Der KAB-Kreisverband Amberg-Sulzbach feiert alljährlich einen Gottesdienst zum 1. Mai und rückt dabei besonders die Anliegen der Arbeitnehmenden in den Mittelpunkt. In der Pfarrkirche St. Josef in Raigering begrüßte Stadtpfarrer Josef Irlbacher als Konzelebranten Diözesanpräses Stephan Rödl (Regensburg), Kreispräses Michael Jakob (St. Konrad) und Prediger Diakon Dieter Gerstacker (Hahnbach). Sein Gruß galt den Ortsverbänden aus der Stadt und dem Landkreis, die mit ihren Bannern in die dem Heiligen Josef geweihte Kirche gekommen sind. Seit 1955 feiert die Kirche den Gedenktag von „Josef, dem Arbeiter“ und erinnert mit dem Zimmermann an die Würde der menschlichen Arbeit. Der bescheidene Handwerker aus Nazareth ist Schutzpatron der KAB und ihrer Familien. Die Wertschätzung der Arbeit war zentrales Thema bei der Predigt von Diakon Dieter Gerstacker. Vor allem die KAB setzt sich für soziale Gerechtigkeit und die Interessen der Arbeitnehmer ein und dies ist nicht abhängig von der Art der Tätigkeit. Auch in der heutigen Zeit werden manche Tätigkeiten als gering geschätzt und auch zu niedrig entlohnt.
Die KAB steht für die Gestaltung einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, in der allen Menschen Teilhabe und Teilnahme ermöglicht werden soll. Als Berufsverband vertritt sie die Interessen der Arbeitnehmenden, unterstützt in beruflichen Krisensituationen und bietet Beratung und Vertretung im Arbeits- und Sozialrecht. Der Mensch soll im Mittelpunkt von politischen Entscheidungen stehen.
Der arbeitsfreie Sonntag ist das Symbol dafür, dass Leben mehr ist als Arbeit, dass Gesellschaft mehr bedeutet als Wirtschaft. Der Sonntag ist der einzige Tag der Woche, der sich ökonomisch nicht rechnen muss. Der gemeinsame freie Sonntag macht die Menschen frei, um zu genießen, zu spielen, zu reden, das Gemeinschafts- und Familienleben zu pflegen, Gottesdienste und Feste zu feiern. Der Zeittakt der Wirtschaft und die geplante und verplante Zeit der Arbeit haben eine sinnvolle Grenze: den Sonntag.