Die Berufsfachschule für Pflege am Klinikum St. Marien Amberg hat auch dieses Jahr wieder das 2-wöchige Projekt „Schüler leiten eine Station“ durchgeführt. Ziel des Projekts ist es nicht nur praktische Erfahrungen zu sammeln, sondern vor allem berufliche Handlungskompetenz zu erreichen. Die Auszubildenden lernen hier, wie der Alltag auf Station funktioniert und übernehmen alle Tätigkeiten einer examinierten Pflegefachkraft auf Station. Dazu gehören neben der Versorgung der Patienten auch organisatorische Tätigkeiten wie beispielsweise die Teilnahme und Ausarbeitung von Visiten. „Natürlich schaut uns dabei immer jemand über die Schulter“, erklären Jonas, Belinda, Antonia, Samia, Katja und Luisa. In diesem Jahr beteiligt sich die Station F3 am Projekt. Auch für die Pflegefachkräfte auf der Station ist es eine tolle Erfahrung zu sehen, wie bei den Auszubildenden das Selbstvertrauen und Verantwortung für ihre Tätigkeiten wachsen.
„Wir sind alle im 3. Ausbildungsjahr und haben dadurch schon ein fundiertes Wissen, trotzdem waren die ersten Tage stressig und es hat gedauert, bis man einen Rhythmus gefunden hat. In der Praxis ist es einfach doch etwas anderes. Mittlerweile sind wir aber ein richtig eingespieltes Team und es macht Spaß“, erklärt eine Auszubildende. Weiterhin berichten die Auszubildenden von ihren Tätigkeiten, wie zum Beispiel die tägliche Übergabe, bei der im Team der benötigte Pflegebedarf aller Patienten und die Unterstützung bei der medizinischen Versorgung besprochen werden.
Insgesamt 22 Auszubildende der Berufsfachschule nehmen am Projekt teil und sollen dadurch einen realistischen Eindruck von der Arbeit auf Station bekommen. Die fachliche und soziale Kompetenz wird im „Echtbetrieb“ geübt. Die Berufsfachschule für Pflege bereitet die Schüler im Vorfeld intensiv auf das Projekt vor. „Die Kommunikation untereinander ist ein ganz wichtiges Thema im Pflegeberuf und jeder kann von jedem lernen“, so Gabriela Fritz-Blendinger, die stellvertretende Schulleiterin. „Aus diesem Grund reflektieren wir die zwei Wochen im Nachgang intensiv, denn im gegenseitigen Erfahrungsaustausch und im geschützten Rahmen lernen die Auszubildenden am meisten.“