Mit der Frage nach der Zukunft der gesetzlichen Altersvorsorge beschäftigte sich ein Vortragsabend der Kolpingsfamilie und des Müttervereins Friedenfels in Zusammenarbeit mit der KEB Tirschenreuth. Referent im Gasthof „Goldener Engel“ war Markus Nickl von der Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB).
Zu Beginn begrüßte die zweite Kolpingvorsitzende Barbara Kaßeckert den Redner sowie die Anwesenden. In seinem ebenso informativen wie kurzweiligen Vortrag spannte Markus Nickl den Bogen vom persönlichen Rentenkonto bis zu den großen gesellschaftlichen Fragen rund um das deutsche Rentensystem.
Dabei erläuterte er zunächst, wie sich die spätere Rente grundsätzlich berechnet: Maßgeblich sind die während des Arbeitslebens erworbenen Entgeltpunkte, die mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert werden. Anhand vieler Beispiele zeigte der Referent auf, welche Faktoren die Rentenhöhe beeinflussen können - etwa Kindererziehungszeiten, Pflege von Angehörigen oder auch Zeiten geringfügiger Beschäftigung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der sogenannten Kontenklärung. Nickl riet dazu, den eigenen Versicherungsverlauf regelmäßig zu überprüfen und mögliche Lücken rechtzeitig zu schließen, damit spätere Rentenauskünfte auch tatsächlich verlässlich sind. Ebenso ging er auf verschiedene Rentenarten ein - von der Regelaltersrente über die Rente für langjährig Versicherte bis hin zur Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente - und erklärte deren Voraussetzungen und mögliche Abschläge.
Darüber hinaus wurden auch Themen wie die Krankenversicherung der Rentner, steuerliche Aspekte der Rente sowie aktuelle politische Diskussionen rund um das Renteneintrittsalter angesprochen. Mit vielen praktischen Hinweisen gab der Vortragende den Zuhörern hilfreiche Tipps für die persönliche Vorsorge und den Umgang mit dem eigenen Rentenkonto.
Zum Abschluss dankte Barbara Kaßeckert dem Referenten im Namen der Veranstalter für den aufschlussreichen Vortrag und überreichte ihm ein kleines Präsent.