Weiden i.d.Opf. – „Es ist eine Dankbarkeit, die aus dem Herzen kommt, weil hier Menschen versammelt sind, die andere mittragen. Menschen, die ihre Zeit geben, ihre Kraft, ihre Geduld, ihre Liebe“, bedankte sich Caritasdirektor Michael Weißmann bei den zu Ehrenden am Caritassonntag im Dekanat Neustadt/Weiden. Nach einem vom Caritasvorsitzenden Domkapitular Michael Dreßel zelebrierten Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Konrad in Weiden begrüßten der Caritasdirektor, Caritas-Kreisgeschäftsführer Daniel Bronold und Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer die Helferinnen und Helfer im neuen Pfarrsaal. „Keine Geste der Zuneigung, auch nicht die kleinste, wird vergessen werden“, zitierte Michael Dreßel in seiner Predigt Papst Leo XIV. aus dessen erstem apostolischem Lehrschreiben „Dilexi te – über die Liebe zu den Armen“.
Rund 50 Ehrenamtliche aus den verschiedenen Pfarreien des Dekanates Neustadt/Weiden konnten für ihre unterschiedlichen Tätigkeiten wie Besuchsdienste für Senioren und Kranke, für ihr Engagement in der Gruppe „Lesefreunde“, im Kaffeestuben-Team und im Seniorentreff geehrt werden. „Danke für bis zu 50 Jahre geschenkte Zeit“, hatte Domkapitular Michael Dreßel die „Werke der Liebe“ in seiner Predigt beschrieben. „Nur wer zum Teilen bereit ist, ist am Ende reich“, lobte er das Engagement.
„Praktizierte Nächstenliebe ist kein Tropfen auf den heißen Stein, sondern der glühende Kern der kirchlichen Sendung“, mit diesem Zitat von Papst Leo XVI. Papst Leo XIV. bedankte sich der Caritasvorsitzende Michael Dreßel in der Predigt bei den Helferinnen und Helfern. Er warnte vor der Ur-Versuchung des nur sich selbst Sehens und führte über die drei Versuchungen aus dem Evangelium des ersten Fastensonntags hin zu den Werken der Liebe. Dem Hunger nach Reichtum, nach Ehre und Ansehen sowie nach Macht und Einfluss stehen das Fasten, der Gottesdienst und die Caritas gegenüber, wie die Liebe im Lateinischen heißt. Die Werke der Liebe, die die Helferinnen und Helfer vollbringen, richten „den Blick weg von mir, hin zu dem, der mich braucht“. Finanzielle Spenden, geschenkte Zeit, ein gutes Wort zur rechten Zeit und Aufmerksamkeit seien verschiedene Ausprägungen. „Nur wer zum Teilen bereit ist, ist am Ende reich.“
„Gemeinsam geht was“, das Jahresmotto der Caritas, legte Caritasdirektor Michael Weißmann in den Mittelpunkt seiner Dankesrede, ehe er die Helferinnen und Helfer getrennt nach Pfarrgemeinden ehrte. Für ein Engagement ab zehn Jahren wurden zahlreiche Dank- und Anerkennungsurkunden verliehen. Wer sich mehr als 25 Jahre caritativ ins Gemeindeleben eigebracht hat, wurde mit der Elisabethmedaille, benannt nach der Hl. Elisabeth von Thüringen, Patronin der Caritas, ausgezeichnet. Wer mehr sich als 30 Jahre in seiner Pfarrgemeinde eingebracht hat, erhielt Ehrenzeichen in Silber oder Gold.
„Mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sind Sie zu einem unverzichtbaren Puzzleteil in unserer großen Gemeinschaft aus Haupt- und Ehrenamtlichen geworden“, unterstrich Caritas-Kreisgeschäftsführer Daniel Bronold das vielfältige Wirken der Caritas im DekanatNach den Auszeichnungen und einem Grußwort von Weidens Oberbürgermeisters Jens Meyer luden Prodekan Johannes Lukas und das Team der Pfarrgemeinde St. Konrad zu einem Imbiss ein, der die Segensfeier abrundete.