollstuhlgerechte Feuertonne zum Aufwärmen - außer in Falkenberg?!”