Gruppenfoto der Erstkommunionkinder Klasse 3b/3c (Bild: Monika Demmer)

„Ihr seid meine Freunde“ - Erstkommunion in Waldsassen 2026

Am 10. Mai 2026 war der große, heiß ersehnte Tag endlich da: 39 Kinder aus unserer Pfarrei durften zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen. Seit September bereiten sie sich nun mit 16 Tischmüttern darauf vor. Zum Thema „Ihr seid meine Freunde“ erklärte Pfarrer Dr. Thomas Vogl, wie wichtig Freunde im Leben eines Menschen sind. Mit einem guten Freund kann man nicht nur spielen und reden, sondern ihm auch vertrauen. Jesus möchte solch ein Freund sein für die Kinder und Erwachsenen. Das alte Wort für Freund, „Kumpel“, kommt vom spanischen Wort „Companero“. Es bedeutet, dass der Companero einer ist, der das Brot mit mir teilt. Genau solch ein „Kumpel“ will Jesus sein, einer, der sich im Brot verschenkt. Ein kleines Zeichen für die Freundschaft mit Jesus zeigte das kleine Freundschaftsbändchen, das Pfarrer Vogl für jedes Kommunionkind dabei hatte. Zum Taufversprechen kamen die Kommunionkinder dann mit ihren Kerzen, die vom Licht der Osterkerze entzündet wurden, nach vorne in den Altarraum. Die brennende Kerze und das Glaubensbekenntnis zeigt, dass das Licht Jesu, das Leben jedes Kindes erhellt und der Glaube an den Dreieinen Gott es stärkt und kräftigt. Zum Vater unser und zum Empfang der Heiligen Kommunion durften die Kinder dann wieder zum Altar kommen. Nach dem gemeinsamen Dankgebet und dem Mottolied „Ihr seid meine Freunde“ neigte sich der Festgottesdienst dem Ende zu. Musikalisch gekonnt umrahmt wurde die Festmesse vom Projektchor der 2. Klassen aus der Markgraf - Diepold Grundschule und dem neuen rhythmischen Chor unter der Leitung von Herrn Andreas Sagstetter. Am Nachmittag um 14.30 Uhr trafen sich alle noch einmal zur Dankandacht. Die Gemeinde-referentin Gertrud Hankl dankte mit einer Rose allen Tischmüttern, die viel Zeit investiert haben und einen langen Weg mit den Kommunionkindern gegangen sind, nicht nur mit dem eigenen Kind, sondern ihr Herz öffneten auch für die Kinder anderer Eltern. Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto ging es dann wieder nach Hause zum feierlichen Ausklang.
Der neu gewählte Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrei Waldsassen (Bild: Markus Scharnagl)

Vorstellung und Amtseinführung des neu gewählten Pfarrgemeinderat in Waldsassen

Anfang März wurde der Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrgemeinde Waldsassen neu gewählt. Insgesamt standen 18 Mitglieder zur Wahl, weitere Mitglieder wurden durch Stadtpfarrer Thomas Vogl berufen. Am vergangenen Sonntag wurde der neu gewählte Pfarrgemeinderat im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich in sein Amt eingeführt. Dabei wurde auch um Gottes Segen für die bevorstehende Arbeit gebetet. Pfarrer Thomas Vogl bedankte sich bei allen Frauen und Männern, die sich bereit erklärt hatten, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren und aktiv im Gremium mitzuarbeiten. In seiner Predigt betonte er, dass die Kirche der Zukunft noch stärker eine Kirche von und mit Ehrenamtlichen sein werde. Deshalb freue er sich über jede Form der Mitarbeit, über jedes Interesse und jedes Engagement. Gleichzeitig gehe es auch um Entwicklung und Erneuerung, bei der die Erfahrung der bisherigen Mitglieder wichtig sei, damit neue Mitglieder gut in die Aufgaben hineinwachsen können. In der konstituierenden Sitzung des Pfarrgemeinderates wurde Sabine Ernstberger zur Sprecherin gewählt. Maria Sagstetter und Udo Spandel übernehmen das Amt der stellvertretenden Sprecher. Zur Schriftführerin wurde Stefanie Riedl berufen, ihre Stellvertreterin ist Cornelia Heller-Trinks. Außerdem wurden verschiedene Sachausschüsse eingerichtet. Diese befassen sich mit den Bereichen Ehe, Beziehung und Familie; Kinder, Jugend, Schule und Erziehung; Feste feiern; Liturgie, Kirche und Arbeitswelt; Mission, Frieden, Schöpfung, Umwelt und Erntedank; Öffentlichkeitsarbeit; Freizeit, Tourismus und Erwachsenenbildung sowie Caritas und Altenarbeit. Ein besonderer Dank galt den ausscheidenden Mitgliedern des bisherigen Pfarrgemeinderates. Stefanie Siller war 16 Jahre lang Mitglied des Gremiums und zudem als Schriftführerin tätig. Gabi Schmid gehörte dem Pfarrgemeinderat vier Jahre an. Andreas Grillmeier, der dem Gremium weiterhin angehören wird, engagiert sich bereits seit 1999 im Pfarrgemeinderat und war seit 2002 dessen Sprecher.
Gruppenbild vor dem Geschändeten Heiland in der Basilika mit den Vertretern der Pfarrei Eger und den Ehrengästen. (Bild: Thomas Vogl)

75 Jahre Geschändeter Heiland in der Basilika Waldsassen

Unter großer Teilnahme der Bevölkerung wurde am Freitag, 6. Februar 2026, mit einer Andacht an die Ereignisse nahe dem heutigen Grenzübergang Svatý Kříž erinnert. Damals wollten tschechische Soldaten beim Abbrechen der Wallfahrtskirche „Zum Gegeißelten Heiland vo da Wies“ die Christusfigur eines Vortragekreuzes an einem Galgen baumelnd über einem Lagerfeuer verbrennen. Durch das Herabreißen vom Kreuz wurden ihm die Arme abgebrochen, so dass er auch als der „Christus ohne Arme“ bezeichnet wird. Der bay. Polizist Paul Hampel rettet beherzt den Corpus und dieser wurde dann in die damalige Stadtpfarrkirche gebracht, wo er seither besonders verehrt wird. Zur Gedenkandacht konnte Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl Pfr. Libor Buček zusammen mit Pfarrangehörigen aus Eger begrüßen, ebenso Pfr. Andreas Kraft von der Ev. Kirchengemeinde Waldsassen, Äbtissin Laetitia Fech mit dem Konvent, 1. Bürgermeister Bernd Sommer, Waldsassen und Landrat Roland Grillmeier aus Tirschenreuth. Auch eine Abordnung der Polizeiinspektion Waldsassen mit dem Dienststellenleiter Polizeihauptkommissar Harald Fuchs an der Spitze zählte zu den Ehrengästen. In seiner kurzen Ansprache verwies Stadtpfarrer Vogl auf die Wichtigkeit von Erinnerung, die für Gegenwart und Zukunft nötig ist. Die Aufgabe eines versöhnten Miteinanders bleibt angesichts der aktuellen Entwicklungen immer eine Herausforderung und Aufgabe. Wenn Christus keine anderen Arme und Hände hat als die unseren, dann sind wir verpflichtet, diese immer wieder neu entgegenzustrecken und zu reichen. Bürgermeister Sommer und Polizeihauptkommissar Fuchs mahnten in ihren Grußworten ebenfalls, angesichts der erschreckenden Tat einst und den Ereignissen heute Werte zu achten und sich mutig und aus christlichem Geist dafür einzusetzen. Die Andacht wurde in deutscher und tschechischer Sprache gemeinsam gefeiert und war so auch Ausdruck dessen, was über Jahrzehnte vor dem Geschändeten Heiland immer wieder erbeten wurde. Ursprünglich sollte die Andacht am Grenzübergang an der Stelle der damaligen Ereignisse gefeiert wurden, musste aber witterungsbedingt dann doch in die Basilika verlegt werden. Es soll jedoch zum Wallfahrtstag im September noch eine Feier am Gedenkort stattfinden. Dazu wird rechtzeitig informiert werden.

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