Initiator des Ende der 1950er Jahre gestarteten Vorlesewettbewerbes ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die bundesweite Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten deutschlandweiten Schülerwettbewerben. Rund 600.000 Kinder der sechsten Klassen aller Schularten beteiligen sich jährlich an rund 7.000 Schulen.
Lautes Lesen, so die Veranstalter, sei ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung von Lesekompetenz. Nur wer liest, kann verstehen. Lesen sei die Grundlage aller Bildung. Im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs stehen Lesefreude und Lesemotivation. Er bietet allen Schülern der 6. Klasse Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und neue Bücher zu entdecken.
Die traditionelle Veranstaltung ist vor Ort eine Kooperation mit dem Bücherhaus Rode und der in der Kreisstadt ansässigen und heuer auch gastgebenden Stadtbücherei. Zu lösen gilt noch die Frage, wie der Sieger beim Wettbewerb im Landkreis heißt.
Nun: Der Beste beim 67. Vorlesewettbewerb besucht das Stiftland-Gymnasium: Bastian Schlicht, so sein Name, vertritt den Landkreis Tirschenreuth beim Bezirksentscheid in Regensburg. Nach Informationen von Stefanie Teicher (Bücherhaus Rode) lagen die Punktzahlen „noch nie so eng beieinander.“ Bastian Schlichts Kommentar zum 1. Rang im Vorlese-Wettbewerb war laut Teicher „ein Strahlen übers ganze Kindergesicht.“
Wegen der gleich guten Leistungen der 9 Vorlesetalente hatte die Jury bei der Punktevergabe alles andere als eine leichte Wahl. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und die Auswahl der Texte. Das Gremium bestand aus: Peter Hamm (Sparkasse), Carina Harrer (Volksbank-Raiffeisenbank), Martina Puff (Schulamt), Angelika Schraml (VHS), Theresia Kunz (Kommunale Jugendstelle) und Susanne Piller (Caritas-Erziehungsberatungsstelle).
Das Publikum habe mit gefiebert, sogar die Jury, so Buchhändlerin Teicher, habe bei den „lustigsten Stellen schmunzeln müssen.”