Der Preisträger Fabian Kaiser wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet. (Bild: Valentina Schmid)

Fabian Kaiser für sein außergewöhnliches Engagement mit dem MaxEL ausgezeichnet

Es gibt Schülerinnen und Schüler, die über den Unterricht hinaus Maßstäbe setzen. Einer von ihnen ist Fabian Kaiser, der in diesem Schuljahr mit dem Oberpfälzer Realschulpreis „MaxEL – Maximum an Engagement und Leistung” geehrt wurde. Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz verleiht diese Auszeichnung seit 2022 jährlich an ausgewählte Schüler, um herausragende Talente sowie besonderes schulisches und gesellschaftliches Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen. Bemerkenswert ist, dass – seitdem der Preis ins Leben gerufen wurde – jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Vohenstrauß unter den Geehrten waren. In diesem Jahr konnte sich Fabian Kaiser in der Kategorie Fremdsprachen gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Doch sein Erfolg ist weit mehr als eine rein schulische Leistung – er ist das Ergebnis eines beeindruckenden, vielseitigen Einsatzes in vielen Lebensbereichen. Auf dem Sportplatz zeigt er als Fußballer bei der SpVgg Weiden Teamgeist und Ehrgeiz. Besonders erfolgreich war er zudem im Skilanglauf: Mit dem Schulteam feierte er den Sieg beim Bezirksfinale und zog erfolgreich in das Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia” in Bad Tölz/Lenggries ein. Auch abseits der Sportanlagen beweist Fabian, dass man schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen kann: Bei der Jugendfeuerwehr fungiert er als Kassenrevisor und investiert viel Zeit in die Betreuung sowie die Ausbildung jüngerer Mitglieder. In der Schule glänzt Fabian nicht nur durch durchweg sehr gute Leistungen, sondern vor allem durch seine soziale Ader. Als Wertebotschafter setzt er sich aktiv für ein respektvolles Miteinander an unserer Schule ein. Er lebt diese Werte im Schulalltag vor und vermittelt sie in Workshops an seine jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler. Seine Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und sein authentisches Auftreten machen ihn zu einem echten Vorbild für die gesamte Schulfamilie.
Die Talentschüler vor dem Burgeingang (Bild: Renáta Burcsak)

Talentschüler der Staatlichen Realschule Vohenstrauß unterwegs in Tschechien

An der Staatlichen Realschule Vohenstrauß wird seit vielen Jahren in den Talentklassen das Fach Tschechisch unterrichtet und seit zehn Jahren als Abschlussprüfungsfach geprüft. Einen wichtigen Pfeiler der Ausbildung stellen die Aktionstage dar, bei denen die Jugendlichen mit den Partnerschülerinnen und -schülern der Partnerschule, dem Gymnázium Stříbro, gemeinsame Ausflüge erleben und in Gruppenarbeiten die Sprachkompetenzen erweitern. Unsere jüngsten Tschechisch-Schüler in der 7. Jahrgangsstufe unternahmen in diesem Rahmen eine Fahrt zur malerisch gelegenen Burg Velhartice, in der einst die Kronjuwelen Tschechiens gelagert worden waren. In einer kurzweiligen zweisprachigen Führung ging es über drei Stockwerke und eine Respekt einflößende Brücke in den Hungerturm, wo in den Zeiten der Religionskriege Menschen davon überzeugt werden sollten, zum anderen Glauben zu wechseln. Die Gesellschaftsordnung des Mittelalters wird über das Gelände verteilt mit Schachfiguren dargestellt. So finden sich in den unteren Räumen die Bauern, im Stockwerk darüber die Läufer, Springer und Türme (Ritter, Geistliche und Dienstmänner) und oben König und Königin. Im nahegelegenen kleinen Freilichtmuseum tauschten die Jugendlichen daraufhin ihre Daten aus, damit in Zukunft eine Kontaktaufnahme auch zwischen den Treffen leichter möglich ist. Daran anschließend bearbeiteten die tschechisch-bayerischen Teams Fragen zur Burg. Heiter und eifrig gaben die Jugendlichen in den Gruppen alles, um ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Das nächste Treffen wird noch vor Pfingsten in der Oberpfalz stattfinden. Ermöglicht werden die Projekte mithilfe der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Bayerischen Kultusministeriums.
Nach dem Kräutersammeln und vor der Kräuterquiche (Bild: Gabi Bulenda)

Für das Leben lernen

Die Stärkung des Lebenswelt- und Praxisbezugs ist ein zentraler Auftrag an die schulische Bildung, so kann man auf der Seite des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus lesen. Das klingt spröde, doch erwachsen daraus an der Staatlichen Realschule Vohenstrauß Projekttage, die bei den Schülerinnen und Schülern sehr beliebt sind. Es werden dazu nämlich unter dem Titel „Alltagskompetenzen“ in der sechsten Jahrgangsstufe Workshops abgehalten, in deren Verlauf die Jugendlichen Aufgaben bewältigen und Kompetenzen erwerben, die einen konkreten Bezug dazu haben, was später im Berufs- und Erwerbsleben benötigt wird. Dabei unterscheiden sich die Angebote von Schuljahr zu Schuljahr. Dieses Mal machten die Sechstklässler sich unter Anleitung engagierter Lehrkräfte daran, einen Raum zu renovieren, Wissen über Kräuter zu sammeln und ein gesundes Frühstück auf den Tisch zu zaubern, heimische Wälder und Tiere live vor Ort im Wald kennenzulernen, ein Insektenhotel zu bauen, „Blaulicht“-Stationen (Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz) zu besuchen und das Reparieren und „Tunen“ vom eigenen Fahrrad zu erlernen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch externe Experten zu Rat gezogen, Exkursionen unternommen und der Werkraum mit Beschlag belegt. Die Radler machten sich nach einer Schulung in Sachen Fahrtechnik natürlich auf zu einer sportlichen Radtour. Wie man auf den Bildern erkennen kann, waren die Jugendlichen mit Feuereifer - teilweise im wahrsten Sinn des Wortes - bei der Sache.
Zahlreiche Besucher versuchten sich in den verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaft (Bild: Doris Thammer)

Tag der offenen Tür der Realschule ist gut besucht

Alljährlich ist der Tag der offenen Tür an der Realschule Vohenstrauß für die Schulfamilie ein besonderes Ereignis. Auch in diesem Jahr fanden sich zahlreiche Schüler, Eltern, interessierte Gäste und viele Ehemalige ein. Die verschiedenen Fachschaften präsentierten ein buntes Programm. Geboten waren französische Outdoor-Spiele im Lindengarten und ein interaktives Frankreich-Quiz, eine Englisch-Werkstatt, eine mathematische Zaubershow, einen sportlichen Parcours und Badminton in der Sporthalle, tschechisches Spielen und Basteln, naturwissenschaftliche Versuche in Physik, Chemie und Biologie, einen Einblick in das Robotik-Tagesgeschäft, Stykz-Animation in IT, Kunst im Keller, ein Exit-Game analog und digital im Fach Deutsch, ein römisches Fotoshooting in Geschichte, religiöse Wegfindung und Lesezeichenbasteln in der Schülerbibliothek, ein Flaggen- und Länder-Quiz in Geographie, eine Tombola der Schülerfirma und eine Ausstellung von Projektarbeiten der 9. Jahrgangsstufe. Tutoren standen an den Info-Ständen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem stellte sich die OGTS (Nachmittagsbetreuung) vor. Die Band der Realschule und die Big Band spielten in der Aula zwei Konzerte und sorgten damit für eine heitere und gelöste Atmosphäre. Die neunten Klassen versorgten die Besucher mit Speis und Trank, wobei allein das Kuchenbuffet mit sage und schreibe 31 Kuchen aufwartete. So erlebten aktive, ehemalige und künftige Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, dass Schule nicht nur aus Lernen und Prüfungen besteht, sondern auch eine tragende Gemeinschaft schafft.
Die 4. Vohenstraußer Ausbildungsmesse  (Bild: Kathrin Frey )

Berufswahlseminar und Ausbildungsmesse an der Realschule

Bei den 9. (und teilweise 8.) Klassen der Realschule Vohenstrauß standen im Februar zwei Tage ganz im Zeichen der Berufsorientierung In Zusammenarbeit mit Frau Schicker (Agentur für Arbeit) und vielen ortsansässigen Firmen organisierte Kathrin Frey, Koordinatorin für Berufliche Orientierung (KBO) an der Realschule Vohenstrauß, ein bunt gemischtes Programm, damit den Jugendlichen möglichst viele Wege aufgezeigt werden konnten, die sich nach dem Realschulabschluss für sie öffnen werden. Vorab vermittelten Herr Rieder (IHK) und Herr Lindner (AOK) in einem Bewerbungstraining realitätsnahe Tipps. In einer online durchgeführten Abstimmung war es im Vorfeld möglich, Präferenzen anzugeben, sodass alle Jugendlichen am ersten Tag passgenau an jeweils zwei oder sogar drei verschiedene Betriebsbesichtigungen teilnehmen konnten, insgesamt öffneten neun Betriebe aus ganz verschiedenen Branchen ihre Türen. Am Abend schloss sich eine Podiumsdiskussion an, zu der alle Acht- und Neuntklässler und deren Eltern eingeladen waren. Sechs Referenten standen den zahlreich erschienenen Besuchern Rede und Antwort. Am Dienstag folgte ein Ausbildungstest für die Schülerinnen und Schüler. Danach stellten 15 verschiedene Firmen und Vertreter von Schulen oder Behörden verschiedene Berufsbilder in Vorträgen vor. Schließlich schloss das Berufswahlseminar mit der „4. Vohenstraußer Ausbildungsmesse der Realschule“ ab. Die Jugendlichen konnten sich an einem Dutzend Infoständen detailliert informieren. Nachdem es in jeder Runde neue Firmen aus dem Handwerk, dem sozialen Bereich, Elektro- und Techniksegment wie auch aus dem kaufmännischen Sektor waren, bot sich den Jugendlichen ein maximal breites berufliches Spektrum. Die großartige Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Firmen/Organisationen hatte dies möglich gemacht. Die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen geben zur Hoffnung Anlass, dass möglichst viele der Schülerinnen und Schüler für sich berufliche Perspektiven entdecken konnten.
Ein erstes Kennenlernen (Bild: Julian Kraft)

NAO-Roboter an der Realschule – Technik zum Anfassen für Schüler

Ein neuer Mitschüler hat Einzug gehalten an der Realschule Vohenstrauß. Er ist im Ruhezustand um die 58 Zentimeter groß, wohnt in der „Werkstod 2.0” und wartet dort auf Jugendliche, die sich mit ihm beschäftigen. Der Roboter kann sprechen, gehen, Gesten ausführen und auf seine Umgebung reagieren. Dank programmierbarer Funktionen lassen sich vielfältige Aufgaben mit ihm umsetzen. Damit geht die Realschule Vohenstrauß neue Wege im digitalen Lernen. Mit der Anschaffung eines NAO-Roboters erweitert die Schule ihr Bildungsangebot um eine innovative Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler an die Welt der Robotik, der Programmierung und der KI heranzuführen. Der Umgang mit dem Roboter fördert problemlösendes Denken und regt die Kreativität an, da die Schüler selbst neue Einsatzmöglichkeiten entwickeln und erproben können. NAO kann nicht nur im Informatikunterricht eingesetzt werden, sondern auch zur Veranschaulichung von Abläufen in Naturwissenschaften oder zur Unterstützung beim Sprachenlernen. Besonders für Projektarbeiten bietet der Roboter eine spannende Ergänzung zum Unterricht. An der Realschule Vohenstrauß wird der NAO-Roboter zunächst in ausgewählten Bereichen eingesetzt. Ziel ist es, verschiedene Anwendungsmöglichkeiten zu testen und herauszufinden, wie der Roboter gewinnbringend in den Unterricht integriert werden kann. Geplant sind erste Programmierübungen und Sprachinteraktionen, die von Schülergruppen ausprobiert werden. Langfristig soll NAO in verschiedenen Projekten eingesetzt werden, um technisches Verständnis zu fördern und digitale Kompetenzen weiter auszubauen. Die Schule erhofft sich, mit dieser Anschaffung den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Zugang zu modernen Technologien zu ermöglichen und sie auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Doch bevor NAO richtig loslegen kann, braucht er noch einen Namen! Den wird die Schulgemeinschaft in den nächsten Wochen in einem kreativen Wettbewerb ermitteln. Man darf gespannt sein!

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