Im Capitol Sulzbach-Rosenberg stand am Abend die Frage im Mittelpunkt, wie Transformation konkret vor Ort gestaltet werden kann. Moderatorin des Abends und Bürgermeisterkandidatin Yvonne Rösel von den GRÜNEN rückte dabei bewusst ein Projekt in den Fokus, das sie als große Chance für die Stadt sieht: die Ansiedlung eines Transformationszentrums (TTZ) von Fraunhofer UMSICHT – eng verknüpft mit Entwicklungsperspektiven für den Maxhütten-Campus.
In ihrer Begrüßung machte sie deutlich, warum ihr das Thema persönlich wichtig ist: „Transformation findet nicht abstrakt statt, sondern dort, wo Menschen arbeiten, Unternehmen Verantwortung übernehmen und Kommunalpolitik Zukunft gestaltet.“ Sulzbach-Rosenberg könne ein solcher Ort werden – wenn alle Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen.
Mit Professor Matthias Franke und Frederik Betsch (Fraunhofer UMSICHT), der Landtagsabgeordneten Laura Weber (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Stadtrat und Unternehmer Mike Schulz war das Podium gezielt breit besetzt.
Professor Franke beschrieb das geplante TTZ als „Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung“, die Unternehmen bei Energie-, Ressourcen- und Transformationsfragen unterstützen soll. Die Rednerin hakte nach: Wie lässt sich sicherstellen, „dass Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Know-how wirklich hier bleiben?“ Gerade in der Anbindung an den Maxhütten-Campus sehe sie großes Potenzial.
Mike Schulz brachte die Sicht der Betriebe ein: „Für Unternehmen zählt, ob etwas im Alltag hilft.“ Transformation müsse praxisnah sein. Laura Weber unterstrich die politische Dimension: „Landespolitik muss ermöglichen, nicht nur verwalten.“
Auch das Publikum wurde aktiv einbezogen – ein bewusst gesetzter Akzent der Moderatorin. Zum Abschluss richtete sie den Blick nach vorn: „Wenn wir in zehn Jahren wieder hier sitzen – was müsste passiert sein?“ Die Antworten zeigten breite Zustimmung: Das Transformationszentrum wäre dann ein Erfolg, wenn aus Ideen reale Chancen für Sulzbach-Rosenberg geworden sind.