Eine stattliche Zahl von Leuten besuchte mit dem OWV Nabburg die 770-Jahrfeier des Marktes Neuhof a. d. Zenn in Mittelfranken und das 70-jährige Jubiläum des Schäfervereins Rothenburg, Aischgrund u. Umgebung. Mit an Bord waren Schäfer vom Oberpfälzer Schäferverein. „So viele Schäferinnen und Schäfer habe ich noch nie gesehen!“ staunte eine Besucherin, als sie beim Einzug der Vereine mit ihren Fahnen in die Kirche erblickte. Pfarrerin Bianca Jakoby predigte über den Psalm 23 und die Aufgabe des guten Hirten. Am Ende des eindrucksvollen Gottesdienstes übergab der Vorstand des Jubiläumsvereins die Fahnenbänder an die Gastvereine. Flotte Marschmusik kündigte den Festzug an. Voraus in der Pferdekutsche die Bürgermeisterin Claudia Wust, die bayerische Wollkönigin Franzi II. und Dr. Mendel, Vorsitzender der Bayerischen Schafhalter, dann die Schäfervereine mit ihren Abordnungen, dazwischen alt-ehrwürdige Traktoren, sowie Musikkapellen und am Ende Schäfer Florian Hirsch mit 300 Coburger Fuchsschafen, den Altdeutschen Schäferhunden Dorle und Prinz, Jonas Gebhardt mit Hund Chira bildete den Abschluss. Ein toller Festzug, der die dichtgedrängten Zuschauer begeisterte. Bürgermeisterin Claudia Wust begrüßte alle Ehrengäste, wünschte dem Vorsitzenden des Jubelvereins Norbert Egelseer weitere erfolgreiche Jahre und eröffnete das Fest. Mit Lammbraten und Klöß, Steckerlfisch, Leberkässemmeln, Lammburger, gebratenen Kochbananen, Wildbratwürsten konnten die Besucher ihren Hunger stillen, selbstverständlich gab es Kaffee und leckeres Gebäck, sogar frische Melonen, Wasser, Limo, Bier, Federweißer und Säfte, alles aus der Region. Alles rund ums Schaf und Imkerei fand sich in der Markthalle, vom Pullover bis zum Filzpantoffel, vom Honig über Kerzen zum Propolis konnte erworben werden. Der Schmied stellte Schippen her, Schafe wurden geschoren, Wolle wurde gesponnen und gestrickt. Beim Hüten am Kolmberghang beantwortete der Schäfer viele Fragen. Gestreichelt und gefüttert wurde am Pferch, das unbenannte Schaf bekam den Namen Ida. Ein knackiger, nicht so geplanter Aufstieg zum Kolmbergplateau bot eine wunderbare Aussicht über das Zenntal. Mit vielen Eindrücken im Gepäck reiste die OWV Gruppe nach Nabburg zurück.