Die diesjährigen Erstkommunionkinder mit Gemeindereferentin Kerstin Wallmayer (vorne) gestalten ihr Adventsfenster. (Bild: Sonja Sczech)

Advent im Dorf in Flossenbürg: Kinder und Frauenbund gestalten jeweils ein Adventsfenster

Nach dem Auftakt vor der evangelischen Kirche in der ersten Adventswoche versammelten sich in den letzten beiden Wochen erneut viele Flossenbürger Gläubige beider Konfessionen zum Advent im Dorf. Am 10. Dezember luden die sechs Erstkommunionkinder zusammen mit ihren Familien zur Öffnung ihres Adventsfensters ein. Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer hatte zusammen mit ihnen ein Fenster des katholischen Pfarrhofs gestaltet. Fast 70 Leute, unter ihnen viele Kinder und auch die beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Wilfried Römischer und Pfarrer John Subash Vincent, nahmen mit Kerzen in den Händen an der Andacht im Kirchhof teil. Die Kinder hatten das Thema „Herzens-Tür” gewählt: Jeder ist eingeladen, die Tür seines Herzens zu öffnen, für das Kommen Jesu und sein Licht, für seine Mitmenschen und das Gute in der Welt. Am darauffolgenden Mittwoch war erneut im Kirchhof der katholischen Kirche Treffpunkt. Das letzte Adventsfenster in diesem Jahr wurde vom Katholischen Frauenbund ausgerichtet. Es führte die auch dieses Mal zahlreich erschienenen Gläubigen zur Heiligen Familie. Diese zeigt uns, dass das größte Licht oft im Kleinen beginnt, sie kann Vertrauen, Hoffnung und Mut schenken für unsere Familien heute. Das gemeinsame Singen und Beten wurde musikalisch von Sophia und Lukas Erndt am Piano begleitet. Die beiden Andachten luden die Teilnehmenden dazu ein, einen Moment zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen in den oft hektischen Tagen der Vorweihnachtszeit. Zugleich nutzten alle die Gelegenheit, jeweils im Anschluss an das Gebet noch bei Glühwein, Punsch, Tee und Gebäck zu verweilen, sich zu unterhalten und gemeinsam zu lachen. So war der überkonfessionelle Advent im Dorf auch dieses Jahr ein rundum gelungenes gemeinsames Angebot der beiden Kirchengemeinden, an dem an allen Terminen außerordentlich viele Menschen teilnahmen.
Am neu errichteten Holzkreuz im Friedhof in Floß segnete Pfarrer Wilfried Römischer die Gräber und die Gläubigen, die ihren verstorbenen Angehörigen gedachten. (Bild: Fred Lehner)

Gläubige in Floß und Flossenbürg feiern Ewigkeitssonntag

Die evangelischen Kirchengemeinden St. Johannes Baptista in Floß und St. Pankratius in Flossenbürg feierten mit Pfarrer Wilfried Römischer den Ewigkeitssonntag. Eine Tradition, die der Geistliche nicht untergehen lässt und auch von den Gläubigen angenommen wird. Die Gottesdienste mit Beichte und Abendmahl standen unter dem Bibelwort: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Ja, wer an mich glaubt, wird nicht sterben, niemals mehr sterben” (Johannes 11.25). Der Pfarrer entzündeten Lichter der Hoffnung und predigte Gottes Wort aus der Heiligen Schrift. Dann beschenkte er die Gläubigen mit dem Heiligen Mahl. Nach den Gottesdiensten zogen die Trauerzüge von den Kirchen mit Kreuz und Pfarrer zu den Friedhöfen, wo die letzten Ruhestätten der Verstorbenen durch die Angehörigen besucht wurden. Ein besonderes Gedenken galt den Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres. Im Friedhof in Floß intonierte der Posaunenchor mit Leiter Jonatan Bär, der vorher mit dem Kirchenchor unter Kanzor Andreas Kunz den Gottesdienst musikalisch gestaltete: „Ich bete an dichg Macht der Liebe „. Am neuen Holzkreuz, wo nach Auflassung einer Gruft Gebeine im Friedhof bis 1818 bestattet wurden, betete Pfarrer Wilfried Römischer für die seit dem letzten Ewigkeitssonntag 2023 bis heute verstorbenen neun Frauen und acht Männer. Den Friedhof bezeichnete Römischer als einen Ort der Versöhnung. Die Trauerfeier endete mit dem Vaterunser, Segen und Choral des Bläserchores” Jesus, meine Zuversicht”.

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