Es ist ein Fest, das Generationen verbindet: Auch im Jahr 2026 versammelten sich zahlreiche Gäste auf dem Steinberg, um das 239. Bergfest zu begehen und auf die 274-jährige Geschichte der Wallfahrt zum „Gegeißelten Heiland“ zurückzublicken. Veranstaltet wurde das Jubiläum von der Pfarrei Bärnau, der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat und den Tell-Schützen.
Der Festtag begann früh mit der traditionellen Fußwallfahrt ab Hohenthan und der anschließenden eucharistischen Prozession zum Steinberg. Den Hö-hepunkt des Vormittags bildete der Festgottesdienst, den die Stadtkapelle Bärnau „Grenzlandbuam und -moidl“ musikalisch gestaltete. Als Zelebrant und Festprediger konnte Bischof Dr. Tomáš Holub aus der tschechischen Nachbardiözese Pilsen begrüßt werden.
Zu Beginn hieß Stadtpfarrer Konrad Amschl den hohen Gast herzlich will-kommen. Er freue sich sehr, dass der Bischof der Einladung gefolgt sei und damit ein starkes Zeichen der Verbundenheit setze. In seiner Festpredigt rief Bischof Holub dazu auf, das eigene Herz zu einem fruchtbaren Boden für Gottes Wort zu machen. Angesichts der Grenznähe mahnte er zudem ein friedliches und enges Miteinander der Nachbarländer an. Am Ende des Got-tesdienstes bat Bürgermeister Michael Schedl den Bischof um einen Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bärnau.
Nach der Kirche luden die Tell-Schützen zum zünftigen Frühschoppen am Schützenheim ein. Bei bestem Wetter nutzten die Wallfahrer die Gelegenheit zum Austausch, bevor das Programm nachmittags mit dem Kreuzweg in der Steinberg-Allee ausklang.