In der Jahreshauptversammlung des AK Hist. Handwerk Tirschenreuth konnte Herbert Konrad eine Fülle von Aktionen seit März 2025 Revue passieren lassen. So wurden Bierfässer hergestellt, Bottiche, Besteckfässchen. Besonders galt es, die historischen Maschinen zu pflegen und instand zu halten. Bei besonderen Veranstaltungen stellten wir unsere Produkte vor. Zum Beispiel im Oberpfälzer Freilandmuseum, beim hiesigen Oberpfalztag in Tirschenreuth, bei der Übergabe von Sitzbänken an das Seniorenheim Fuchsmühl und der Caritas, beim Ausbuttern in Fuchsmühl. Bis zu 500 Besucher geleiteten wir durch unser „Schaudepot“ und zeigten die Arbeitsvorgänge zur Herstellung eines Bierfasses. Zu Gast waren einige Vereine, Kollegen der Polizei oder die handwerksaffinen Eisenbahner aus Weiden. Am Stiftlandtag in der Handwerkerscheune wurde neben Führungen auch eifrig gehämmert. Wer die wenigsten Schläge für den längsten Nagel, 32 cm lang, benötigte bekam einen Preis. Auch Kinder übten kräftig mit kleineren Nägeln. Drei Herren aus dem Raum München machten sich bei ihrem sogenannten Männerevent daran, eigenhändig einen nach oben offenen Holzbottich herzustellen. Nach drei Tagen harter Arbeit freuten sich über ihr Produkt und zeigten sich erfreut, dass so etwas hier möglich ist. Im April wagten sich 5 Teilnehmer ans Bierfassbinden. Ein Highlight wurde die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Beim Ferienprogramm brachte jedes Kind für sich ein recht dekoratives Teelicht zustande. Und 50 Kinder der Realschule aus Waldsassen wollte alte Handwerkstechniken kennen lernen, z. B. mit der Zugsäge Baumscheiben abzusägen, lange Nägel in einen Balken zu hämmern und mit einem speziellen Nagelzieher wieder herauszuholen waren nur einige der Aufgaben. Arbeitsteilig fertigte jede Klasse einen Dreibeinstuhl. Dazu erfuhren die Kids viel Neues über die Bierfassherstellung in alten Zeiten.
Im Grußwort dankte 2. Bürgermeister Peter Gold dem Arbeitskreis Hist. Handwerk im Namen der Stadt. Er lobte das stete Bemühen, historisches Kulturgut, insbesondere des Fassbindens zu bewahren und Alt und Jung zu vermitteln. Auch heute noch seien alte Techniken zu schätzen und können Nutzen bringen für die Zukunft. Beeindruckt von den enormen Leistungen das ganze Jahr hindurch und mit tollem Mannschaftsgeist der rührigen Truppe galt sein besonderer Dank dem Leiter der Handwerkerscheune Herbert Konrad.