In der Jugend-Basketballbundesliga verloren die Witt Oberpfalz Hunters am 12. Spieltag gegen den FC Bayern München mit 69:56. Betrachtet man die nüchternen Zahlen des Spiels, dann würde man nicht davon ausgehen, dass die Hunters 2 Minuten vor Schluss mit 4 Punkten zurücklagen und an einer Sensation schnupperten. Der FC Bayern war das komplette Spiel in Führung, führte teilweise mit 19 Punkten und es gab keinen einzigen Führungswechsel im gesamten Spiel. Trotzdem schreibt der Sport seine eigenen Geschichten und manchmal hat ein David schon den ein oder anderen Goliath geschlagen. Dieses Wochenende war es leider nicht so weit. Kurzfristig musste das Spiel nach Regensburg verlegt werden, da es auf dem Bayern-Campus Probleme mit einer Korbanlage gab. So empfingen die Oberpfälzer ihre Gäste in Königswiesen. Bereits ab der ersten Spielminute merkte man den Witt Oberpfalz Hunters an, dass sie heute mit Selbstvertrauen gegen den FC Bayern um den Sieg kämpfen wollten. Die Verteidigung klappte hervorragend. Immer wieder klaute man den Bayern den Ball und versuchte zu einfachen Punkten zu kommen. Im Angriff waren die Oberpfälzer leider etwas zu nachlässig und nicht jeder Ball ging durch die Reuse. Trotzdem machte der knappe 15:11-Rückstand Mut. Im 2. Viertel schafften es die Bayern, ihr schnelles Spiel aufzuziehen. Auch die Dreierschützen trafen jetzt sicher von außen. Der Vorsprung der Oberbayern vergrößerte sich so bis zur Halbzeit auf 35:20. Der Rückstand verunsicherte die Witt Oberpfalz Hunters nicht, hatte man bis zu diesem Zeitpunkt zu viele einfache Punkte liegen gelassen. Die Verteidigung funktionierte aber hervorragend. „Alles, was uns in der ersten Hälfte fehlte, war etwas Geduld im Angriff“, resümierte Coach Gabriel Ionescu. Die Hausherren gingen deshalb mit viel Motivation und Kampfgeist in den Rest der Partie. Was die Hunters in der zweiten Halbzeit vollbrachten, konnte niemand erwarten. Man gewann nicht nur das 3. Viertel, sondern verkürzte zwei Minuten vor Schluss auf 58:54. Die Fans peitschten die Hunters nach vorne, doch zum Schluss fehlte leider das notwendige Glück, eine körperlich überlegene Mannschaft aus München zu schlagen. Schließlich setzte sich die individuelle Klasse der Bayern durch. Nach dem Spiel fasste es der stolze Coach der Hunters gut zusammen: „Manchmal kann sich eine Niederlage fast wie ein Sieg anfühlen. Meine Mannschaft hat heute ein richtig gutes Spiel gezeigt. Sie spielte in der Verteidigung sehr druckvoll und im Angriff hatte man in der zweiten Halbzeit die nötige Geduld, auch gegen eine Spitzenmannschaft zu punkten. Wieder einmal zeigte das Team, was in ihm steckt, und ich wünsche uns, dass wir in den nächsten Partien dieses Selbstvertrauen und positive Gefühl mitnehmen.“ Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte dieses Mal Noel Petrovic mit 24 Punkten als Topscorer hervor. Er traf im Angriff viele gute Entscheidungen und hielt mit seinem sicheren Wurf aus der Mitteldistanz die Hunters das ganze Spiel über in Schlagdistanz. Wie gut die Witt Oberpfalz Hunters als Team funktionieren, können sie bereits nächste Woche unter Beweis stellen, wenn Bamberg als Gegner in die Oberpfalz kommt. Die Fans können sich nach einer knappen 99:96-Hinspielniederlage auf ein punktereiches Rückspiel freuen.