Interessante Einblicke, Zahlen und Fakten sowie die Historie der Wasser-, Erdgas- und Stromversorgung in der Stadt Weiden erhielten die Mitglieder des Wirtschaftsclub bei ihrer jüngsten Betriebsbesichtigung. Club-Geschäftsführer Michael Wachsmann begrüßte rund 40 Interessierte auf dem modernen Gelände der Stadtwerke im Industriegebiet am Forst in Weiden.
Stadtwerke-Vorstand Michael Kreis, der auch Mitglied im Wirtschaftsclub ist, erläuterte die zahlreichen Bereiche des Kommunalunternehmens: Weidener Thermenwelt, Hans-Schröpf-Arena (Eisstadion), das ETZ (Energie-Transfer-Zentrum), Zeno, Stromnetz Weiden und Weidener Energie (WEG).
Bevor die Wassermeister Christoph Steinhauser und Norbert Weiß die Besucher in zwei Gruppen durch das Funktionsgebäude für die Trinkwasseraufbereitung und den Betriebshof führten, informierte Kreis über die Anfänge der Stadtwerke: Das erste Gaswerk wurde demnach 1883 gebaut, die zentrale Wasserversorgung startete 1886. Im Jahr 1933 wurde das erste zentrale Wasserwerk in Betrieb genommen, dessen Ersatz-Neubau 2012 geplant und 2024 eröffnet wurde. Neben der modernen Technik und Funktionalität des Wasserwerks bietet auch der neue Betriebshof Vorteile: Materialien müssen nicht mehr im Freien gelagert werden, er ist energetisch auf dem neuesten Stand, umfasst Werkstätten, Sozialräume, Fahrzeughalle sowie ein Warm- und Kaltlager. Die Gesamtinvestition für beide Projekte betrug rund 17 Millionen Euro. Laut technischem Leiter Stefan Schinabeck haben sich die Kosten während der Bauphase nicht gesteigert.
Die Zahlen der Stadtwerke zeigen deren Bedeutung für die städtische Energieversorgung. Dazu gehören 3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr, 10 Millionen Kilowattstunden Wärme, 450 Millionen Kilowattstunden Erdgas, 50.000 Nutzer des Eisstadions und 300.000 Besucher der WTW. Dazu kommen rund 170 Mitarbeiter, jährliche Investitionen und ein Umsatz von rund 60 Millionen Euro im Jahr.