Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Weidener Freibad Schätzlerbad in das Epizentrum des nationalen Fünfkampf-Nachwuchses und der Masters-Klassen. Bei durchwachsenen Temperaturen kämpften die besten Athletinnen und Athleten des Landes bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Biathle und Triathle um die begehrten Titel. Für viele Teilnehmer ging es dabei um weit mehr als nationales Edelmetall: Das Rennwochenende galt als die entscheidende Qualifikation für die bevorstehenden Europameisterschaften Ende Juni auf Madeira.
Bei einem unangekündigten Besuch der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) wurden sechs Teilnehmende getestet.
Das eingespielte Organisationsteam um den Deutschen Verband für Modernen Fünfkampf (DVMF), den bayerischen Landesverband und den lokalen Ausrichter TEAM OBERPFALZ e.V. unter der Leitung von Pierre Jander bot gewohnt professionelle Bedingungen. Das weitläufige Areal des Schätzlerbades mit seinem Natursee und der anspruchsvollen Laufstrecke forderte den Sportlern konditionell alles ab.
Samstag: Biathle-Spezialisten im Lauf- und Schwimmrausch
Der erste Wettkampftag stand ganz im Zeichen des Biathles – der dynamischen Kombination aus Laufen, Schwimmen und abschließendem Laufen.
• Herausfordernde Strecke: Die Athleten mussten je nach Altersklasse unterschiedliche Distanzen bewältigen. Die Spitzenklassen (Senioren) absolvierten zweimal 800 Meter auf dem befestigten Naturweg, unterbrochen von einer 200-Meter-Schwimmstrecke im Schätzlerbad-See.
• Taktische Wechsel: Besonders in den Wechselzonen entschied sich so manches Rennen. Der abrupte Rhythmuswechsel vom staubigen Geländelauf hinein in das kühle Nass und der anschließende finale Sprint verlangten den Startern maximale Anpassungsfähigkeit ab.
• Spannende Staffel-Entscheidungen: Am Nachmittag rundeten die packenden Biathle-Mixed- und Gender-Staffeln den Tag ab, bei denen das heimische Publikum die Teams lautstark im Zieleinlauf auf dem roten Teppich nach vorne peitschte.
Sonntag: Präzision und Nervenstärke beim Triathle
Am zweiten Wettkampftag stieg die Komplexität noch einmal deutlich an. Beim Triathle wurde das bewährte Profil um das Element des Laserschießens erweitert. Die Athleten absolvierten hierbei dynamische Runden aus Schießen, Schwimmen und Laufen im fliegenden Wechsel.
• Nervenkrieg am Schießstand: Unter hoher Pulsbelastung mussten die Sportler am Laserschießstand fünf grüne Lampen treffen, bevor sie den Weg in den See antreten durften. Fehlschüsse bedeuteten wertvollen Zeitverlust.
• Medaillenregen und EM-Tickets: Am späten Sonntagnachmittag zog die Wettkampfleitung ein rundum positives Fazit. Die Zuschauer im gut gefüllten Schätzlerbad erlebten hochklassigen und fairen Sport. Auch der Präsident des Stadtverbandes für Leibesübungen Reinhard Meier, welcher an beiden Tagen die Veranstaltung besuchte zeigte sich erfreut darüber, dass solch eine Veranstaltung in Weiden stattfindet. Für die frischgebackenen deutschen Meisterinnen und Meister beginnt nun die unmittelbare Vorbereitung auf die kontinentalen Titelkämpfe in Portugal.
Der Weidender Verein Team Oberpfalz trat mit 22 Teilnehmenden im Alter von 6 bis 59 Jahren an und stellte damit die größte Nachwuchsgruppe. Der Verein konnte sich in den beiden Einzeldisziplinen insgesamt 15 Titel holen.