Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jan Skriebeleit, gibt in einem Vortrag Einblicke in den Alltag des Konzentrationslagers. Unter dem Motto „Inszenierung – Schnappschuss – Dokumentation“ referiert er am Montag, 20. April, im Pfarrsaal in Pressath. Anhand von mehr als 300 bislang meist unveröffentlichten Fotos wird erstmals die Geschichte der Fotografie im Lagerkomplex Flossenbürg erzählt. So ergeben sich Einblicke in das Selbstverständnis der Flossenbürger Lager-SS und deren Blick auf ihr Lager, in Organisationsstrukturen und bauliche Entwicklungen. Täterprofile verdeutlichen persönliche Netzwerke. Skriebeleit arbeitet auch die Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen und Erkenntnisse über Schnittstellen zwischen Lager und Ortschaft heraus. Der Heimatpflegebund Pressath will mit der Veranstaltung ein deutliches Zeichen gegen Verdrängung, Leugnung und Vergessen setzen. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Pressath und der VHS Eschenbach statt und beginnt um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse für 5 Euro. Mitglieder der ausrichtenden Vereine haben freien Eintritt.