Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Grünen-Ortsverbands Sulzbach-Rosenberg zu einer Waldbegehung im Bürgerspitalwald. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Wald sowie die Frage, wie ein widerstandsfähiger Waldbestand für die Zukunft gestaltet werden kann. Die Begrüßung übernahm die grüne Stadträtin Gaby Mutzbauer. Sie betonte die Bedeutung des Waldes als Lebensraum, Klimaschützer und Erholungsgebiet. „Der Wald verändert sich sichtbar. Umso wichtiger ist es, sich vor Ort ein Bild zu machen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen“, erklärte Mutzbauer. Unter den Teilnehmenden war auch Yvonne Rösel, die 3. Bürgermeisterin der Stadt Sulzbach-Rosenberg, die die Veranstaltung begleitete und damit ihr Interesse an den aktuellen Herausforderungen der nachhaltigen Waldentwicklung unterstrich. Anschließend führte Forstleiter Bernhard Raschka die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Bürgerspitalwald. An verschiedenen Stationen erläuterte er anschaulich die Folgen der zunehmenden Trockenheit, häufiger Extremwetterereignisse und des Schädlingsbefalls. Besonders Fichtenbestände litten unter den veränderten klimatischen Bedingungen, während widerstandsfähigere Mischwälder künftig eine immer größere Rolle spielen würden. „Wir müssen den Wald heute so entwickeln, dass auch kommende Generationen von ihm profitieren können“, machte Raschka deutlich. Dabei gehe es nicht nur um die Auswahl geeigneter Baumarten, sondern auch um Geduld und langfristiges Denken. Ein klimastabiler Wald entstehe nicht von heute auf morgen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich über die praktische Waldpflege sowie aktuelle forstwirtschaftliche Maßnahmen zu informieren. Der direkte Austausch mit dem Forstleiter wurde von allen Seiten als besonders wertvoll empfunden. Der Grüne Ortsverband zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. Die Veranstaltung habe deutlich gemacht, wie groß das Interesse an den Herausforderungen des Waldumbaus sei. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Schutz und die nachhaltige Entwicklung der heimischen Wälder eine Gemeinschaftsaufgabe sind, die Politik, Forstwirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen betrifft.