Das vergangene Wochenende stand in Falkenberg ganz im Zeichen der Jugendarbeit des DJK-Diözesanverbands Regensburg. Auf Einladung der DJK Falkenberg kamen Vertreter zahlreicher Vereine zusammen, um sich vor Ort über aktuelle Themen und Entwicklungen in der Jugendarbeit innerhalb der DJK-Gemeinschaft auszutauschen.
Delegationen aus Regensburg-Nord, Oberpfraundorf, Emtmannsdorf, Neustadt, Weiden, Pressath und Falkenberg sowie die Vorstandschaft der Sportjugend des Diözesanverbandes bildeten den Teilnehmerkreis.
Bereits am Vortag der offiziellen Veranstaltung reiste die Verbands-Jugendvorstandschaft – Lisa Schmidt, Martin Steinberger, Cornelia Bink und Stefan Klarl – an. Gemeinsam mit Mitgliedern der DJK Falkenberg tauchten sie in die örtliche Zoiglkultur ein. Schnell wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert die DJK im Leben der Marktgemeinde einnimmt. Aus einem kurzen Besuch im Kommunbrauhaus entwickelte sich eine spannende Führung durch die Falkenberger Braukultur. Fußball-Jugendtrainer Christian Schösser, der eigentlich den Abkühlprozess eines frisch gebrauten Zoiglbiers überwachte, nahm sich Zeit für die Gäste und vermittelte eindrucksvoll sein Wissen.
Beim „Kramer” ließ sich die Gruppe anschließend Zoigl und deftige Brotzeiten schmecken. Dabei entstanden zahlreiche anregende Gespräche – nicht zuletzt mit Falkenberger DJK-Mitgliedern, die sich, ganz ortstypisch, interessiert nach ihren Gästen erkundigten.
Am Samstag, den 14. März, stand im modernisierten Vereinsheim der offizielle Teil im Mittelpunkt. In ihren Grußworten würdigten der stellvertretende Diözesanvorsitzende Johannes Wagner, der DJK-Kreisvorsitzende Weiden Siegmund Balk sowie Jugendbildungsreferent Stefan Klarl das große ehrenamtliche Engagement und die Kreativität der Vereine. Nach einem Rückblick auf das Jahr 2025 informierte der Verband über kommende Veranstaltungen, Übungsleiterlehrgänge und Schulungsangebote, die die Jugendarbeit weiter stärken sollen.
Für die DJK Falkenberg steht bereits fest, dass auch 2026 wieder die Teilnahme an der Kanutour am 4. Juli in Ensdorf sowie am Bouldern am 9. Oktober in Landshut geplant ist. Interessierte können sich an die Jugendbeauftragte Silke Knoll wenden. Das gesamte Angebot der Sportjugend wird in Kürze über die Social-Media-Kanäle veröffentlicht.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Jugendförderpreises 2025, der mit insgesamt 1.000 Euro dotiert ist. Den dritten Platz belegte die DJK Neukirchen, die sich für die Veranstaltung entschuldigen musste. Platz zwei ging an die Basketballabteilung der DJK Neustadt, die es versteht, ihre Jugendlichen mit kreativen Zusatzangeboten über den reinen Trainingsbetrieb hinaus für den Sport zu begeistern.
Den ersten Platz sicherte sich die DJK Oberpfraundorf, die ihre Jugendarbeit als zentralen Bestandteil des Vereinslebens versteht. Neben dem sportlichen Angebot legt der Verein großen Wert auf Gemeinschaft und Wertevermittlung. Beispiele hierfür sind die Ramadama-Aktion auf dem Sportgelände, die Förderung des Umweltbewusstseins durch die jährliche Gestaltung einer Benjes-Hecke sowie der Nikolauslauf, bei dem die jüngsten Mitglieder spielerisch zum Laufen motiviert werden.
Für zusätzlichen fachlichen Austausch sorgte ein Gastvortrag der DJK Falkenberg, in dem die eigene Herangehensweise zur Gewinnung von Ehrenamtlichen vorgestellt wurde.
Den gelungenen Abschluss bildete die Besichtigung der Burg Falkenberg. Altbürgermeister und ehemaliger Fußballer Herbert Bauer führte die Gäste mit großer Leidenschaft durch die historischen Gemäuer und machte dabei einmal mehr seine tiefe Verbundenheit mit „seiner” Burg deutlich.
Für einen unerwarteten und zugleich sehr passenden Schlusspunkt sorgte schließlich ein spontanes Erlebnis auf dem Rückweg: Der „Staufer Andi”, ebenfalls DJK-Mitglied, kam mit einem Kasten Zoigl aus seinem Felsenkeller und stellte ihn kurzerhand zur Verfügung – mit den Worten: „Der muss eh weg, ich brauch' leere Flaschen für den frischen Zoigl!” Wenig später öffneten sich bereits die Bügelverschlüsse.
Der DJK-Diözesanjugendtag erwies sich insgesamt als äußerst gelungene und kurzweilige Veranstaltung. Es gelang, die inhaltliche Arbeit an wichtigen Themen der Jugendarbeit mit dem besonderen Charme Falkenbergs zu verbinden und dabei Raum für persönlichen Austausch und neue Impulse zu schaffen.
Der stellvertretende Landesvorsitzende der DJK-Sportjugend, Florian Schenk, brachte es zum Abschluss treffend auf den Punkt: „Ja – die DJK ist zwar keine Firma, aber wir haben ein verdammt gutes Produkt!”