Frauenbundvorsitzende Silke Singer (5.v.r.) überreichte im Beisein von Pfarrer Udo Klösel (li) und der Vorstandschaft an HvO-Leiterin Corinna Völkl (4.v.l.) einen Spendencheck in Höhe von 1000 Euro. (Bild: Silvia Völkl)

Ein starkes Zeichen der Nächstenliebe: 1.000 Euro für die Helfer vor Ort in Eslarn

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Eslarn hat erneut ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Gemeinde gesetzt. Im Rahmen einer Spendenaktion konnte die Vorstandschaft des örtlichen Frauenbundes 1.000 Euro an die Helfer vor Ort Eslarn übergeben. Die Spendensumme stammt aus den Erlösen des traditionellen Fastenessens sowie dem Verkauf von Palmbüscheln und Palmartikeln am Palmsonntag vor der Kirche. Bereits bei der Eröffnung des Fastenessens kündigte die Vorsitzende Silke Singer vom KDFB im Beisein von Pfarrer Udo Klösel an, dass die Vorstandschaft großen Wert darauf gelegt habe, die Einnahmen im Ort zu belassen und damit direkt lokale ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Die offizielle Spendenübergabe fand im Rahmen einer Versammlung des Frauenbundes im Pfarrheim „Sankt Marien“ statt. Dabei wurde Corinna Völkl, Leiterin der HvO-Ortsgruppe, ein Spendenscheck überreicht. Die Höhe von 1.000 Euro blieb bis zu diesem Moment ein Geheimnis, sodass die Überraschung und Freude für HvO-Leiterin Corinna Völkl umso größer war. Wie die HvO-Leiterin erklärte, wird die Spende für den Unterhalt des HvO-Standorts in Eslarn sowie für das Einsatzfahrzeug verwendet, das vollständig durch Spenden finanziert wurde. Die Unterstützung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: In den vergangenen Monaten mussten unter anderem ein Motorschaden sowie Defekte an der Sondersignalanlage des Fahrzeugs behoben werden. Im Namen der Helfer vor Ort zeigte sich Völkl nicht nur dankbar für die finanzielle Unterstützung, sondern wertete die Spende als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit. Jeder kann einmal die Hilfe der HvO benötigen, waren sich alle einig. Gleichzeitig wurde deutlich, was beide Organisationen verbindet: Sowohl der Frauenbund als auch die HvO-Gruppe engagieren sich unentgeltlich für das Wohl der Gemeinschaft – sei es durch soziale Veranstaltungen oder durch schnelle Hilfe in Notfällen.
Notfallsanitäter Marco Rappl und HvO Corinna Völkl erklärten den Zuhörern anschaulich in Theorie und Praxis die Herz-Lungen-Wiederbelebung und den Einsatz eines AED. (Bild: Karl Ziegler)

Ersthelfer vor Ort und drei in Eslarn öffentlich zugängliche Defibrillatoren helfen Leben retten

In der Marktgemeinde Eslarn stehen der Bevölkerung drei zentral platzierte und öffentlich zugängliche automatisierte externe Defibrillatoren (AED) zur Verfügung. Die Geräte befinden sich am Hintereingang des Sportzentrums, bei der Sparkasse sowie am Feuerwehrhaus. Mit den AED kann im Notfall wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und der BRK-Helfer überbrückt werden. Um die Bevölkerung im sicheren Umgang mit den lebensrettenden Geräten zu schulen, fand auf Einladung der Quartiermanagerin Petra Brenner und der Ersthelferin vor Ort (HvO) Corinna Völkl eine kostenlose Einweisung im TSV-Sportheim statt. Als Referent konnte der erfahrene Notfallsanitäter und Dozent im Rettungsdienst, Marco Rappl aus Moosbach, gewonnen werden. In seinem Vortrag erklärte Rappl die Funktionsweise eines AED und verdeutlichte die Bedeutung einer schnellen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. „Nach drei bis fünf Minuten ohne Wiederbelebung kann es bereits zu schweren Hirnschäden kommen“, betonte der Referent. Daher sei es entscheidend, umgehend den Notruf abzusetzen und bei Herzstillstand mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Anhand praxisnaher Beispiele wurde der richtige Ablauf bei einem Notfall erläutert: Überprüfung von Bewusstsein und Atmung, sofortige Herzdruckmassage bei Atemstillstand sowie der unterstützende Einsatz eines AED. Der Referent wies darauf hin, dass der Defibrillator die Wiederbelebung nicht ersetzt, jedoch die Überlebenschancen deutlich erhöht. Durch klare Sprachanweisungen leite das Gerät die Helfenden sicher durch alle notwendigen Schritte. Der AED sagt dann genau an, wann Herzdruckmassagen durchzuführen sind oder wann die Hände zu entfernen sind, weil ein Stromstoß abgegeben wird. „Die Herzdruckmassage wird dann so lange durchgeführt, bis der Rettungsdienst eintrifft oder man sich mit einer zweiten Person abwechseln kann.“ Im Anschluss an den theoretischen Teil konnten die Teilnehmenden an einer Übungspuppe die Herz-Lungen-Wiederbelebung trainieren und den Umgang mit einem Übungs-Defibrillator praktisch erproben. Dabei wurde deutlich, dass die Anwendung eines AED auch für medizinische Laien problemlos möglich ist. Da das Schulungsangebot nur von einer kleinen Teilnehmerzahl wahrgenommen wurde, ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zur Terminabstimmung telefonisch unter 09653/92070 oder per E-Mail an pbrenner@eslarn.de anmelden.

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