:Nach getaner Arbeit gabs für alle Kaffee und Kuchen zur Stärkung. (Bild: Maria Winter)

80 Kräuterbüschl wurden gebunden und gegen eine Spende konnten die Kirchenbesucher sie mitnehmen

Erfolgreich war auch heuer wieder die Arbeit von den Mitglieder des Katholischen Frauenbund (KDFB). Mit ihrer Vorsitzenden Claudia Rupprecht trafen sie sich im Hof von ihrem Mitglied Maria Bernhard in Steinach, um für den Großen Frauentag Kräuterbüschl zu binden. Die Frauen hatten eine riesige Anzahl von unter schiedlichsten Kräutern und Blumen aus ihren Gärten und aus den Fluren mitgebracht. Insgesamt fertigen sie 80 Kräuterbuschen an und nach getaner Arbeit gab es für alle Kaffee und Kuchen. Am nächsten Tag wurden sie in Körben für die beiden Gottesdienste an Maria Himmelfahrt bereit gestellt. In Döllnitz in der Expositurkirche St. Jakob 30 und in der Pfarrkirche St. Margareta in Leuchtenberg 50 Sträuße. Pater Jo Jovilla Kurian segnete die Blumengebinde und in der Predigt ging er auf die Bedeutung der Kräuterbüschel ein. Er dankte auch den KDFB-Frauen, die alljährlich sich diese Mühe machen und damit diesen kirchlichen Brauch aufrecht erhalten. Es sind mindestens sieben Kräuter in jedem Büschl, es können auch neun, 12, 14 oder 24 Kräuter sein, je nach Region ist das unterschiedlich und jede Zahl hat eine besondere Bedeutung. Nach dem Gottesdienst konnten die Kirchenbesucher die Gebinde gegen eine Spende mit nach Hause nehmen. So kam in Döllnitz der Betrag von 153 Euro und in Leuchtenberg 305 Euro zusammen. Der KDFB spendet die Summe den beiden Gotteshäusern zur Verwendung für den Kirchenschmuck.
Michaela Blattnig schaffte es, die Frauen zu stärken für die 2. Lebenshälfte. (Bild: Sieglinde Schärtl)

Lebensfroh und mutig sein

Das Pfarrheim in Leuchtenberg war vollbesetzt von Frauen nicht nur ab der Lebensmitte, sondern auch jüngere hatten sich eingefunden. Aus der Pfarreiengemeinschaft Leuchtenberg-Michldorf-Roggenstein waren die Interessierten gekommen zu dem Vortrag: „Ich verlieb mich neu ins Leben. Selbstbewusst und lebensfroh in die 2. Lebenshälfte.“ Eingeladen hatte der Katholische Frauenbund (KDFB) und Gymnastikgruppe Leuchtenberg und die Frauengruppe Döllnitz. Sehr begeisternd und realitätsnah stellte die Referentin Michaela Blattnig, von der Katholischen Erwachsenenbildung, die Schwerpunkte wörtlich und schriftlich an der Leinwand vor. „Wir sind der Nabel der Welt und das beginnt mit unserer Geburt und somit unsere 1. Hälfte mit Natur und Instinkt und wir funktionieren.“ Die 2. Hälfte ist ein Umbruch und auch Neubeginn. Wir sollen unser Wissen und die Unabhängigkeit geniessen und auch versuchen nicht mehr Jedermanns Liebling zu sein. Einen Freiraum schaffen zur selbstverständlichen Lebensgestaltung. Auch Rückschau auf das Vergangene zu halten, denn Erinnerungen sind wichtig. Auch hinterfragen, wofür setze ich mich jetzt ein, was habe ich gemeistert, was sind meine Stärken. Die Lebenserfahrungen weitergeben, niederschreiben und somit später für die Enkel erhalten. Wichtig ist, weiterhin lebensfroh und mutig zu sein, so der Appell der Referentin an die sehr aufmerksamen Zuhörerinnen. Bevor diese einstündige lebensbejahende Aufforderung begann, konnten sich alle bei einem sehr reichhaltigen Frühstück stärken. Nach dem ermutigenden Vortrag, mit den enormen Beispielen, denn jede fand sich hier bestimmt wieder, dankte KDFB- Vorsitzende Claudia Rupprecht der Referentin mit Blumen.
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