Helmut Richter übergibt den Antrag der Pfadfinderverbände für Ampelmännchen in Sulzbach-Rosenberg. (Bild: Bastian Kopczyk)

Pfadfinder überreichen Antrag für Ampelmännchen

Aktuell scheint es so, dass fast alle paar Wochen in irgendeiner Stadt ein besonderes Ampelmännchen kreiert wird. Die Pfadfinder*innen in Sulzbach-Rosenberg hatten aber bereits schon Anfang Dezember beim Bürgermeister vorgesprochen, um an ausgewählten Ampeln ein Unisex-Pfadfinder-Ampelmännchen zu installieren. Im Rahmen zur Feier des 100-jährigen World Thinking Day Auf der Schanze, war nochmal Gelegenheit, den Stand der Planungen beim Herrn Bürgermeister Frank zu erfragen. Begründet hatten die Pfadfinder*innen ihren Antrag, dass die Pfadfinderbewegung in Sulzbach-Rosenberg auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Seit vielen Jahrzehnten prägen Pfadfinder*innen das gemeinschaftliche Leben unserer Stadt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit, zur sozialen Verantwortung und zur Vermittlung von Werten wie Hilfsbereitschaft, Respekt und Zusammenhalt. Sie sind in und mit der Stadt eng verwurzelt und bilden ein lebendiges Element der lokalen Identität. Mit der Installation von Pfadfinder-Ampelmännchen würde die Stadt dieses langjährige Engagement sichtbar anerkennen. Die Symbole könnten ein gemeinsames Erinnern an die eigene Pfadfinderzeit vieler Bürgerinnen und Bürger fördern und gleichzeitig neue Identifikationspunkte im öffentlichen Raum schaffen. Darüber hinaus wären sie ein sympathisches, einprägsames Aushängeschild sowie ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Sulzbach-Rosenberg. Die gewählte Unisex Gestaltung der Ampel-Piktogramme trägt dem Selbstverständnis der Pfadfinderbewegung Rechnung: Jungen und Mädchen, Frauen und Männer sowie trans- und nichtbinäre Persönlichkeiten sollen gleichermaßen angesprochen und einbezogen werden. Die Ampelmännchen stünden damit nicht nur für Tradition, sondern auch für Offenheit, Vielfalt und zeitgemäße Jugendarbeit. Zugleich würden die Symbole als aktive Werbung für die in Sulzbach-Rosenberg vertretenen Pfadfinderverbände wirken. Sie könnten Aufmerksamkeit schaffen, Interesse wecken und damit einen Beitrag dazu leisten, auch künftige Generationen für die Pfadfinderarbeit zu begeistern. Die Pfadfinderverbände in Sulzbach-Rosenberg bitten daher um Prüfung, in Kooperation mit den örtlichen Pfadfindergruppen geeignete Standorte auszuwählen und die Umsetzung des Projektes zu ermöglichen. Der Bürgermeister äußerte sich diesbezüglich sehr positiv über erste Unterredungen und versprach den Pfadfinder*innen einen baldigen Bescheid. Somit ist wahrscheinlich in naher Zukunft zu rechnen, dass Pfadfinder-Ampelmännchen in Sulzbach-Rosenberg, Allzeit bereit die Sulzbach-Rosenberger und ihre Gäste über die Straße helfen.
Links: Ehrenvorstand Erwin Kraus und DPSG Vorsitzender Andreas Stümpfl (re). (Bild: Armin Kraus)

Georgspfadfinder bekommen alte Erinnerungen geschenkt

Bei der letzten Jahresversammlung der Gemeinschaft St. Georg (GSG) Sulzbach im Pfarrheim St. Marien, übergab der Ehrenvorsitzende und frühere Stammesvorsitzende Erwin Kraus dem jetzigen Stammesvorsitzenden der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg (DPSG) Andreas Stümpfl drei Fotoalben von früheren GSG Mitgliedern zum, aufbewahren im Stammesarchiv. Das frühere Stammesmitglied Karl Röttig, übergab Kraus zwei Fotoalben mit Erinnerungen an seine Pfadfinderzeit bei der DPSG Sulzbach. Bei den schwarz-weiß Bildern handelt es sich um Zeltlager, Wanderungen und Radtouren. Eine führte sogar nach Rom, mit Papst Audienz. Auch bei Unternehmungen des „Hüttengau” waren die Pfadfinder des Stammes Sulzbach dabei. Das dritte Fotoalbum, das Kraus übergab, stammt von Hans Guttenberger, der 1932 den Stamm Sulzbach gründete und somit der erste Stammesvorsitzende war. Die alten schwarz-weiß Bilder zeigen den Anfang pfadfinderischer Tätigkeiten und den Umgang mit Mensch und Natur, im Sinne des Pfadfindergründers Lord Robert Baden Powell. Baden Powell (1857-1941) war ein britischer Offizier, der im Jahr 1907 auf Island ein Treffen mit 22 Jungen aus vielen sozialen Schichten organisierte, um seine Ideen mit ihnen zu verwirklichen. In seinem Letzen Brief schrieb er an die Pfaderfinderbrüder: Versucht die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt. Dieser Leitspruch gilt bis heute noch unter den Pfadfindern Weltweit. Andreas Stümpfl bedankte sich für die Alben und versprach, dass die DPSG und er, sie in Ehren hält.

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