Die altehrwürdige Villa in der Thölauer Straße ist am 20. Juni Schaupunkt einer Jubiläumsfeier.  (Bild: Birgit Barthl )

Tag der offenen Tür im Luisenhof St. Benedikt

Normalerweise geht es im Luisenhof St. Benedikt in der Thölauer Straße eher ruhig und reizarm zu – doch am Samstag, 20. Juni, wird dort zünftig gefeiert. Von 10–16 Uhr öffnet die spezialisierte Einrichtung der Arche gGmbH ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Der Anlass ist ein doppelter Geburtstag: Seit 20 Jahren gibt es den Luisenhof, seit fünf Jahren sorgt die Arche hier für „eine gute Gemeinschaft“. Los geht’s bereits um 10 Uhr mit Ehrungen und einer Andacht. Hinter den Mauern der wunderschönen, historischen gelben Villa leben 41 Erwachsene und sechs Jugendliche mit dem Prader-Willi-Syndrom (PWS). Weil Menschen mit dieser seltenen, genetischen Besonderheit kein natürliches Sättigungsgefühl kennen, braucht es ein cleveres Konzept: Trotz stolzer sieben Mahlzeiten am Tag purzeln hier im ersten Jahr im Schnitt 20 Kilo Körpergewicht. Auch wer wissen möchte, was ein „Snoezelenbad“ ist, sollte am Samstag vorbeischauen. Das wird den Gästen im 20.000 Quadratmeter großen Park geboten: Exklusive Einblicke: Spannende Hausführungen durch die historische Villa samt Festsaal. Buntes Kinderschminken und Spielstationen, bei denen Groß und Klein auf ihre Kosten kommen. Schlemmen erlaubt: Ein Profi steht am Grill, außerdem gibt es Kaffee und hausgemachten Kuchen. „Wir leben nach dem Prinzip ‚Mittendrin statt nur dabei‘. Unsere Bewohner sind fest in den Stadtteil integriert, nehmen am Alltagsleben in Marktredwitz teil und unternehmen wöchentliche Ausflüge in die Region“, betont der Träger. Der Tag der offenen Tür bietet die ideale Gelegenheit, diese lebendige Nachbarschaft weiter zu stärken. Alle Bürgerinnen und Bürger sind nun eingeladen, am 20. Juni vorbeizukommen, mitzufeiern und einen schönen, informativen Tag zu verbringen.
Akrobatik auf dem Briefträgerfahrrad gibt bei Mr. Postman zum Bunten Pflaster am 13. Juni in der Marktredwitzer Innenstadt.  (Bild: Constanze Martini)

Straßenkunst beim Festival Buntes Pflaster in Marktredwitz

Mit Jonglage, Akrobatik, Comedy, Seifenblasenkunst und Artistik-Shows verwandelt sich die Marktredwitzer Innenstadt in eine große Freiluftbühne. Beim Straßenfestival „Buntes Pflaster“ am Samstag, 13. Juni, präsentieren Künstler aus sieben Nationen ihr Können. Von 11.30 bis 18 Uhr bespielen die Artisten vier Auftrittsorte in der Lindenstraße, der Pfarrgasse, der Seebergerstraße sowie vor der Theresienkirche. Die Besucher dürfen sich auf mehr als 25 kostenfreie Vorstellungen freuen. Aus Australien reist Juggling Dom an, der Jonglage mit Humor kombiniert. Der Neuseeländer Paul Klaass sorgt mit seinem Ein-Mann-Zirkus für Unterhaltung. Die Italienerin Alessandra Azzaro lässt bis zu neun Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig um ihren Körper kreisen. Magische Momente verspricht Elias aus Belgien mit seiner Seifenblasenkunst. Südamerikanisches Flair bringt die Compania Simpania aus Argentinien mit Akrobatik nach Marktredwitz. Ein deutscher Künstler erzählt als „Mr. Postman“ auf seinem Postfahrrad Geschichten aus dem Alltag. Zudem wird der spanische Fußball-Freestyler Victor Rubilar erwartet. Jeder Straßenkünstler tritt vier Mal über den gesamten Nachmittag hinweg auf. Erstmals wird auf die traditionellen Straßenmaler verzichtet. Als Alternative gibt es vor dem Historischen Rathaus eine kostenlose Kreativfläche, auf der kleine und große Hobbymaler ab 11 Uhr mit Straßenmalkreide selbst aktiv werden können. Im Oberen Markt entsteht zudem ein großformatiges Graffiti-Kunstwerk. Programmhefte liegen in zahlreichen Geschäften und Gastronomiebetrieben der Innenstadt aus.


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Das Gelände des MediaMarktes in der Waldershofer Straße verwandelte sich in ein packendes Übungsszenario für die Feuerwehr Marktredwitz.  (Bild: Michael Meier)

Feuerwehr probt den Ernstfall bei MediaMarkt

Ein dramatischer Arbeitsunfall auf dem Dach, dichter Rauch im Keller und Retter in Not: Kürzlich verwandelte sich das Gelände des MediaMarktes in der Waldershofer Straße in ein packendes Übungsszenario für die Feuerwehr Marktredwitz. Punkt 19.15 Uhr schlug die Brandmeldeanlage Alarm. Die simulierte Lage hatte es in sich: Nach einem Stromschlag lag ein Monteur bewusstlos auf dem Dach. Beim Versuch, den Strom im Keller abzuschalten, verursachte ein Kollege vor Schreck einen Kurzschluss – prompt brach im Elektro-Betriebsraum ein Brand aus. Während sich Angestellte und Kunden geordnet zum Sammelplatz retteten, lief für die Feuerwehr ein anspruchsvoller Multitasking-Einsatz an. Über die Drehleiter und mittels Schleifkorbtrage wurde der verletzte Arbeiter in Sicherheit gebracht. Zeitgleich kämpften sich Atemschutztrupps in den verrauchten Keller vor. Hier bauten die Übungsleiter extra eine zusätzliche Hürde ein: Ein simulierter Atemschutz-Notfall zwang den Sicherungstrupp zum sofortigen Eingreifen, um die eigenen Kameraden sowie den zweiten Monteur zu retten. Zusätzlich war die Drohnengruppe der Wehr im Einsatz. Nachdem auch die Wasserversorgung über die Waldershofer Straße stand, konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Ein extrem wichtiges Training: Der Markt zählt täglich bis zu 1000 Kunden – im echten Ernstfall muss jeder Handgriff genau so sitzen wie an diesem Abend. Die Feuerwehr Marktredwitz zog am Ende ein positives Resümee und die anwesenden Mitarbeiter des MediaMarktes waren beeindruckt, welches Aufgebot im Ernstfall notwendig ist.
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