Mitten in Tröglersricht steht sie seit 140 Jahren: die Kapelle, oft als „Kapelle zur Heiligen Staude” bezeichnet. Die Dorfgemeinschaft errichtete sie einst anstelle eines alten Glockentürmchens. 1921 weihte Stadtpfarrer Franz Xaver Fleischmann das Gotteshaus. Später setzte der Kunstmaler Eduard Götz die Kapelle instand. Über Generationen hinweg blieb sie ein Stück gelebter Heimatgeschichte – und ein Ort, der das Dorf verband.
Nach Jahrzehnten zeigten sich jedoch deutliche Schäden. Die Außenmauer wies Risse auf, das Fundament war marode. Rund 40 Jahre nach der letzten Renovierung nahm die Stadt Weiden erneut Geld in die Hand. Mit einem Gesamtvolumen von etwa 280.000 Euro brachte sie gemeinsam mit dem Bezirk Oberpfalz, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Bayerischen Landesstiftung die umfassende Sanierung auf den Weg.
Bei einer Besichtigung machten sich Lothar Höher, Bürgermeister und Bezirktagsvizepräsident, Stephan Oetzinger, Landtagsabgeordneter, Hans Forster, Stadtrat und CSU-Ortsvorsitzender Weiden-Ost, sowie Benjamin Zeitler, CSU-Bürgermeisterkandidat, gemeinsam mit Alois Lukas ein Bild vom Stand der Arbeiten. Lukas betreut das sakrale Bauwerk, sein Grundstück grenzt direkt an die Kapelle.
„Zwar lesen wir nur noch selten Messen hier, doch wir feiern Maiandachten, halten Sterbegottesdienste und begehen die Festmesse am Pfingstmontag mit dem Fest des CSU-Ortsvereins Weiden-Ost”, sagte Lukas.
Die Handwerker sicherten und ertüchtigten den Dachstuhl statisch, arbeiteten an den Fundamenten und sanierten die historische Außenfassade. Doch noch blieben Restarbeiten. Die Firma Geitner-Restaurierungen aus Lauterhofen legte für weitere Maßnahmen ein Angebot über 22.000 Euro vor. Vor allem der Skulpturenbestand mit den Heiligenfiguren – Maria, Josef, die Fatimastatue, der Erzengel Gabriel sowie Teile des Kreuzwegs – benötigte dringend Pflege.
Forster blickte nach vorn: „Wir veranstalten wieder ein Pfingsfest und bringen den Erlös für die Kapelle ein. Dieses Gebäude ist mehr als nur ein Bauwerk – es ist das Herz unseres Dorfes.”
Private Spenden sollten helfen, die Finanzierung abzusichern. Alle Beteiligten äußerten den Wunsch, die Arbeiten bis zum Pfingstfest abzuschließen. Dann sollte die Kapelle wieder in vollem Glanz erstrahlen – als sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und gelebte Tradition in Tröglersricht.