Unter dem Motto „Beliebt und bekannt“ lud die Fichtelgebirgskapelle Ebnath zu „Blasmusik am Abend“ am Vorabend des Fronleichnamsfestes in den Ebnather Pfarrgarten ein.
Die Musikerinnen und Musiker der Fichtelgebirgskapelle Ebnath unter Leitung von Johannes Prechtl hatten für die Besucher eine interessante Auswahl an Musikstücken aus der bayerisch-böhmischen Blasmusik vorbereitet. Unter den zahlreichen Gästen konnte Moderator Eberhard Söllner auch Vertreter der Ebnather Vereine und besonders den Hausherrn, Pater Anish George, begrüßen.
Den Auftakt des Abends bildete der „Egerländer Liedermarsch“ in einer Bearbeitung von Franz Bummerl. Mit der 1957 erstmals auf LP „Egerländer Musikanten“ veröffentlichten „Fuchsgraben-Polka“ von Karel Vacek hörten die Gäste den ersten großen Erfolgstitel der Egerländer Musikanten um Ernst Mosch und kann als Geburtsstunde der Egerländer Blasmusik bezeichnet werden.
Besonders gefühlvoll vorgetragen wurde der melodieschöne Walzer „Kleine Anuschka“ aus der Feder von Robert Payer. Die Erzählung des Liedes von Liebe, Zuneigung und emotionaler Verbundenheit wurde durch den einfühlsamen Gesang von Michael Ponader unterstützt.
Der deutsche Volksmusiker Josef Augustin schrieb die dann folgende Polka „Im Birkenhain“. Josef Augustin war hauptberuflich Fotograf, was sich in vielen Plattencovern offenbarte. Augustins Blasorchester wurde 1965 von seinem Vater Nikolaus Augustin und ihm in Anlehnung an eine lange Familientradition gegründet. Im Zeitraum zwischen 1966 und 1980 wurden über 50 LPs produziert.
In einer Stunde mit Blasmusik darf natürlich ein Marsch nicht fehlen. Mit dem bekannten „Von-der-Tann-Marsch“ nahm Dirigent Johannes Prechtl den bekanntesten bayerischen Traditionsmarsch des Komponisten Andreas Hager in das Programm auf. Er wurde nach Motiven fränkischer Volkstänze komponiert.
Bei der beliebten „Winterrosen-Polka“ setzten Sebastian König am Tenorhorn und Max Ponader am Bariton exakt die Vorgaben des tschechischen Erfolgskomponisten Josef Hotový um.
Mit dem Walzer „Rauschende Birken“ von Václav Káucký präsentierten die Musikerinnen und Musiker der Fichtelgebirgskapelle Ebnath dem Publikum einen weiteren Hit der legendären „Egerländer Musikanten“ unter der Leitung von Ernst Mosch. Bei dem gefühlvollen Spiel der Blaskapelle konnten sich die Besucher das Rauschen der Bäume in den großen Birkenalleen Böhmens und des Egerlandes richtig vorstellen.
Zwischen den Musikstücken erhielten die Besucher von Moderator Eberhard Söllner auf charmante Weise Informationen zu den Musikstücken, zu der Geschichte der Fichtelgebirgskapelle Ebnath und des Ebnather Pfarrhofs.
Bei dem weltbekannten „Erzherzog-Albrecht-Marsch“ von Karl Komzák zeigte sich die Blaskapelle taktsicher und meisterte im letzten Teil des Marsches den kurzen Teil im 6/8-Takt perfekt.
Vor dem „Das ich dich gerne mag, sag ich dir jeden Tag“ und der durch Ernst Mosch bekannt gewordenen Polka „Egerland–Heimatland“ stand mit „Auf der Vogelwiese“ eines der bekanntesten Werke von Josef Poncar auf dem Programm.
Ausdrucksvoll und mit exakter Dynamik wurde mit dem „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal dem Publikum einer der bekanntesten deutschen Märsche dargeboten.
Getreu dem Motto „Beliebt und bekannt“ durften die beliebten Polkas „Wir sind Kinder von der Eger“ und „Sterne der Heimat“ aus der Feder von Ernst Mosch und der böhmische Walzer „Ich bin verliebt in deine schönen Augen“ von Karel Neoproud an diesem Abend nicht fehlen.
Mit der traditionellen Polka „Bis bald, auf Wiedersehn!“, die Ernst Mosch unter dem Pseudonym Wenzel Zittner schrieb, verabschiedete sich die Fichtelgebirgskapelle Ebnath von ihren Gästen, die eine Stunde lang zeitlose Melodien aus der Welt der Blasmusik auf hohem musikalischem Niveau zu Gehör bekamen.
Den zweiten Teil des Abends bildete der traditionelle „Zapfenstreich“, bei dem mit Marschmusik der Weg der Fronleichnamsprozession mit den vier Altären abgeschritten wurde. Viele Gäste nahmen auch die Einladung an, die Kapelle zu begleiten. Die FFW Ebnath kümmerte sich um die nötige Verkehrssicherung.