Landrat Richard Reisinger (v.l.), Hantke Joachim, Hafenbradl Josef, Henle Erich, Herr Pöll Steinmetz Schwandorf, Hammer Heiner, Bürgermeister Hans Ram, Krause Markus, Reiser Martin, Hammer Peter, Scharl Werner (Bild: Michael Rabenhofer)

Ehrungen für Kriegsgräbersammler des Ensdorfer Kriegervereins

Stolz zeigte sich Erster Vorsitzender Joachim Hantke, dass sich mit Bürgermeister Hans Ram und Landrat Richard Reisinger sowie einer Abordnung der Böllersparte der SG Edelweiß Wolfsbach sowie von der Firma Steinmetz Pröll Herr Pröll als Ehrengäste zur Jahreshauptversammlung des Krieger- und Reservistenvereins Ensdorf ins Gasthaus Dietz eingefunden hatten. Viele Dankesworte hatte Hantke auszusprechen, auch an den Obst- und Gartenbauverein Ensdorf, welcher sich um die Gestaltung des Ensdorfer Kriegerdenkmals kümmert. Die Kriegsgräbersammlung brachte mit einem vierstelligen Betrag ein tolles Ergebnis zur Weitergabe ein. Mit den anderen Ortsvereinen sind die Krieger und Reservisten freundschaftlich verbunden. So kam es auch, dass man etwa die Blaskapelle Ensdorf und die Wolfsbacher Böllerschützen im vergangenen Jahr unterstützte. Reservistensprecher Heiner Hammer berichtete über die Aktivitäten, etwa der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession oder der Dreitagesfahrt in den Bayerischen Wald. Landrat Richard Reisinger lobte in seinen Grußworten die Solidarität mit dem Krieger- und Reservistenverein. In seiner Funktion als Vizepräsident des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Bayern erklärte er, dass noch ca. 10.000 Einzelschicksale aufzuklären seien. Im Anschluss verteilte der Landrat zusammen mit Bürgermeister Hans Ram die Ehrenurkunden und Verdienstspangen an die Sammler des Vereins. Für 20 Jahre Kriegsgräbersammlung wurden Joachim Hantke, Markus Krause, Werner Scharl, Erich Henle, Heiner Hammer, Josef Hafenbradl, Martin Reiser, Peter Hammer und Wolfgang Reichert sowie Herbert Dietz geehrt. Seit 2005 wurden so 16.304 Euro an Sammelergebnis erreicht. Der Steinmetzmeisterbetrieb Pröll wurde mit der Ehrenurkunde für besondere Leistungen vom Volksbund für die Textänderungen am Kriegerdenkmal in Ensdorf ausgezeichnet. Nach der Versammlung hielt Ortsheimatpfleger Hans Weiß einen interessanten Vortrag zum Thema „Kriegerdenkmäler im Wandel der Zeit“.
Hantke Joachim (v.l.), Landrat Richard Reisinger, Dietz Herbert, Krause Markus, Henle Erich, Hammer Heiner, Hammer Peter, Scharl Werner, Reiser Martin, Hafenbradl Josef und Bürgermeister Hans Ram. (Bild: Michael Rabenhofer)

Krieger- und Reservistenverein Ensdorf wählt Vorstandschaft turnusmäßig

Der Krieger- und Reservistenverein Ensdorf hielt seine Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Vereinsgasthaus Dietz ab. Zur Versammlung durfte Erster Vorsitzender Joachim Hantke zudem Ersten Bürgermeister Hans Ram, Landrat Richard Reisinger und von den befreundeten Böllerschützen der SG Edelweiß Wolfsbach eine starke Abordnung begrüßen. Aktuell hat der rührige Verein 54 Mitglieder. Eine ehrenvolle Aufgabe ist es für die Vereinsmitglieder, den Volkstrauertag zu begehen und das mahnende Andenken wach zu halten. Der Verein unterstützt zudem andere gemeinnützige Organisationen in der Gemeinde, so etwa bei der Spendenübergabe mit gemeinsamer Feier am Barbaratag an die Böllerschützen der SG Edelweiß Wolfsbach. Die Tagesfahrt 2025 führte die Vereinsmitglieder nach Mödlareuth und den Kunst- und Handwerkermarkt in Bad Neualbenreuth. In seinem Jahresausblick 2026 wies Hantke auf die anstehenden Vereinstermine hin. So wird man am 10. April gemeinsam die Theateraufführung in Ensdorf besuchen, von 6. Bis 8. September wird es eine dreitägige Vereinsfahrt in die Pfalz geben. Eine Tagesfahrt zu einem Weihnachtsmarkt im Dezember ist noch in Planung. „Dazu kommen noch die traditionellen, obligatorischen Termine die sich jährlich wiederholen“, erklärte Hantke. Schatzmeister Werner Scharl konnte eine gesunde Finanzlage vermelden. Bürgermeister Hans Ram hob in seinen Grußworten hervor, dass nach wie vor das Gedenken an die Gefallenen der Kriege Aufrecht erhalten werden müsse. Er lobte das ehrenamtliche Engagement, was ein Multiplikator für die Allgemeinheit bzw. Gesellschaft ist. Die anschließende Neuwahl brachte folgende Ergebnisse hervor: Erster Vorsitzender ist nach wie vor Joachim Hantke, sein Stellvertreter Markus Krause. Die Kasse führt auch weiterhin Werner Scharl, Erich Henle ist für die Schriftführung verantwortlich. Der Reservistensprecher heißt Heiner Hammer, als Beisitzer agieren Josef Hafenbradl, Martin Reiser, Peter Hammer, Wolfgang Reichert, Herbert Dietz und Hans Weiß.
Relikte aus der DDR-Zeit und Kunst- u. Handwerkermarkt Bad Neualbenreuth. (Bild: Joachim Hantke)

Relikte aus der DDR-Zeit und Kunst- u. Handwerkermarkt Bad Neualbenreuth

Der Tagesausflug des Krieger u. Reservistenvereins Ensdorf führte zunächst nach Mödlareuth. Ein 50-Seelen-Dorf, das zu einem Teil in Bayern und zum anderen Teil in Thüringen liegt. Die Amerikaner nannten es „Little Berlin”, das ebenso wie sein großer Bruder Berlin, zum Symbol der deutschen Teilung wurde. Über 37 Jahre lang war es nicht möglich, die Grenze zu überschreiten, um von dem einen in den anderen Ortsteil zu gelangen. Die Thüringer Seite des Tannbachs war Sperrgebiet der DDR, während auf bayerischer Seite ganzjährig reger Grenzbesucherandrang auf der Tagesordnung stand. Nach sehr interessantem Vortrag durch H. Ultsch wurden Fahrzeughalle und Außenbereich besucht. Ein Muß war der Besuch des Museumsneubaus, Einweihung 9.11.25 mit Bundespräsident Steinmeier, der „Little Berlin” greifbarer macht. Der gewaltige Neubau war erforderlich, weil jährlich fast 100.000 Besucher diesen mystischen Ort besuchen. Der Neubau gilt als Mahnmal an historischem Ort. Nach diesen großartigen Eindrücken ging die Reise weiter nach Bad Neualbenreuth, zum weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt, der seinesgleichen im näheren Umkreis nicht zu finden ist. Nicht um sonst war OTV am zweiten Adventswochenende vor Ort. Motto, Nachgefragt: „Märchenzauber in Neualbenreuth”. Mit weihnachtlichen Eindrücken und Tiroler Weihnachtsmusik im Bus, gings dann wieder Richtung Ensdorf.
Die Teilnehmer der Dreitagesfahrt der Ensdorfer Reservisten beim Halt auf der Feste Oberhaus in Passau. (Bild: Joachim Hantke)

Reservisten auf großer Dreitagesfahrt

Der Bus war ausgebucht, als die Ensdorfer Reservisten zum dreitägigen Besuch des Bayerischen- und Böhmerwalds aufbrachen. Nach der traditionellen Brotzeit in Bo-denmais wurden die Reservisten vom Technikpersonal der Arber-Bergbahn empfan-gen. Hier gab es ausführliche Infos zu Bergbahn, Beschneiung und Pistenraupen. Nach der Gondelfahrt auf den Großen Arber kehrten die Kameraden aufgrund schlechter Sicht in die Eisensteiner Hütte ein. Das zweite Ziel war der legendäre Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, der 2017 nach umfangreicher Sanierung zum schönsten Tourismusbahnhof Deutschlands gekürt wurde. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1877 wurde München mit Prag verbunden, für die damalige Zeit eine Touris-tenattraktion. Am zweiten Tag stand die Böhmerwaldtour auf dem Programm. Mit dem Besuch der Unesco-Weltkulturerbestadt Krummau mit dem Fluss Moldau erfüll-te sich ein Wunsch vieler Ensdorfer Mitfahrer. Krummau ist ein außergewöhnliches architektonisches Juwel mit Museen und Galerien, magischen Winkeln und umwer-fenden Aussichten. Auf der Rückfahrt nach Spiegelau durfte ein Halt beim Mol-daustausee mit dessen gewaltiger Staumauer bei Lypno nicht fehlen. Am dritten Tag erkundeten die Vilstaler die Dreiflüssestadt Passau. Mit beeindruckender Aussicht von der Feste Oberhaus spazierte man durch die engen Gassen entlang der Donau. Dem folgte ein Besuch des Stefansdoms mit einer anschließenden Flussrundfahrt auf Donau, Inn und Ilz. Auf der Heimreise gabs noch eine Einkehr auf dem Adlers-berg, ehe man gegen 20 Uhr in Ensdorf wieder zu Hause ankam.
V. li. Scharl Werner, Reichert Wolfgang, Hammer Peter, Krause Markus, Hammer Werner, Hantke J., Hammer Heiner, Henle Erich, Balk Reinhold. (Bild: Joachim Hantke  )

Krieger- und Reservistenverein Ensdorf bestätigt gesunde Finanzlage

Zur Jahreshauptversammlung des Krieger- und Reservistenverein im Gasthaus Dietz begrüßte Vorsitzender Joachim Hantke neben vielen Mitgliedern auch Bürgermeister Hans Ram. Er dankte seiner Vorstandschaft für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und Vereinswirt Herbert Dietz sowie dem Obst- und Gartenbauverein unter Federführung von Renate Kastl, der seit Jahrzehnten das Kriegerdenkmal in Ensdorf gärtnerisch betreut. Dem 1912 gegründete Krieger- und Reservistenverein Ensdorf gehören aktuell 55 Mitglieder an. Dem im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglied Georg Singer gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute. Vorsitzender Joachim Hantke berichtete über fünf Vorstandschaftssitzungen, in denen die anstehenden bzw. aktuellen Termine besprochen und über sie abgestimmt wurde. So um die Sicherung der Kriegerdenkmalfigur sowie Ausflugsfahrten. Teilgenommen haben die Krieger und Reservisten an der Bezirksversammlung, Fronleichnamsprozession in Ensdorf, am Jubiläumsfest der Edelweißschützen Wolfsbach, einem wehrpolitischen Vortrag und einem feierlichen Gelöbnis in Schmidmühlen. Die traditionelle Kriegsgräbersammlung an Allerheiligen erbrachte wieder fast 1000 Euro. (Bisher konnten insgesamt 11.000 Euro weitergeleitet werden!), Volkstrauertag, Festgottesdienst mit Ensdorfer Blaskapelle und anschließendem Frühschoppen, Drei-Tages-Fahrt nach Karlsbad, Prag und Erzgebirge, Tagesfahrt zu „Weihnacht im Wald” in Friedrichshäng, Gratulationen zu „runden Geburtstagen”. Reservistensprecher Heiner Hammer ergänzte dazu die Teilnahme am Gemeindeschießen in Wolfsbach. In der Vorstandssitzung im Januar 2025 wurde Wolfgang Reichert einstimmig zum neuen Beisitzer in die Vorstandschaft aufgenommen. Heuer haben die Krieger und Reservisten bereits unterstützend an den Christbaumversteigerungen der DJK Ensdorf und der Feuerwehr Wolfsbach teilgenommen. „Geplant ist für heuer eine Drei-Tagesfahrt vom 1. bis 3. August in die Wachau oder alternativ nach Spiegelau in den Bayerischen Wald als Basis für weitere Ausflüge. Dazu kommen noch die traditionellen, obligatorischen Termine im Laufe des Jahres”, so Vorsitzender Hantke. „und eine Tagesfahrt nach Deggendorf zum „schwimmenden Weihnachtsmarkt” wusste Reservistensprecher Heiner Hammer. Schatzmeister Werner Scharl konnte eine „gesunde Finanzlage” vermelden. Die Kassenprüfer Peter und Werner Hammer bescheinigten ihm „einwandfreie Kassenführung”. Die Versammlung entlastete einstimmig die Vorstandschaft. Nach der traditionellen Brotzeit hielt Reinhold Balk im vollbesetzten Gasthaus Dietz seinen sehr interessanten Vortrag „Der Raum Amberg und der kalte Krieg”. Der Redner hat als Beamter des Bundegrenzschutzes die Entwicklungen im „Kalten Krieg” und am „Eisernen Vorhang” hautnah miterlebt. Er sprach mit reicher Bebilderung über folgende Schwerpunktthemen: Aufmarschbzw. Angriffspläne des Warschauer Paktes, Verteidigung der Oberpfalz beginnend mit der Rolle des Grenzschutzes, Verteidigungsvorbereitungen und Planungen in der Oberpfalz und im Landkreis Amberg, militärische Einrichtungen während des Kalten Krieges im Landkreis Amberg, US-Armee in Amberg und der Oberpfalz sowie kuriose Flucht- und Todesfälle am Beispiel von OTL a. D. Dick, der am 18. 09. 1986 an der -CSSR-Grenze bei Mähring bei einer Grenzwanderung auf deutscher Seite durch aus der CSSR Flüchtende in einen Schusswechsel geriet und dabei tödlich verletzt wurde.

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