Edelsfeld. (gru) Weit mehr als 100 Leute interessierten sich am Tag der offenen Tür am Pumpwerk Stopfmühle 2, woher kommt unser Wasser. Sieben Führungen musste Wasserwart Johannes Wopperer mit jeweils 20 bis 30 Interessierten durchführen. Es bestand reges Interesse daran, wie viel Technik und Know-how in einer Wasserversorgung steckt. Wopperer hat die verschiedenen Bereiche im Wasserwerk und den Durchlauf des Wassers sehr anschaulich erklärt. Neben Kaffee, Kuchen und Getränken war eine Spendenbox aufgebaut, deren Inhalt First-Responder Edelsfeld zugutekommt.
Noch eine kleine Chronologie zum Wasserzweckverband. Es ging 1961 mit der Gründung Sigl-Sigras los. Eine Bohrung Brunnen 1 erfolgte 1963 bis 97 Meter Tiefe. Bauliche Maßnahmen folgten 1968. Im Jahr 1969 war die Fertigstellung von Wasserleitungsbau inkl. Hausanschlüsse in der Sigl-Sigras-Gruppe. So folgte 1978 der Anschluss an die Edelsfelder-Gruppe mit dem Bau von Brunnen 2 mit 162 m Tiefe und einer Leistung von 10 l/sec. Das Wasserwerk Stopfmühle wurde erweitert. 1989 konnte Weißenberg angeschlossen werden. Es folgten Steinling und Bernricht (Ausbau Hochbehälter), auch Röckenricht war dabei.
Dann war 2005 die Sanierung von Brunnen 2 an der Reihe. Es folgte 2007 ein Neubau Brunnen 1a. Die Kompletterneuerung der Aufbereitungsanlage PW STO dauerte zwei Jahre. Natürlich gab es noch weitere Maßnahmen, die nicht einzeln aufgeführt werden können. Doch von 2021 bis heute gab es jedes Jahr größere Maßnahmen – Brunnenregenerierung, Technikerneuerungen, 6 km neue Wasserleitungen, Brunnensanierung, Pumpenerneuerungen, weitere 1,8 km neue Wasserleitungen in Edelsfeld, Neubau einer Lagerhalle mit PV-Anlagen bis zu aktuell 12 km Wasserleitungserneuerung – von Stopfmühle nach Altmannsberg 8 km, Sigl-Reisach-Ködritz 3,5 km und Bergwiesenstraße 200 m.
Es folgte auch der Zusammenschluss der beiden Zweckverbände Sigl-Sigras mit Edelsfeld. Das Wasserleitungsnetz umfasst gesamt ca. 75 km, der Wasserverbrauch liegt derzeit bei ca. 190.000 m³, davon sind 70 % im ehemaligen Zweckverband Edelsfeld und 30 % im ehemaligen Verband Sigl-Sigras betroffen.