Das Dekanat Amberg-Sulzbach versucht neue Wege zu gehen und setzt auf mehr Miteinander und Zusammenwirken innerhalb des Dekanats. Dekan Thomas Helm plante mit einer Vorbereitungsgruppe, bestehend aus GR Katharina Laurer (PG Herz Jesu/ St. Marien Sulzbach-Rosenberg) GR Regina Probst (St. Michael Poppenricht) sowie Prodekan Pfarrer Josef Irlbacher (Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Amberg) die Konferenz in Februar. Herausgekommen sind die Kernfragen: „Was ist der Mehrwert der Vernetzung im Dekanat?“ „Was bringt mir das Dekanat für meine Arbeit vor Ort in der Pfarrei?“
Um allen Teilnehmern genügend Gesprächsfreiraum einzuräumen, wurde nach der „Synodalen Methode“ gearbeitet. GR und kirchliche Organisationsberaterin Katharina Laurer übernahm souverän die Anleitung und Moderation. Wichtiges Ziel war es, die Meinungen und Erfahrungen der (Welt)Priester, Diakone, Pastoralen Mitarbeiter in der Seelsorge und kategorialen Stellen zu hören. Nach der „Synodalen Gesprächsmethode“ sollte ein Raum geschaffen werden, in der jede und jeder frei und ehrlich sprechen konnte.
Jede Person einer Gruppe bekam die Möglichkeit, für einige Minuten zu sprechen, während die anderen aufmerksam zuhörten. Zur Methode gehörten auch Minuten der Stille, um das Gehörte nachwirken zu lassen. Bei der letzten Runde kamen alle Teilnehmenden ins Gespräch und tauschten sich über das aus, was sie gehört und worüber sie in der Stille nachgedacht haben.
An diesem Punkt begann auch die Diskussion, deren Ergebnisse die einzelnen Gruppen auf Karten festhielten: Was sollten wir mehr machen? Was sollten wir weniger machen? Womit wollten wir anfangen? Womit sollten wir aufhören? Was sollten wir beibehalten? Worüber sollten wir uns noch ausführlicher austauschen/verständigen/beraten?
Die einzelnen Punkte wurden auf Flipcharts sichtbar gemacht und vorgestellt. Die vielen wertvollen Anregungen für die Dekanatsarbeit möchte Dekan Thomas Helm nun in einer kleinen AG nochmals anschauen. Dort soll überlegt werden, wie von den Ergebnissen ausgehend, die Dekanatskonferenzen weiterentwickelt werden könnten. Ziel ist es, den echten Mehrwert des Dekanats für die Arbeit in den Pfarreien und kategorialen Stellen herauszuarbeiten.
Für viele war diese Konferenz das erste Mal, dass sie so offen und ehrlich mit Kollegen auch aus anderen Berufsgruppen ins Gespräch kamen. Dekan Thomas Helm freute sich über diese gewinnbringende Veranstaltung. Für ihn ist klar: „Das Prinzip der Synodalität im Sinne eines echten und wertschätzenden Zuhörens auf Augenhöhe, sowie eines wohlwollenden Verstehenwollens des anderen in seinem Denken und seiner Sichtweise, die sich von der eigenen unterscheidet, ist ein großer Mehrwert für die Gesprächs- und Debattenkultur in unserer Kirche. In diesem Sinne wollen wir auch unsere Dekanatskonferenzen weiterentwickeln, dass sie einen echten Mehrwert für alle darstellen.”