Unter die ehemaligen Schülerinnen und Schüler haben sich die ehemaligen Lehrer Kurt Klingler (rechts), Inge Hofmann (vordere Reihe 4.v.re), Helmut Fraunhofer (hintere Reihe 5.v.re) und Gerlinde Ibel (vordere Reihe 8v.re) gemischt. Der damalige Klassensprecher Josef Pflaum (2.v.re) hatte den Anstoß zum Klassentreffen geliefert. (Bild: Tanja Pflaum)

40 Jahre nach dem Abschluss: Wiedersehen der Klasse 10 a KM

Am vergangenen Samstag trafen sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a KM der Staatlichen Realschule Vohenstrauß. Vor 40 Jahren hatten sie gemeinsam ihre Abschlussprüfungen abgelegt. Organisiert wurde das Wiedersehen vom damaligen Klassensprecher Josef Pflaum. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau Tanja, geborene Stahl, sowie Michaela Zehent und Martin Hanauer. Der erste Treffpunkt war der Vohenstraußer Friedhof. Dort gedachte die Gruppe des leider viel zu früh verstorbenen Mitschülers Andreas Scheuner. Besonders für Martin Hanauer, seinen besten Freund, war diese Geste ein Herzenswunsch. Im Namen der Klassenkameradinnen und -kameraden hatte er ein Blumengesteck vorbereitet. Anschließend ging es zur Realschule. Dort stießen auch die ehemaligen Lehrer Kurt Klingler, der aus Hof angereist war, und Helmut Fraunhofer aus Pleystein zur Gruppe. Konrektorin Martina Fels führte die Ehemaligen durch das Schulgebäude und berichtete anschaulich vom heutigen Schulalltag. Beim Rundgang wurden viele Erinnerungen wach. Natürlich gab es auch die eine oder andere lustige Geschichte aus der gemeinsamen Schulzeit zu erzählen. Der gemütliche Teil des Treffens fand anschließend im Lokal der Stadthalle statt. Nach und nach trafen weitere frühere Lehrkräfte ein: Gerhard Hecht, Inge Hofmann und Gerlinde Ibel freuten sich sichtlich über die Einladung. Ibel stellte mit einem Augenzwinkern fest, dass „trotz unseres pädagogischen Wirkens” aus allen etwas geworden sei. Bei Kaffee und Kuchen sowie später bei leckerem Essen wurde angeregt erzählt, viel gelacht und so manche Erinnerung an die Abschlussfahrt oder den Abschlussball aufgefrischt. Auch nachdenkliche Momente fehlten nicht. Bis weit in die Nacht saß man zusammen. Das 40-jährige Klassentreffen wird sicherlich allen lange in Erinnerung bleiben. Das nächste Wiedersehen soll bereits in fünf Jahren stattfinden – zur gleichen Zeit am gleichen Ort.
Der Preisträger Fabian Kaiser wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet. (Bild: Valentina Schmid)

Fabian Kaiser für sein außergewöhnliches Engagement mit dem MaxEL ausgezeichnet

Es gibt Schülerinnen und Schüler, die über den Unterricht hinaus Maßstäbe setzen. Einer von ihnen ist Fabian Kaiser, der in diesem Schuljahr mit dem Oberpfälzer Realschulpreis „MaxEL – Maximum an Engagement und Leistung” geehrt wurde. Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz verleiht diese Auszeichnung seit 2022 jährlich an ausgewählte Schüler, um herausragende Talente sowie besonderes schulisches und gesellschaftliches Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen. Bemerkenswert ist, dass – seitdem der Preis ins Leben gerufen wurde – jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Vohenstrauß unter den Geehrten waren. In diesem Jahr konnte sich Fabian Kaiser in der Kategorie Fremdsprachen gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Doch sein Erfolg ist weit mehr als eine rein schulische Leistung – er ist das Ergebnis eines beeindruckenden, vielseitigen Einsatzes in vielen Lebensbereichen. Auf dem Sportplatz zeigt er als Fußballer bei der SpVgg Weiden Teamgeist und Ehrgeiz. Besonders erfolgreich war er zudem im Skilanglauf: Mit dem Schulteam feierte er den Sieg beim Bezirksfinale und zog erfolgreich in das Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia” in Bad Tölz/Lenggries ein. Auch abseits der Sportanlagen beweist Fabian, dass man schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen kann: Bei der Jugendfeuerwehr fungiert er als Kassenrevisor und investiert viel Zeit in die Betreuung sowie die Ausbildung jüngerer Mitglieder. In der Schule glänzt Fabian nicht nur durch durchweg sehr gute Leistungen, sondern vor allem durch seine soziale Ader. Als Wertebotschafter setzt er sich aktiv für ein respektvolles Miteinander an unserer Schule ein. Er lebt diese Werte im Schulalltag vor und vermittelt sie in Workshops an seine jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler. Seine Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und sein authentisches Auftreten machen ihn zu einem echten Vorbild für die gesamte Schulfamilie.
Die Talentschüler vor dem Burgeingang (Bild: Renáta Burcsak)

Talentschüler der Staatlichen Realschule Vohenstrauß unterwegs in Tschechien

An der Staatlichen Realschule Vohenstrauß wird seit vielen Jahren in den Talentklassen das Fach Tschechisch unterrichtet und seit zehn Jahren als Abschlussprüfungsfach geprüft. Einen wichtigen Pfeiler der Ausbildung stellen die Aktionstage dar, bei denen die Jugendlichen mit den Partnerschülerinnen und -schülern der Partnerschule, dem Gymnázium Stříbro, gemeinsame Ausflüge erleben und in Gruppenarbeiten die Sprachkompetenzen erweitern. Unsere jüngsten Tschechisch-Schüler in der 7. Jahrgangsstufe unternahmen in diesem Rahmen eine Fahrt zur malerisch gelegenen Burg Velhartice, in der einst die Kronjuwelen Tschechiens gelagert worden waren. In einer kurzweiligen zweisprachigen Führung ging es über drei Stockwerke und eine Respekt einflößende Brücke in den Hungerturm, wo in den Zeiten der Religionskriege Menschen davon überzeugt werden sollten, zum anderen Glauben zu wechseln. Die Gesellschaftsordnung des Mittelalters wird über das Gelände verteilt mit Schachfiguren dargestellt. So finden sich in den unteren Räumen die Bauern, im Stockwerk darüber die Läufer, Springer und Türme (Ritter, Geistliche und Dienstmänner) und oben König und Königin. Im nahegelegenen kleinen Freilichtmuseum tauschten die Jugendlichen daraufhin ihre Daten aus, damit in Zukunft eine Kontaktaufnahme auch zwischen den Treffen leichter möglich ist. Daran anschließend bearbeiteten die tschechisch-bayerischen Teams Fragen zur Burg. Heiter und eifrig gaben die Jugendlichen in den Gruppen alles, um ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Das nächste Treffen wird noch vor Pfingsten in der Oberpfalz stattfinden. Ermöglicht werden die Projekte mithilfe der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Bayerischen Kultusministeriums.
Nach dem Kräutersammeln und vor der Kräuterquiche (Bild: Gabi Bulenda)

Für das Leben lernen

Die Stärkung des Lebenswelt- und Praxisbezugs ist ein zentraler Auftrag an die schulische Bildung, so kann man auf der Seite des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus lesen. Das klingt spröde, doch erwachsen daraus an der Staatlichen Realschule Vohenstrauß Projekttage, die bei den Schülerinnen und Schülern sehr beliebt sind. Es werden dazu nämlich unter dem Titel „Alltagskompetenzen“ in der sechsten Jahrgangsstufe Workshops abgehalten, in deren Verlauf die Jugendlichen Aufgaben bewältigen und Kompetenzen erwerben, die einen konkreten Bezug dazu haben, was später im Berufs- und Erwerbsleben benötigt wird. Dabei unterscheiden sich die Angebote von Schuljahr zu Schuljahr. Dieses Mal machten die Sechstklässler sich unter Anleitung engagierter Lehrkräfte daran, einen Raum zu renovieren, Wissen über Kräuter zu sammeln und ein gesundes Frühstück auf den Tisch zu zaubern, heimische Wälder und Tiere live vor Ort im Wald kennenzulernen, ein Insektenhotel zu bauen, „Blaulicht“-Stationen (Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz) zu besuchen und das Reparieren und „Tunen“ vom eigenen Fahrrad zu erlernen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch externe Experten zu Rat gezogen, Exkursionen unternommen und der Werkraum mit Beschlag belegt. Die Radler machten sich nach einer Schulung in Sachen Fahrtechnik natürlich auf zu einer sportlichen Radtour. Wie man auf den Bildern erkennen kann, waren die Jugendlichen mit Feuereifer - teilweise im wahrsten Sinn des Wortes - bei der Sache.
Zahlreiche Besucher versuchten sich in den verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaft (Bild: Doris Thammer)

Tag der offenen Tür der Realschule ist gut besucht

Alljährlich ist der Tag der offenen Tür an der Realschule Vohenstrauß für die Schulfamilie ein besonderes Ereignis. Auch in diesem Jahr fanden sich zahlreiche Schüler, Eltern, interessierte Gäste und viele Ehemalige ein. Die verschiedenen Fachschaften präsentierten ein buntes Programm. Geboten waren französische Outdoor-Spiele im Lindengarten und ein interaktives Frankreich-Quiz, eine Englisch-Werkstatt, eine mathematische Zaubershow, einen sportlichen Parcours und Badminton in der Sporthalle, tschechisches Spielen und Basteln, naturwissenschaftliche Versuche in Physik, Chemie und Biologie, einen Einblick in das Robotik-Tagesgeschäft, Stykz-Animation in IT, Kunst im Keller, ein Exit-Game analog und digital im Fach Deutsch, ein römisches Fotoshooting in Geschichte, religiöse Wegfindung und Lesezeichenbasteln in der Schülerbibliothek, ein Flaggen- und Länder-Quiz in Geographie, eine Tombola der Schülerfirma und eine Ausstellung von Projektarbeiten der 9. Jahrgangsstufe. Tutoren standen an den Info-Ständen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem stellte sich die OGTS (Nachmittagsbetreuung) vor. Die Band der Realschule und die Big Band spielten in der Aula zwei Konzerte und sorgten damit für eine heitere und gelöste Atmosphäre. Die neunten Klassen versorgten die Besucher mit Speis und Trank, wobei allein das Kuchenbuffet mit sage und schreibe 31 Kuchen aufwartete. So erlebten aktive, ehemalige und künftige Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, dass Schule nicht nur aus Lernen und Prüfungen besteht, sondern auch eine tragende Gemeinschaft schafft.
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