Fünf Reviere, 160 Nistkästen und gut 20 Kilometer unterwegs im Wald, so liest sich die alle Jahre wiederkehrende Betreuungsmaßnahme der heimischen Vogelwelt durch Mitglieder des OWV Nabburg. Oftmals ist es schon beschwerlich, die rund um die Stadt Nabburg verteilten Vogelnistkästen zu erreichen. Überwuchernde Waldwege, durch Windbruch kreuz und quer liegende Bäume und vor allem das am Boden dahin kriechende Dornengestrüpp machen ein Vorwärtskommen im Wald manchmal zu einem wahren Kraftakt. Zu dem tragen die Vogelbetreuer eine Leiter, allerlei Werkzeug, Ersatzteile und neue Nistkästen für notwendigen Reparaturarbeiten oder Austausch maroder Kästen mit sich. Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Reinigen der Nistkästen und Protokollieren der jetzt bereits abgeflogenen Vogelarten. Dies lässt sich durch die Beschaffenheit des Kasteninhaltes bestimmen. Überwiegend brüten verschiedene Meisenarten und auch Klaibervögel über den Sommer in unserer Gegend ihr Gelege aus. Bei der Sichtung des Kasteninhalts ist Vorsicht geboten. Zum einen werden Wartungs- und Reinigungsarbeiten durchaus in größerer Höhe mit Hilfe der mitgeführten Leiter vorgenommen. Zum anderen haben auch schon mal Wespen und Hornissen in den leeren Nistkästen Quartier bezogen. Zur Begegnung der besonderen Art kommt es dann, wenn Fledermäuse die leeren Kästen als Tagesquartier nutzen. Hier findet man schon mal bis zu 20 Stück dicht gedrängt schlafend vor. Diese lassen sich dann durch die Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten nicht im Geringsten stören. Leider muss man für das ablaufende Jahr feststellen, dass von der heimischen Vogelwelt gegenüber den letzten Jahren eine Mehrzahl an den Nistkästen nicht genutzt wurde.