Die Sternsinger der Expositur Etzgersrieth wurden nach dem Gottesdienst vom Pfarrer ausgesandt, um als heilige Dreikönige Segen zu bringen und um eine Spende für das Kindermissionswerk zu bitten. (Bild: Eduard Ach)

Kinder sammeln für ihre Altersgenossen die arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können

Den Gottesdienst am Sonntag feierte Pfarrer Udo Klösel mit den Sternsingern und den Gläubigen in der Expositur-Kirche St. Georg in Etzgersrieth. Dabei nahm er auch die Dreikönigsweihe mit Kreide, Weihrauch, Wasser und Salz vor. Mit dem geweihten Wasser segnete der Priester die Gläubigen. Am Ende der Messfeier sandte er die Ministranten als Sternsinger in festlich gekleideten Gewändern aus. Zuvor erteilte er ihnen noch den Segen. Pfarrer Klösel dankte den Sternsingern für ihren Einsatz sowie allen Spendern. An zwei Tagen waren sie in Gruppen in Begleitung unterwegs. Am Sonntag, 4. Januar in Rückersrieth, Niederland, Pfaffenrieth und Uchamühle. Am Dreikönigstag in der Ortschaft Etzgersrieth. Mit einem Spruch brachten sie Segen in die Häuser und Wohnungen, dass Gott ihnen Frohsinn, Frieden und Einigkeit verleihe. An die Haustüren wurde der Aufkleber mit den Segensspruch: 20*C+M+B+26 (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) angebracht. Als Weise aus dem Morgenland baten sie als Kaspar, Melchior und Balthasar um eine Spende für das Kindermissionswerk. Das Thema der diesjährigen Sternsinger-Aktion 2026 lautet „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit”, mit einem Fokus auf Bangladesch, um Kinderrechte auf Bildung zu stärken und gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu kämpfen. Die Sternsinger sammeln Spenden, um Kinder dort zu unterstützen, die arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen, und machen auf die Situation in Ländern wie Bangladesch aufmerksam, wo viele Kinder unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Die Sternsinger der Expositur Etzgersrieth mit Ben Bodensteiner, Alica Picka, Jakob Meier, Hannes Bodensteiner, Laura Sauer und Emily Schnupfhagn haben dieses Jahr insgesamt 1.244 Euro gesammelt.
Die Ortschaft Etzgersrieth mit ihren dazu gehörigen Dörfern und Einöden ehrte seine gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege. (Bild: Jonas Weiß)

Volkstrauertag Etzgersrieth - Soldaten aus Oberviechtach standen Ehrenwache

Im Gemeindeteil Etzgersrieth des Marktes Moosbach gedachten die Bewohner in ihrer Dorfkirche der Gefallenen und Vermissten ihres Ortes und der dazu gehörigen Dörfern und Einöden der Weltkriege. Pfarrer Udo Klösel hielt den Trauergottesdienst. Angeführt von der Musikkapelle „Bayrisch Blech“ zogen alle nach dem Gottesdienst zum Kriegerdenkmal. Pfarrer Udo Klösel betete dort für die verstorbenen und vermissten Soldaten aus Etzgersrieth, Rückersrieth, Niederland und Einöden. Die Soldaten aus Oberviechtach standen dazu Ehrenwache am Mahnmal. Die örtlichen Vereine, die Feuerwehr, der Schützenverein, der Kriegerverein und der Frauenbund sowie die Feuerwehr aus Rückersrieth und die Vertreter des Marktes Moosbach mit ersten Bürgermeister Armin Bulenda und einige Marktgemeinderäte nahmen ebenfalls daran teil. Der Vorsitzende des Kriegervereins Etzgersrieth Wolfgang Piehler dankte den gefallenen und vermissten Soldaten für ihre Opferbereitschaft. Bürgermeister Armin Bulenda erinnerte an die Frauen und Männer, die Mut bewiesen und ihr Leben hingaben. Der Volkstrauertag sei kein Tag der Vergangenheit, sondern ein Tag der Gegenwart und der Zukunft. Erinnerung sei kein Selbstläufer, sondern brauche Menschen die sie tragen. Frieden entstehe durch tägliches Handeln in der Familie, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt und Miteinander, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Die Toten stehen für unzählige Schicksale, Schmerz und Verlust. Sie geben uns den Auftrag, dass sich ein solches Leid nie wiederholen dürfe. Zum Gedenken wurde ein Kranz am Kriegerdenkmal niedergelegt.
Moosbachs Pfarrer Udo Klösel feierte den Gedenkgottesdienst für Joseph Losch in der Expositurkirche St. Georg in Etzgersrieth und hielt dabei eine eindrucksvolle Predigt.  (Bild: Peter Garreiss)

Gedenkgottesdienst für Pfarrer Losch in Etzgersrieth

Vor 80 Jahren am 29. Januar 1945 um 13.30 Uhr wurde der Pfarrer Joseph Losch im Zuchthaus Brandenburg mit dem Fallbeil hingerichtet. Zu seiner Todesstunde läuteten die Glocken am 29. Januar der Pfarrei in Moosbach, Etzgersrieth und Tröbes. Die Tageszeitung „Der neue Tag“ und ONetz berichteten in der Ausgabe am 29.1.2025 darüber. An seinem Wirkungsort Etzgersrieth von 1933 bis 1938 wurde zur Erinnerung an Pfarrer Losch am Mittwoch in der Dorfkirche ein Gedenkgottesdienst durch Pfarrer Udo Klösel abgehalten. Pfarrer Klösel wies dabei hin, dass die Bestie „Drittes Reich“ am Todestag von Losch sich schon kurz vor dem Untergang befand. Aber die unmenschliche Maschinerie des Nazi-Regimes lief auf Hochtouren und Hitler ordnete an, seine größten Kritiker hinzurichten. Losch in Berlin am 29. Januar 1945, den evangelischen Theologen Bonhoeffer in Flossenbürg am 9. April 1945 und den Jesuiten Alfred Delp am 2. Februar 1945. Pfarrer Klösel begrüßte dazu in der Dorfkirche Etzgersrieth zahlreiche Gläubige sowie Bürgermeister Bernhard Rom, Marktgemeinderäte sowie Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine. Die Anwesenden verneigten sich vor dem Lebensbeispiel und dem Lebensopfer von Pfarrer Joseph Losch. Gemeinsam wurden Fürbitten gebetet. Nach dem Gottesdienst freuten sich Pfarrer Udo Klösel, Kirchenpfleger Eduard Ach und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Elisabeth Völkl, denn sie konnten eine Großnichte von Pfarrer Joseph Losch aus Rottendorf begrüßen, die zum Gedenkgottesdienst für ihren Großonkel eigens nach Etzgersrieth gekommen war.
Interessant, wenn man vor Ort erklärt bekommt, wie das Gemüse angebaut wird, das man samstags auf dem Markt kauft: Grüne aus den Kreisverbänden Weiden und Neustadt/WN haben zusammen mit der Grünen-Landesvorsitzenden Gisela Sengl (Mitte) und MdL Laura Weber (rechts) die Gemüsegärtnerei Steinhilber besucht.  (Bild: Gabi Eichl)

Grüne besuchen mit der Landesvorsitzenden Biogemüsebetrieb Steinhilber

Auch wenn sie selbst vom Fach ist, war der Besuch auf der Uchamühle beim Biogemüsebauern Fritz Steinhilber für die Grünen-Landesvorsitzende Gisela Sengl spannend. Noch interessanter war er für die Grünen-Mitglieder aus den Kreisverbänden Neustadt/WN und Weiden, die weit weniger Ahnung vom Landbau haben als die Biobäuerin Sengl, die mit ihrem Mann einen Bio-Hof im oberbayerischen Sondermoning bewirtschaftet. Sengl war auf Einladung der beiden Kreisverbände in die Oberpfalz gekommen. Fritz Steinhilber hat kein grünes Parteibuch, aber in der Gemeinde gilt er trotzdem als „Grüner”. Er baut seit 30 Jahren auf der Uchamühle nach Bioland-Richtlinien Gemüse an - und das mit Leidenschaft. Seit dem Tod seiner Frau Heike bewirtschaftet er den Betrieb mit seiner Tochter Jutta. Natürlich rannte Steinhilber bei seinen grünen Besuchern offene Türen ein, nicht nur dann, als er etwa die umfassend zerstörerische Wirkung von Glyphosat beschrieb. Die zwei Stunden auf der Uchamühle, die bei Kaffee und Kuchen in Steinhilbers Küche endeten, waren vollgepackt mit aktuellen Themen. Steinhilber versuchte stellenweise auch, den Besuchern die Haltung seiner konventionell wirtschaftenden Kolleginnen und Kollegen verständlich zu machen, auch wenn er sich unermüdlich am Stammtisch wieder und wieder für eine grüne Landwirtschaft in die Bresche wirft. Die Landtagsabgeordnete Laura Weber erinnerte an ein Fachgespräch im Landtag in der Woche zuvor, in dem es unter anderem darum ging, die Absatzmärkte für Bio-Lebensmittel zu stärken, verstärkt Schulen und Vorschuleinrichtungen zu überzeugen. Vollkommen unverständlich, so Weber, dass Schulen neu gebaut würden, ohne gleichzeitig eine Bio-Verpflegung der Schüler vorzusehen. Nach dem Besuch auf der Uchamühle stellte sich Gisela Sengl, die erst seit Ende Januar Landesvorsitzende der bayerischen Grünen ist, im Weidener „Bräuwirt” den Fragen der Mitglieder.


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