Auch die diesjährige 32. Radltour der Volkshochschule Eschenbach erfüllte die hohen Erwartungen der vielen Stammradler: interessante Radtouren in einer herrlichen Landschaft und ein komfortables Hotel mit reichlichem Frühstück und landestypischen Speisen.
Der Kaiserstuhl ist ein kleines terrassenförmiges Vulkangebirge in der Oberrheinebene, das vor 16 Millionen Jahren entstand. Den Vulkanen verdankt die Gegend alles: fruchtbare Lössböden, auf dem hervorragende Weine, bestes Gemüse und Obst gedeihen, und herrliche Ausblicke auf die Oberrheinebene und die Vogesen. Dies alles erlebte die aus 38 Teilnehmern bestehende E-Bike-Gruppe bei der schönsten Tour rund um den Kaiserstuhl, angeführt von der lokalen Radführerin, die es bestens verstand, dabei alles Wissenswerte über ihre Heimat sowie die außergewöhnliche Flora und Fauna zu vermitteln. Von Riegel aus, wo schon vor 2000 Jahren die Römer siedelten, ging es durch die Rebenlandschaft, durch zahlreiche idyllische Weindörfer und -städtchen in die Europastadt Breisach am Rhein mit seinem hochaufragenden Münsterberg und im großen Bogen zurück zum Ausgangsort. Die Mittagspause in Breisach und die Eispause in Endingen waren bei sommerlichen Temperaturen sehr willkommen.
Bei den weiteren Radtouren lernten die Teilnehmer die nähere und weitere Umgebung noch besser kennen. Schon bei der Busanreise hatte man in Lahr am Rhein die Räder entladen und war auf dem sog. Römerradweg über Herboltzheim zum Hotel geradelt. Am Heimreisetag rollte man auf dem Dreisamradweg gemütlich vom Hotel in Riegel in die Bistums- und Universitätsstadt Freiburg im Breisgau, wo man bei einer Stadtführung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie Münster, Alte Wache, Altes und Neues Rathaus und Historisches Kaufhaus und die typischen Bächle kennenlernte.
Auch das jenseits des Rheins gelegene Elsass in Frankreich war das Ziel einer grenzüberschreitenden Radtour. Auf der sog. „ Grünen Straße“ ging es von Breisach über Neuf-Brisach und Wälder nach Colmar, der größten Stadt des Elsass mit seinen beeindruckenden Gebäuden und zurück entlang des Canals de Colmar und den Canal du Rhin au Rhone zum Ausgangspunkt.
Einen ganz anderen Charakter hatte die Tour im Hochschwarzwald von Titisee-Neustadt über Lenzkirch nach Bonndorf auf dem sog. Bähnleradweg, einer ehemaligen Bahntrasse, die durch dunkle Fichtenwälder und tief eingeschnittene Täler führte. Dabei wurde auch das bekannte Klausenbachviadukt überquert. Etwas mehr Kraft und Kondition waren bei der Strecke hinauf zum Schluchsee gefordert, der auf 1200 m liegt.
Die Organisatoren Josef Albersdorfer und Adolf Mückl freuten sich über den harmonischen und unfallfreien Verlauf der Radreise, bei der man immerhin ca. 220 km zurückgelegt hatte. Auf Wunsch vieler Teilnehmer ist auch nächstes Jahr eine VHS-Radreise geplant, und zwar vom 06. bis 10. Juni 2027 nach Südtirol.