Es war zwar kein Kaiserwetter am Samstag, den 24.01.2026. Doch die bewölkte und kalte Witterung bot hervorragende Bedingungen für die Falkenberger Eisstock-Elite. Mit einer Rekordbeteiligung von 10 Teams – zwei mehr als im Vorjahr – verwandelte sich der Seidlersreuther Weiher erneut in das Zentrum des lokalen Sports. Dass die Eisfläche die Masse an Aktiven und Zuschauern problemlos trug, war kein Zufall: Eismeister Karl Bauer hatte nach täglichen Messungen fachmännisch grünes Licht gegeben.

Spannung bis zum letzten Schub
Das Niveau des Turniers war in diesem Jahr außergewöhnlich ausgeglichen. Den reinen Turniersieg sicherte sich souverän das ortsauswärtige Team „Triebendorfer Haisl” mit einem starken Ergebnis von 14:4 Punkten (+17). Da die Truppe jedoch nicht aus Falkenberg stammt, wurde die Krone des Ortsmeisters an die bestplatzierte einheimische Mannschaft weitergereicht.

Die „Rentnerband” holt den Titel
In einem Herzschlagfinale sicherte sich die „Rentnerband 4RP”, bestehend aus vier Rentnern und einem Pensionisten, die Meisterschaft. Obwohl sie den direkten Vergleich gegen das drittplatzierte Team „Falke Schieb” verloren hatten, brachte sie ihr deutlich besseres Punkteverhältnis (+12 gegenüber +1) über die Ziellinie.

Die Erfahrung der Routiniers gab am Ende den Ausschlag. Am Spielfeldrand hieß es scherzhaft, dass sich jahrelanges hartes Training ausgezahlt habe – was besonders auf Turnierleiter Alfred Franz zutraf, der im Vorfeld eifrig geübt hatte. Nur für einen galt das anscheinend nicht: Während seine Kollegen schuften mussten, bewies Altbürgermeister Herbert Bauer, dass er auch ohne Training nichts verlernt hat und glänzte durch pure Intuition. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf dem „Turnier-Dino” Hans Gloser, der als ältester Teilnehmer erneut seinen Sportsgeist bewies, sowie auf dem frischgebackenen Rentner Richard Bitterer.

Überraschungen und Enttäuschungen
Während sich Teams wie „Donnerkeil” und der „Letzte Rest” im Mittelfeld behaupteten, gab es am Tabellenende eine faustdicke Überraschung: Der letztjährige Sieger, der „Frühschoppenverein Falkenberg”, erlebte ein sportliches Debakel. Mit 7:11 Punkten landete das Team um Josef Bauer auf dem enttäuschenden vorletzten Platz, nur knapp vor der „Schäferkapelln”.

Die Ausrede, das Turnier sei auf dem unberechenbaren Eis einer Lotterie gleichgekommen, ließen die Konkurrenten nicht gelten – schließlich herrschten für alle die gleichen Bedingungen. Ob der Vorjahressieg nun ein Zufallstreffer war oder die diesjährige Leistung nur ein Ausreißer nach unten, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen: Gerüchten zufolge könnte eine vereinsinterne Veranstaltung des Frühschoppenvereins tags zuvor ein Auslöser für die eingetrübte Leistungsfähigkeit gewesen sein.

Sportgeist steht im Vordergrund
Trotz allen Ehrgeizes kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Ob „Stock & Steif”, der „OWV” oder „Eis am Stiel” – das generationsübergreifende Miteinander war das eigentliche Highlight. Ein herzlicher Dank geht an alle Helfer, insbesondere an Karl Bauer für den Eisservice, Josef Bauer und Alfred Franz für die souveräne Turnierleitung, den Kuchenbäckerinnen und -bäckern sowie den Vorstandsmitgliedern der DJK Falkenberg, Franz Pollinger und Johannes Zeitler, die während des Turniers für das leibliche Wohl gesorgt hatten.