Seit 30 Jahren unterstützt die Prostatakarzinom-Selbsthilfegruppe PROCAS Regensburg/Oberpfalz Männer mit der Diagnose Prostatakrebs. Gegründet am 6. März 1996 zählt sie zu den ersten ihrer Art in Deutschland. Prostatakrebs ist mit rund 75.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern; etwa 15.000 sterben pro Jahr. Vorsitzender Alfons Swaczyna mahnt zur Vorsorge: Leider schieben viele Männer Untersuchungen aus Angst oder Scham gerne auf und verlieren wertvolle Zeit. „Gerade in der Oberpfalz, die bayernweit die höchste Neuerkrankungsrate aufweist, ist rechtzeitige Vorsorge besonders wichtig“, so Swaczyna.
PROCAS haben betroffene Männer mit maßgeblicher Unterstützung von Prof. Dr. Wolf Wieland (Klinik für Urologie am Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg) gegründet. Anliegen der Selbsthilfegruppe ist neben sachlicher Information die persönliche Begleitung während der Therapie und danach. Betroffene sollen nach der Diagnose Prostatakrebs nicht allein gelassen werden. Wichtig ist, gegenseitige Hilfe, moralische Unterstützung und Rückhalt im schwierigen Umgang mit der Erkrankung zu geben. PROCAS kooperiert mit den Ärzten des Prostatakrebszentrum St. Josef Regensburg und mit dem Prostatakrebszentrum St. Marien in Amberg.
Die Gruppe trifft sich zweimonatlich ab Januar, jeweils am dritten Donnerstag im Caritas-Krankenhaus St. Josef; nächster Termin: Donnerstag, 19. März 2026, 18–20 Uhr. Im Mittelpunkt stehen Information, Erfahrungsaustausch, Unterstützung und Gespräche u.a. mit Fachärzten. Infos: www.prostatakrebs-shg-rbg-opf.de.
Das 30-jährige Jubiläum wird am 22. November 2026 mit einem Informationstag im Caritas-Krankenhaus St. Josef gefeiert. Danach soll die Leitung neu besetzt werden. „Damit diese wichtige Arbeit weitergeht, brauchen wir engagierte Männer, die das segensreiche Werk von PROCAS fortsetzen“, sagt Swaczyna. Interessierte können sich per E‑Mail an die Selbsthilfegruppe wenden.