Die Tirschenreuther Krippentradition ist immaterielles Kulturerbe Bayerns (der NT berichtete). Jetzt nahmen die beiden Vorsitzenden Marianne Stangl und Peter Stahl-Grüneich mit einer Abordnung der Krippenfreunde und Vertretern der Regionalpolitik die Urkunde in Nürnberg entgegen.
39 Vereine hatten sich aktuell um die begehrte Auszeichnung beworben, 10 wurden schließlich durch ein unabhängiges Expertengremium um Prof. Drascek von der Uni Regensburg ausgewählt, darunter die Tirschenreuther Krippentradition. Finanz- und Heimatminister Füracker bedankte sich bei allen Preisträgern für ihr großes, gesellschaftliches Engagement: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität die Menschen hier Bräuche und Fertigkeiten bewahren und weiterentwickeln, sie sind echte Gestalter unserer Heimat“.
Bei der Tirschenreuther Krippentradition wurde vor allem die Erhaltung der speziellen Ausprägung der Krippentradition aus dem 19. Jahrhundert gewürdigt, so z.B. die regionaltypischen gestalteten Krippenberge auf drei Ebenen. Auch die regelmäßigen Ausstellungen, die Weitergabe der Tradition der Schnitzkunst und die Tradition des Krippenschauens wurden gewürdigt.
Im Vorfeld hatte u.a. der Regensburgern Bischof Voderholzer sein Expertenwissen mit eingebracht und ein positives Gutachten für die Krippentradition aus Tirschenreuth erarbeitet. Seine Exzellenz lies es sich auch nicht nehmen, persönlich in Nürnberg zu erscheinen. Dazu kamen die regionalen Vertreter der Politik, Landrat Hubert Schicker, 3. Bürgermeister Jonas Brauschke und auch Franz Stahl, Bürgermeister d. D. der Stadt Tirschenreuth waren angereist, um mit einer kleinen Delegation der Krippenfreunde diese Auszeichnung zu feiern. Die Tirschenreuther Krippentradition gehört damit zu der erlesenen Auswahl von nunmehr 103 Vereinen / Traditionen, die auf der Bayerischen Liste des Immateriellen Kulturerbe stehen. 2003 hatte die UNESCO dieses weltweite Übereinkommen ins Leben gerufen. „Eine großartige Auszeichnung für die Stadt und den Landkreis Tirschenreuth“, wie Landrat Hubert Schicker und 3. Bürgermeister Jonas Brauschke übereinstimmend betonten.