Vorsitzender Dominik Wild erklärte an Hand von Schautafeln und einer Schaubeute das Leben der Bienen. (Bild: Martin Müller)

Imkerverein feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest am Koppelberg

Trotz der schlechten Wetterprognose war das Fest zum 100-jährigen Bestehen des Imkervereins Luhe-Wildenau ein großer Erfolg. Gab es Mittags noch ein kräftiges Gewitter, so konnte doch pünktlich um 14 Uhr am Festplatz vor der Nikolauskirche gestartet werden. Spätestens nach einigen Regentropfen am Nachmittag, kamen die Besucher dann in großer Zahl. Die Kinder tobten sich in der Hüpfburg aus und die Eltern genossen Kaffee und Kuchen. Die Gärtnerei Steinhilber aus Rothenstadt informierte über Insektenfreundliche Gewächse und bot diese zum Kauf an. Interessantes über Wald und Wild erklärte Jäger Jürgen Lehnert. Gerne angenommen wurde der Verkaufsstand des Imkervereins mit Honig und Bienenprodukten. Vorsitzender Dominik Wild führte immer wieder Gruppen zum nahegelegen Bienenstand. Dort waren neben 20 Bienenvölkern auch Informationsstände und extra angeschaffte Schaubeuten zu besichtigen. Das Leben der Honigbiene im Jahresverlauf erklärte Wild den sehr interessierten großen und kleinen Besuchern. Auch einige benachbarte Imkervereine schauten zu diesem seltenen Jubiläum vorbei. 1926 wurde der Verein als „Bienenzuchtverein Rothenstadt-Luhe und Umgebung” von elf Imkern gegründet. Im letzten Jahr erfolgte die Umbenennung in „Imkerverein Luhe-Wildenau” da nahezu alle Mitglieder von hier sind und ihre Völker im Gemeindebereich bewirtschaften. Es war ein Glücksfall, dass einige sehr aktive Jungimker zum Verein gestoßen sind und sogleich Verantwortung übernommen haben wie Vorsitzender Dominik Wild. Nach dem Krieg waren es 40 Mitglieder und 1970 noch 27 Imker, die aber 300 Völker bewirtschafteten. Heute zählt der Verein noch zwölf Mitglieder mit 80 Völkern aber aufsteigender Tendenz, denn einige Besucher zeigten starkes Interesse an eigenen Bienenvölkern.
Imkerverein Luhe-Wildenau (Bild: Martin Müller)

Jahreshauptversammlung der Imker

Ehrungen und eine Namensänderung standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Imkervereins. Die Imker wollen unter ihrem Vorsitzenden Dominik Wild die Öffentlichkeitsarbeit verstärken und der Bevölkerung die Arbeit mit den Bienen näher bringen. Auch soll besser für heimischen Honig geworben werden, den auch die Neuimker bereits anbieten. Beschlossen wurde eine Beitragsanhebung, um Rücklagen bilden zu können, damit vereinseigene Imkergeräte angeschafft werden können. Dankbar ist man über eine Spende von 300 Euro von der Volks-und Raiffeisenbank Luhe, um Info- und Lehrmaterial für Kinder anschaffen zu können. Winterverluste sind bisher nicht aufgetreten. Das kann sich aber bis zum Frühjahr noch ändern. Das Totengedenken galt Ehrenmitglied Andreas Baumgärtner aus Irchenrieth, der im Oktober verstorben ist. Die 13 Mitglieder bewirtschaften zur Zeit 70 Völker. Der Verein kann 2026 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Bis dahin will man sich ein geeignetes Programm einfallen lassen. 1926 wurde der Verein von 11 Mitgliedern als „Bienenzuchtverein Rothenstadt und Umgebung“ aus der Taufe gehoben. Nach dem Krieg waren es sogar 47 Mitglieder mit zeitweise 300 Völkern. Zwischenzeitlich sind nahezu alle Mitglieder aus Luhe und Oberwildenau, so dass einstimmig eine Namensänderung in „Imkerverein Luhe-Wildenau“ beschlossen wurde. Mit der Verdienstnadel in Gold und der Ehrenmitgliedschaft wurde Christian Baumgärtner für sein 20-jähriges Wirken als Vorsitzender und über 50 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Martin Müller wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft mit der Verdienstnadel in Silber geehrt. Als Neumitglied konnte Alexander Möstel aus Oberwildenau gewonnen werden. Er ist Pflegedienstleiter im Seniorenheim Sankt Michael in Weiden und will dort einen Teil seiner Völker zusammen mit den Bewohnern bewirtschaften. Eine interessante und lobenswerte Initiative.

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