Die 19 Sternsinger der Expositur St. Jakobus und der Filialkirche St. Emmeram, die gemeinsam von Pater Jo Jovilla Kurian (rechts) ausgesandt wurden. (Bild: Sieglinde Schärtl)

Gegen Kinderarbeit sammelten die Sternsinger

„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn anzubeten! Mit dieser Begründung und Absichtserklärung kommen die Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem. Und als sie das Kind finden, fallen sie vor ihm nieder und huldigen ihm. Das ist die Botschaft des Festes Erscheinung des Herrn: Gott erscheint vor den Kennern und Könnern, vor der Weisheit der Welt, im kleinen Kind im Stall. So entsteht vor unseren Augen ein wunderbares Bild: Hirten und Könige sind an der Krippe versammelt, die einfachen Menschen und die Deuter der Zeichen der Zeit, Menschen aus allen Schichten erkennen in der Geburt in der Krippe von Bethlehem die entscheidende Zeitenwende und brechen deshalb dahin auf“, dies stellte Pater Jo Jovilla Kurian unter anderem in seiner Predigt heraus. In der Expositurkirche St. Jakobus in Döllnitz zelebrierte der Priester am Vorabend des Dreikönigstag mit 19 Sternsingern und Gläubigen den Gottesdienst. Die Sternsinger aus der Expositur und der Filialkirche St. Emmeram aus Woppenrieth waren zugleich Messdiener und um dem Volksaltar versammelt. Während der Messfeier wurden auch Wasser und Kreide geweiht. Gesanglich und auf der Orgel wurde der Gottesdienst von Talina Winter umrahmt und die Gläubigen stimmten mit ein. Am Ende der Messfeier stellte Pater Jo die Sternsinger den Gläubigen vor, stellte ihre Bedeutung heraus und dankte ihnen, dass sie sich auf dem Weg machen. Die heurige Aktion „Dreikönigssingen“ steht unter dem Motto: „Gegen Kinderarbeit - Schule statt Fabrik.“ Am nächsten Tag machten sich, die Ministranten als Sternsinger verkleidet mit Kronen auf den Weg, um dafür zu sammeln und brachten, nachdem sie ihren Spruch aufgesagt hatten, den Segen in die Häuser. An die Türen schrieben sie die den Segensspruch „C+M+B“ und wurden von den Empfängern mit Dank und Spenden belohnt.
Pater Jo segnet die Erntekrone mit den Früchten aus Garten und Feld, die vor dem Volksaltar aufgebaut ist. (Bild: Sieglinde Schärtl)

Minibrote für Herzenswunsch-Krankenwagen

„Erntedank=Danken und Denken und Nachdenken“, so die auffordernden Worte in der Predigt am Erntedanksonntag von Pater Jo. Vor dem Volksaltar in der St. Jakobuskirche war die Erntekrone aufgestellt und mit den Früchten aus Feld und Garten dekoriert. „Was vor Monaten gesät und gepflanzt wurde konnte jetzt geerntet werden und das geschieht nicht nur durch der Händearbeit, sondern auch das Wetter und vor allem mit Gottes Hilfe ist das alles möglich.“ Er sprach auch an, nicht nur im Supermarkt zu vergleichen was günstig ist, sondern mehr Wertschätzung zu betreiben. Auch sollte man an die Menschen denken und danken, die im verborgenen ihre Arbeit vollbringen und dabei nicht im Mittelpunkt stehen. Das Danken war im ganzen Gottesdienst der Mittelpunkt und nicht nur in der Predigt zu hören. Bei den Lesungen, vorgetragen von Michaela Simon, war das Danken vordergründig und auch in den Liedern, die Karin Preßl auf der Orgel begleitete. Am Schluss der Messfeier segnete Pater Jo die Erntegaben und die Minibrote, die gegen eine Spende die Gläubigen mitnehmen konnten. Die Frauengruppe Döllnitz, mit den Vorstandsmitgliedern Gisela Guse, Anna Meindl und Kerstin Rieder verteilten am Kirchenausgang diese Brote, von der Bäckerei Woldrich aus Leuchtenberg. 60 Brote fanden reißenden Absatz und auch der große Laib, der die Erntekrone schmückte, konnte gegen eine Spende abgegeben werden. Seit 1988 sorgt die Frauengruppe dafür, dass mit dieser Aktion soziale Einrichtungen unterstützt werden und dieses Mal bekommen die Malteser in Weiden für die Aktion „Herzenswunsch-Krankenwagen“ den Erlös.
 Markus Süß begleitet die Sänger mit der Gitarre während des Festgottesdienst mit Pfarrer Adam Nieciekci. (Bild: Sieglinde Schärtl)

„Passt scha” umrahmt das Patrozinum

Das Patrozinium des Kirchenheiligen St. Jakobus wurde am Sonntag gefeiert. War es vor einem Jahr noch ein riesen Festereignis, da Bischof Dr. Rudolf Voderholzer es mit den Gläubigen feierte, so war es diesmal wieder ein kleinerer Rahmen. Für Pfarrer Adam Nieciecki, vom Urlaub zurück gekommen, war es das letzte Patrozinium in Döllnitz. Er geht ab 1. September in Ruhestand und kehrt in seine Heimat Polen zurück. So wird die Expositur Döllnitz mit von dem Salisianer-Pater Jo Jovial Kurien aus Waldershof betreut. Unterstützt wird er vom Diakon Ulrich Wabra aus Oberviechtach. So bildet die Pfarrei Leuchtenberg, zu der Döllnitz gehört, mit den Pfarreien Michldorf und Roggenstein eine Pfarreiengemeinschaft. Der Festgottesdienst zum Patronzinium wurde diesmal von einem hervorragendem Chor „Passt scha“ umrahmt. Der gemischte Chor, geleitet von Markus Süß mit Begleitung auf der Gitarre, umrahmte den Festgottesdienst. Dazwischen ertönte auch die Orgel, gespielt von Talina Winter, somit konnten die Gläubigen auch mitsingen. Der Pfarrer dankte besonders dem Chor für ihre wunderbare Umrahmung und somit wurde die Messfeier ein Höhepunkt und die Gläubigen dankten mit Applaus. Bei der Festmesse wirkte die Freskomalerei des Kreuzweges wieder mal besonders, vor allem die Farbe blau stach hervor. Das passiert immer dann, wenn viel Feuchtigkeit im Raum ist. Die Kirche wurde 1928 von Pfarrer Josef Hofmann erbaut, er war von 1923 bis 1930 in Döllnitz Seelsorger. Das Bildnis des Hochaltar zeigt den Kirchenheiligen und ein Statue von ihm, die einst auf dem Hochaltar stand, ist an der rechten Seite im Gotteshaus angebracht. Obwohl die Expositurkirche dem Jakobus geweiht ist, ist sie nicht am Jakobsweg angebunden.

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