Es ist nicht das erste Mal, dass sich ausländische Studierende der OTH neben ihrem Studium hier auch in lokalen Organisationen und Vereinen betätigen.
Auch in diesem Semester haben sich wieder vor allem Studentinnen aus Indien gemeldet, die sich im Rahmen ihres Studienprogramms „Service Learning“ über 80 Stunden bei amnesty international in Weiden engagiert haben. Mit den Mitgliedern der Weidener Gruppe haben sie sich mehrfach zusammengesetzt, sich informiert, diskutiert und schließlich sogar beim diesjährigen Briefmarathon mitgearbeitet. Sie haben auf Verletzungen der Menschenrechte in aller Welt hingewiesen und Unterschriften bei ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen an der OTH in Weiden und in Nürnberg gesammelt. Vor über 400 Schülerinnen des Elly-Heuss-Gymnasium haben sie im Rahmen der dortigen „Verfassungsstunde“ auf diese Sachverhalte hingewiesen und auch dort der Aktion Briefmarathon einen deutlichen Motivationsschub verliehen. Am alljährlich wiederkehrenden Tag der Menschenrechte (10. Dezember) haben sie zusammen mit anderen engagierten Weidenern von Weiden ist bunt und den Omas gegen Rechts auf dem Macerataplatz und am Unteren Tor die Anliegen dieses Tages der Öffentlichkeit nahegebracht. Ein Besuch in der Straße der Menschenrechte in Nürnberg und in der Gedenkstätte Flossenbürg gehört ebenso zum Programm. Neben diesen öffentlichen Aktionen liegt der Sinn dieses Programms auch in den Begegnungen mit Menschen aus der Region. In Gesprächen im privaten Raum kommt man sich dabei natürlich näher. Unweigerlich werden dabei auch Fragen nach den Essgewohnheiten berührt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich bei einem gemeinsamen Kennenlernen der indischen Küche Genuss und Heiterkeit entwickeln vor allem, wenn bei der Schärfe der Gewürze die nötige Toleranz den Geschmack bestimmt. Ob davon auch etwas in den Berichten steht, die die Studierenden verfassen müssen?