Im Mittelpunkt der mäßig besuchten Kreisversammlung standen die Ergänzungswahlen des Kreisvorsitzenden und des 2. Stellvertreters des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach im Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. im Gasthaus „Kopf“ in Altmannshof an. Diese Nachwahlen wurden erforderlich, da der bisherige Kreisvorsitzende, Oberfeldwebel Rafael Kämmerer vom Panzerartilleriebataillon 131 (Weiden), aus dienstlichen Gründen das Amt des Kreisvorsitzenden nach lediglich einem Jahr wieder abgeben müsse, da er im Herbst zur Neuaufstellung des Panzerartilleriebataillons 455 (Truppenteil der Panzerbrigade 45 Litauen) längere Zeit abkommandiert werde. Da sich aus dem überschaubaren Teilnehmerkreis kein Kamerad bereit erklärte, für das Amt des Kreisvorsitzenden zu kandidieren, stellte sich der vormalige, langjährige Kreisvorsitzende Norbert Bücherl, trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen, erneut für die nächsten zwei Jahre für das Amt zur Verfügung. Als 2. Stellvertreter fungiert nunmehr der bisherige Kreisvorsitzende Rafael Kämmerer. Die seit der letztjährigen Versammlung vakanten Ämter des Reservisten- und Internetbeauftragten sowie des 2. Schriftführers konnten aufgrund fehlender Bereitschaft erneut nicht besetzt werden. Der im letzten Jahr neu gewählte Verbandspräsident, Generalmajor a.D. Norbert Wagner, war ein souveräner Leiter der Nachwahlen und betrachtete in seinen Grußworten aktuelle Themen der Welt- und Wehrpolitik, insbesondere einer aus seiner Sicht unausweichlichen Wehr- oder allgemeinen Dienstpflicht. Neuerungen beim Landesverband rundeten seine interessanten Ausführungen ab.
Zu Beginn der Versammlung gedachte man der verstorbenen Kameraden des Kreisverbandes, besonders des viel zu früh verstorbenen Ortsvorsitzenden Max Hammer von der Krieger- und Reservistenkameradschaft Vilseck. Im Mittelpunkt des ausführlichen Rechenschaftsberichts blickte Bücherl auf das vergangene Verbandsjahr zurück, bei dem die Kreisführung mit über vierzig öffentlichen Veranstaltungsterminen den Soldatenbund würdig in der breiten Öffentlichkeit vertrat.
Dabei wurde vor allem die Verbandsarbeit im Landesverband aktiv unterstützt, der Kontakt zu befreundeten Bundeswehr- und US-Verbänden intensiv gepflegt, die Zusammenarbeit mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr intensiviert und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei dessen Haus- und Straßensammlung tatkräftig unterstützt. Die Höhepunkte des Verbandsjahres waren die Teilnahme an der Landesversammlung mit Neuwahlen in Straubing am 27. September und das 140-jährige Vereinsjubiläum der SRK Freihung am 26. Juli in Tanzfleck.
Im Anschluss verlas Schriftführer Peter Dotzler von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Gebenbach das Protokoll von der letztjährigen Kreisversammlung mit dem Wahlprotokoll, welches ohne Einwände einvernehmlich angenommen wurde. Kreiskassier Norbert Schwendner vom Soldaten- und Kriegerverein Kemnath a.B. berichtete über einen soliden Kassenbestand, der im Verbandsjahr ein geringfügiges Minus ausweist.
Die beiden Kassenrevisoren Rudolf Gruber (SRK Edelsfeld) und Klaus Paa (SRK Freihung) bescheinigten dem Kreiskassier tadellose Kassen- und Buchführung, die zur einstimmigen Entlastung der gesamten Kreisvorstandschaft führte.
Kreisschießwart Heinz-Peter Ertl (SRK Freihung) berichtete über die Aktivitäten der Sport- und Böllerschützen und ließ nochmals das Vergleichsschießen mit Luftgewehr auf den Ständen der Schützengesellschaft Tell 1923 Königstein am 23. Oktober Revue passieren. Bei neun teilnehmenden Mannschaften sowie drei US-Teams außer Wertung ging die Heimmannschaft von der SKV Königstein erstmals als Kreissieger hervor. In diesem Jahr findet das Vergleichsschießen am 29. Oktober auf den Ständen des Schützenvereins Germania Großalbertshof statt. Dazu beantragte der neu gewählte Ortsvorsitzende Kurt Falk von der SRK Sulzbach-Rosenberg eine Anpassung der Ausschreibung hinsichtlich der Gewehrauflage.
In seinen Schlussworten ermahnte Bezirksvorsitzender und 1. Stellvertretender Kreisvorsitzender Horst Embacher die Ortsvereine zu verstärktem Zusammenhalt in den derzeit schwierigen Zeiten. Er appellierte vor allem an die Vorsitzenden, mit deren Vereinen an den Jubiläumsveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen innerhalb des Kreisverbandes teilzunehmen. Enttäuschend war für ihn die Abwesenheit mehrerer Ortskameradschaften beim Vergleichsschießen und bei der heutigen Kreisversammlung. „Kameradschaft und Zusammenhalt sind unsere höchsten Güter! Darauf sollten wir allesamt stolz sein!“, schloss Embacher mit zum Nachdenken anregenden Worten die Kreisversammlung.