Die Siedlergemeinschaft bemüht sich um eine neue Vorstandschaft. Sabrina Rieger kann das Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen und ihr Stellvertreter Karlheinz Krist steht nach 18 Jahren nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.
Die Frage nach der künftigen Vereinsführung stand daher im Mittelpunkt der anstehenden Jahreshauptversammlung, zu der Sabrina Rieger die Mitglieder in einer schriftlichen Stellungnahme wissen ließ, dass sich vor allem aus gesundheitlichen Gründen ihr Leben verändert hat und sie die Aufgaben einer Vereinsführung nicht mehr wahrnehmen könne. In einem kurzen Rückblick auf drei Jahre Vereinsgeschehen erwähnte Karlheinz Krist vor allem das Ausleihen von Geräten des Vereins und das erfolgreiche Fest am Mehrgenerationenpark. Er beklagte den Vandalismus am dortigen Gebäude der Siedler, der zu polizeilichen Ermittlungen geführt habe. Seitens der Revisoren bescheinigte Hubert Schmidt Kassenverwalter Werner Trummer eine erneut exakte Kassenführung. Mit kritischen Anmerkungen hatte Trummer bedauert, dass der größte Teil der Mitgliedsbeiträge an den Dachverband abzuführen sind.
Im Siedlergebäude und dessen Umfang sah dritter Bürgermeister Thomas Riedl eine Aufwertung des Generationenparks und wertete die Sprühaktionen am Gebäude als „jugendliche Dummheit“. Als „altehrwürdigen Verein“ bezeichnete Peter Teschke die Siedlergemeinschaft und stellte eine Verbindung her zum Entstehen der Kalvarienberg Siedlung. Als tolle Sache wertete der stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes das Verleihen von Geräten und die Heizölsammelbestellungen und sprach von toller Stimmung bei deren Festlichkeiten am Vereinsheim. Er bescheinigte der Gemeinschaft: „Ihr gehört zur Stadt, ihr werdet gebraucht.“ Die anstehenden Neuwahlen wurden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Stadtverbandsvorsitzender Michael König bezog sich auf gesetzliche Vorgaben und deutete Ideen und Gespräche zur Lösung der Vorstandsfrage an.
Die Führung des Vereins lag über Jahre in Familienhand. Als Gründungsvorsitzender wirkte Andreas Lutz von 1952 bis zu seinem Tod im März 1984. Die Nachfolge trat bis 2017 Schwiegersohn Werner Höppel an. Er folgten Marcus Gradl und ab April 2023 Sabrina Rieger.