Der Sonntag der Weltmission der Katholischen Kirche stand unter dem Leitwort „Sei mutig und stark” und hatte das Beispielland Madagaskar zum Thema – Hilfe für Familien in Armut und die pastorale sowie soziale Arbeit der Kirche vor Ort. Im Gottesdienst in St. Marien wurde dabei auch Gereon Gräf in sein Amt eingeführt. Der 61-jährige ehemalige Berufssoldat war schon am 17. Oktober von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Dom zu Regensburg zum Ständigen Diakon geweiht worden, einer von aktuell 116 im Bistum Regensburg. Gemeinsam mit Pfarrer Herbert Mader, Pfarrer Daniel Fenk und Diakon Peter Bublitz gestaltete er nun die Messe in der Pfarrkirche. In seiner ersten Predigt stellte er sich vor und rückte die Nächstenliebe in den Mittelpunkt. Die Hauptaufgaben eines Ständigen Diakons liegen nämlich in der Caritas, also dem Dienst am Nächsten, und der Liturgie. Gräf darf jetzt taufen, trauen und auch predigen. Sein Arbeitsgebiet werden die beiden katholischen Pfarreien der Stadt, St. Marien Sulzbach und Herz Jesu Rosenberg, sein, mit einem Tag Arbeitszeit pro Woche. Wie er bereits betont hatte, seien ihm die Bewohner der fünf Altenheime in der Stadt ein Anliegen, die er in seiner Ausbildung bereits besucht hat. Künftig werde er hauptsächlich in St. Barbara Wortgottesdienste halten und die Kommunion verteilen für Menschen, die nicht mehr in die Messe kommen können. In St. Marien wurde er in die Pfarrei Sulzbach-Rosenberg herzlich aufgenommen, viele Freunde, Wegbegleiter und die Familie nahmen am Gottesdienst teil, bei dem Gereon Gräf auch die Heilige Kommunion verteilte. Der Kirchenchor und Regionalkantor Rudolf Fischer an der Orgel begleiteten die Messe musikalisch, der neue Diakon erhielt nach seiner Vorstellung auch den Applaus der Gläubigen. Für seinen Dienst hat er das Bibelzitat „Mehr als alles hüte Dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus” gewählt. Ein anschließendes Kirch-Café und ein Orgelkonzert am Nachmittag rundeten den Tag ab.