Die aus Bayern stammende Songwriterin Lener ist eine überraschende Neuentdeckung. Am Donnerstag, 19. Februar (20 Uhr), präsentiert sie - im Duo - ihre Songs in der Reihe „Klein & Kunst zu Gast in der Sünde” im Ring-Kino. Lener blickt durch den Lärm der modernen Welt auf das tiefe und teils banale Wesen der Dinge. Ruhig dechiffriert sie die Träume ihrer Freundinnen und Kommilitonen, in Münchner Cafés und Clubs gesammelte Mosaike aus Selbstgesprächen einer Generation zwischen Optimierung und Punk. Ihre Outsider-Position ist selbst gewählt und eine klassische Perspektive der Lyrik: zwischen allen Stühlen, als stoische Beobachterin vor kollabierenden Gitarrenwänden. Ihre Stimme rollt über die Riffs wie ein langsam aufziehendes Gewitter, zwischen Barnetts Lässigkeit und Patti Smiths fiebriger Unruhe. Die Melodien taumeln zwischen Erschöpfung und Trotz, die Texte sind Skizzen auf zerknülltem Papier – rau, unfertig, ehrlich. Karten an der Abendkasse.