Der KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zum Bildungstag nach Brand eingeladen. Am Vormittag standen die Zisterzienser im Mittelpunkt, am Nachmittag „Heitere Geschichten aus dem Leben”.  (Bild: Peter Daschner)

Leben der Zisterzienser Thema beim KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz

Der KAB-Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zu einem Bildungstag ins Pfarrheim in Brand eingeladen. Zahlreiche Interessierte nahmen daran teil. Am Vormittag beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema „Auf den Spuren der Zisterzienser – Wie nachhaltig lebten und wirtschafteten sie?“. Referentin Martina Zanner, Projektmanagerin des Europäischen Kulturerbe-Siegels „Zisterziensische Kloster- und Kulturlandschaft im Stiftland“, stellte das jahrhundertelange Wirken des Ordens vor und schlug den Bogen zur heutigen Bedeutung von Nachhaltigkeit. Sie erläuterte, dass die Zisterzienser bei ihren Klostergründungen großen Wert auf Eigenwirtschaft legten. Dafür mussten sie die natürlichen Gegebenheiten der jeweiligen Region berücksichtigen. Im Stiftland führte dies vor allem zum Ausbau der Teichwirtschaft, die wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Ordens beitrug. Im Laufe der Zeit veränderten sich jedoch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Mönche mussten sich daher von einem ursprünglich einfachen und bescheidenen Klosterleben lösen. Diese Anpassungen waren notwendig, um den Fortbestand der Abtei zu sichern. Besonders deutlich wurde dies in der Barockzeit. Damals entstanden nicht nur repräsentative Klosteranlagen, sondern auch eine barocke Umgestaltung der gesamten Klosterlandschaft. Mit eindrucksvollen Bauwerken wurde unter anderem der Sieg der Gegenreformation und der Anspruch als reichsunmittelbares Kloster zum Ausdruck gebracht. Zum Abschluss ging die Referentin auf die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen sowie auf das internationale Netzwerk „cistercapes“ ein. Die Abtei setzt mit ihrem Kultur- und Bildungszentrum wichtige Impulse in der Umweltbildung. Zudem wurden durch das transnationale Netzwerk zahlreiche Wanderangebote geschaffen. Ziel ist es, das Erbe der Zisterzienser nachhaltig erlebbar zu machen und dessen Wirkung langfristig zu bewahren. Am Nachmittag sorgte Anni Lautenbacher aus Wunschenberg mit „Heiteren Geschichten aus dem Leben“ für beste Unterhaltung und viele Lacher. Der Bildungstag klang bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde aus.
Armesbergkirche: Frauen der KAB Immenreuth tragen Geschichten aus dem Leben Jesu vor. (Bild: Christine Sollfrank)

Armesberg: KAB-Rosenkranzandacht lädt zu Glaube und Gemeinschaft ein

Zur traditionellen Rosenkranzandacht im Monat Oktober begrüßte der Kulmainer KAB-Präses Markus Bruckner viele Mitglieder des KAB-Kreisverbands Kemnath-Marktredwitz, die von Parkplatz Mesnerhaus aus mit brennenden Kerzen den letzten Wegabschnitt zur Armesbergkirche pilgerten um im Rosenkranz-Gebet Antworten auf die großen Sinnfragen des Lebens zu finden. In fünf kurzen Abschnitten erzählten Frauen der KAB Immenreuth Geschichten aus dem Leben Jesu. Die Geschichten berichten von ihm als Mutmacher, der Menschen glücklich macht, von der Begegnung mit Schriftgelehrten im Tempel, von der Gastfreundschaft im Hause des Zöllners Zachäus und von seiner Botschaft des Reiches Gottes mit der physischen Speisung der vielen Menschen, denen er vorher die geistige Nahrung vom Reich Gottes gab. Jede Erzähleinheit endete mit einem Impuls und konkreten Beispielen für den Alltag: Wie Gemeinschaftsfeiern das Miteinander stärken, wie Begegnungen mit Ausgegrenzten zum Nachdenken anregen und wie das Teilen von Brot und der Segen Gottes auch heute noch brüchige Strukturen stärkt. Die Texte betonten, dass der Glaube kein abstraktes Phänomen bleibt, sondern Handeln fordert: Mut zum Zeugnis geben, Sorge füreinander und die Bereitschaft, mit anderen zu teilen. Das Rosenkranzgebet mit den jeweiligen Gesätzen beteten die Gläubigen gemeinsam. Das Abschlussgebet mit dem anschließenden Segen, der von Pfarrer Markus Bruckner gespendet wurde, fasste den Gottesdienst in eine prägende Botschaft zusammen: Wir Christen sollen mutig Zeugnis von der Existenz Gottes und seinem Evangelium geben, wir sollen unsere Talente positiv für das Gemeinwohl einsetzen, das Licht der Welt und das Salz der Erde sein – heute mehr denn je. Der Rosenkranzabend erinnerte auch daran, dass religiöse Praxis mehr als persönliche Frömmigkeit ist: Sie ruft zur aktiven Gestaltung eines gerechten Miteinanders auf. Mit wunderschönen Marienliedern untermalten Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors Immenreuth unter der Leitung von Michael Scherm die Rosenkranzandacht.

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