Die Feier des Patroziniums und der Weihe der Pfarrkirche am Sonntag hat Pfarrer John Subash Vincent zum Anlass genommen, das Wirken des heiligen Christophorus herauszustellen. „Er war ein Märtyrer und zählt zu den 14 Nothelfern“, sagte er. „Als Patron der Reisenden und Menschen, die unterwegs sind, begleitet er bis heute viele auf ihren Wegen.“
Für Pfarrvikar Dr. John Palathinkal, der die Eucharistie mitfeierte, ist Kirchweih weit mehr als die Erinnerung an einen historischen Tag. „Sie ist das jährliche Dankfest für das Geschenk, dass Gott mitten unter seinem Volk wohnen will“, hob der Geistliche hervor.
In seinem Rückblick spannte Palathinkal einen Bogen vom Bau einer kleinen Kapelle im Jahr 1609 über die Errichtung der heutigen Pfarrkirche 1709 bis hin zum aktuellen Geschehen und sprach von einem „sichtbaren Zeugnis eines lebendigen Glaubens, der über Jahrhunderte weitergegeben wurde“.
Die Mauern aus Stein seien zwar notwendig, aber Gott möchte vor allem aus uns eine Kirche bauen, wünschte sich der Pfarrvikar. „Jeder Getaufte ist ein lebendiger Stein. Jeder hat seinen Platz. Jeder wird gebraucht. Darum ist die eigentliche Frage am Kirchweihfest nicht, wie alt ist unsere Kirche, sondern vielmehr, wie lebendig ist unser Glaube?“ In Bezug auf den heiligen Christophorus war er überzeugt: „Gerade heute braucht unsere Welt solche Christus-Träger.“
Musikalisch und gesanglich gestaltet hatte den Gottesdienst der Kirchenchor mit Reinhold Schultes an der Spitze und Joachim Scheibl an der Orgel. Darunter waren das „Christophorus-Lied“ (Originalmelodie „Caro mio ben“) oder „Steht ein Kirchlein“, beide mit von Schultes verfassten Texten.
Gute Laune war danach auf dem Kirchplatz angesagt, als das „Schellenberg-Duo“ (Marina Völkl und Wolfgang Plödt) das Pfarrfest eröffnete und für die musikalischen Beiträge viel Beifall erhielt. Außerdem konnten sich die Gäste in der im Pfarrheim eingerichteten Kaffeestube Leckeres vom Arbeitskreis Frauen der Pfarrei schmecken lassen oder im Freien Grillspeisen sowie kühle Getränke genießen. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten, unter anderem bei den von den Ministranten veranstalteten Frisbee-Spielen oder Dartfußball. Am Ende galt der Dank des Pfarrers allen an der Vorbereitung und Mitwirkung Beteiligten.