Der Wetterbericht sorgte reichlich für Verwirrung bei den Akteuren. Schließlich haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, die Veranstaltung zum 100-jährigen World Thinking Day der Pfadfinderbewegung, etwas später und etwas komprimierter durchzuführen. Dennoch trafen sich an die 100 Pfadfinder*innen der Verbände in Sulzbach-Rosenberg: Dem Bund der Pfadfinder*innen e. V.- Stamm Graf Gebhard, der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Sulzbach-Rosenberg und die beiden Gemeinschaften Sankt Georg aus Sulzbach und Rosenberg, bei doch trockener Witterung, am Samstag, den 21.02. Auf der Schanze in Sulzbach. Eigentlich findet der Pfadfinder-Gedenktag, der Thinking Day, offiziell am 22. Februar statt. An diesem Tag denken Pfadfinder*innen an die weltweite Gemeinschaft, sammeln Spenden und beschäftigen sich mit globalen Themen, wobei das Motto 2026 „Freundschaft“ lautete.
Pünktlich um 17:15 Uhr konnte Helmut Richter, Vorstand der Gemeinschaft Sankt Georg, im Namen des Organisationsteams die Anwesenden Pfadfinder*innen, Eltern, Freunde und den ersten Bürgermeister der Stadt, Herrn Stefan Frank, begrüßen. In seiner Begrüßungsansprache betonte der Bürgermeister Herr Frank, er freue sich hier zu sein, da er selber in jungen Jahren als Pfadfinder in Rosenberg die positive Gemeinschaft, das Übernehmen von Verantwortung und vor allem den Einsatz für Natur und Umwelt kennen lernen durfte und dies ihn bis heute stark geprägt habe. Er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Leiterinnen und Leiter der Verbände und für die wichtige Vermittlung von pädagogischen und sozialen Werten, bei Gruppenstunden und Ausflügen. Bei der Gelegenheit erwähnte Richter den Antrag der Pfadfinderverbände in Sulzbach-Rosenberg, an ausgewählten Ampeln ein Unisex-Pfadfinder-Ampelmännchen zu installieren. Der Bürgermeister äußerte sich diesbezüglich sehr positiv über erste Beschlüsse und versprach den Pfadfinder*innen einen baldigen Bescheid.
Im Anschluss berichtete Helmut Richter von der Entstehung des Thinking Day. So erfuhren die Teilnehmer*innen, der Thinking Day am 22. Februar ist ein Gedenktag der Pfadfinderbewegung, an dem an die weltweite Gemeinschaft der Pfadfinder und den gemeinsamen Geburtstag von Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung, und seiner Frau Olave, einer einflussreichen Leiterin der Pfadfinderinnenbewegung, erinnert wird. Ursprünglich eine Veranstaltung der World Association of Girl Guides and Girl Scouts und ihrer Mitgliedsverbände, wird der Thinking Day heute auch von einigen Mitgliedsorganisationen der World Organization of the Scout Movement (WOSM) begangen. Auf der 4. Weltkonferenz 1926 wurde beschlossen, einen besonderen Tag für Pfadfinderinnen weltweit zu schaffen, um an ihre „Schwestern“ zu denken. Der 22. Februar wurde gewählt, da er der gemeinsame Geburtstag des Gründers der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell (1857), und seiner Frau Olave Baden-Powell (1889) ist. Ursprünglich als „Thinking Day“ bekannt, um an die weltweite Verbreitung der Pfadfinderbewegung zu denken, wurde er 1999 in „World Thinking Day“ umbenannt, um den globalen Aspekt zu betonen.
Zwischendurch gab es immer gemeinsame Lieder, die die Veranstaltung auflockerten. Eine stattliche Zahl von Gitarrenspieler*innen sorgte für die stilechte Begleitung. Nicole Pachmann las zum Ende hin den Abschiedsbrief von Baden-Powell (B.P.), dem Gründer der Pfadfinderbewegung, vor, den er seinen Pfadfindern hinterlassen hatte. Angela Kopczyk ließ einen ‚Funken der Freundschaft‘ durch die Reihen wandern, bevor das gemeinsame Lied „Nehmt Abschied Brüder“, nochmal für pfadfinderische Atmosphäre und entsprechende Gänsehaut sorgte.
Auf dem Weg in den Gewölbekeller zum Fuchsbeck, wo sich die Teilnehmer*innen gemütlich zu einem Umtrunk trafen, gab Kyra Mende der Gruppe noch Impulse und Gedanken aus dem Leben von B.P., in Form einer ‚Lichterspur‘ mit.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, verließ Herr Bürgermeister Frank die Veranstaltung mit einem Mitgliedsantrag der Gemeinschaft Sankt Georg Rosenberg.