Der Bayerische Wald-Verein und der DAV unternahmen eine Wanderwoche in den tiefen Schwarzwald und an den Bodensee. Ausgerechnet die heißesten Temperaturen des Sommers gab es in der Wander- und Kulturwoche. Hoch oben am Feldberg ging es dann Richtung Todtnau auf dem Wasserfallsteig, entlang und bergab den schmalen Steig an den kühlenden Wasserfällen entlang, immer wieder wurde die Nähe des erfrischenden Wassers gesucht. Durch viel Wald und immer wieder mit schönem Ausblick auf die tiefen, dunklen Täler. Danach ging es zum Fahler Wasserfall, er fällt 97 Meter in die Tiefe, und von der Wildline Hängebrücke, 380 Meter lang und 60 Meter über dem Boden, das wackelt und der Herzschlag wird höher. Nicht für jeden ein Vergnügen. Das Schwäbische Meer lag glänzend in der Sonne mit seinem türkisfarbenen Wasser und der Weite ist eine Augenweide. Bei der Wanderung durch die Weinberge gab es immer den herrlichen Blick zum und über den See, das ist Urlaub pur und lässt die Hitzeanstrengung ein wenig erträglicher machen. Die Gruppe, die nicht mit im Weinberg war, machte einen Stadtbummel und besichtigte Meersburg. Die Nase in dem Wind bei der Überfahrt mit der Fähre nach Konstanz war sehr erfrischend. Im kühlen Reisebus ging es zum Ursprung der Donau, nach Donaueschingen. So klein fängt auch die große Donau an. Wer im Schwarzwald wandern geht, muss in der Wutachschlucht gewesen sein, mit ihrer Vielfalt an Pflanzen-, Blüten- und Farnenwelt ist sie seit 1939 schon Naturschutzgebiet. Und es stimmt, am schmalen Grat an der großen Felsenwand entlang, unter den Wanderern der Fluss, die Wutach, angenehm kühl und schattig war es dort. Über viele Brücken mussten wir dann gehen in dem 3-Schluchten-Weg, aber steil, rutschig und eng ging es bis zum Ende. In der Mitte eine alte ausgediente Mühle, als Gasthaus umgebaut, war ein herrlicher Zwischenstopp. Vom Hochmoor und den Skisprungschanzen von Hinterzarten wanderte dann eine kleine Gruppe über den Berg zum Titisee, einige gingen baden, die anderen machten die Uferpromenade unsicher. Auf der Heimfahrt stand Freiburg mit Besichtigung auf dem Programm. Mit ihrem schönen Dom und der langen Geschichte, den schönen Bürgerhäusern, mit Gold verzierten Gittern vor den Fenstern ließ auf reiche Handelsleute ahnen. Süß waren auch die kleinen Kanäle zwischen den Straßen der Altstadt, wenn sie auch früher einem anderen Zweck dienten, nicht tief, aber immer für eine Erfrischung der Füße gut. So ging auch der heißeste Urlaub zu Ende und der Südschwarzwald hat viel zu bieten.