Katholische und evangelische Frauen feiern gemeinsam den Weltgebetstag, der dieses Jahr aus Nigeria kam. (Bild: Andrea Wollmann)

Pfarreiengemeinschaft Altenstadt und Neustadt feiern gemeinsam den Weltgebetstag der Frauen

„Nigeria – Kommt! Bringt eure Last!” Der Einladung folgten etwa 60 katholische und evangelische Frauen aus Neustadt, Altenstadt und Umgebung. Sie kamen dieses Jahr erstmals ins Pfarrheim nach Altenstadt, um gemeinsam den Weltgebetstag zu feiern. Dieser findet alljährlich am ersten Freitag im März statt und wird in vielen Ländern der Welt begangen. Vorbereitet von christlichen Frauen in Nigeria, setzten die Gemeindereferentin Claudia Stöckl, die 1. Vorsitzende des kath. Frauenbunds Neustadt Stefanie Hetz sowie Manuela Göldner-Gruber von der evangelischen Kirche die Ideen zum Gottesdienst um und organisierten mit ihren Helferinnen den gelungenen Abend. Zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes bekamen die Besucherinnen in einer Diaschau Informationen über das Land Nigeria. Es ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas, das Christentum und der Islam sind die wichtigsten Religionen. Mit Rollenspielen, die das Leben der afrikanischen Frauen und ihre Ängste und Sorgen aufzeigten, sowie mit gemeinsamen Gebeten und Liedern zum Mitsingen gestalteten die Frauen einen abwechslungsreichen Gottesdienst. Musikalisch begleitete Margret Rauch die Lieder mit der Gitarre. Die gesammelten Spenden in Höhe von 570€ gehen an das Deutsche Weltgebetstagskomitee und kommen Projekten in Nigeria und anderen Ländern zugute. Im Anschluss an den Gottesdienst ließen die Teilnehmerinnen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Dabei wurden landestypische Speisen wie Aufstriche mit Erdnüssen, Süßkartoffeln, Linsen und Auberginen, Chakalaka-Butter sowie Kokoskuchen und Hibiskustee angeboten.


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Konzentriertes Bohren.  (Bild: Albert Hirmer)

LBV Weiden-Neustadt fertigt 23 Nisthilfen für Wildbienen

Es wuselte und brummte am 17.1.26 dröhnend fast wie in einem Bienenstock in der Werkstatt von Gerhard Reichl in Altenstadt, als 17 Insektenfreunde gemeinsam 23 luxuriöse Insektennisthilfen herstellten und hunderte tiefe Löcher in hartes Holz bohrten. Luxuriös deshalb, weil hier den Insekten einiges an Arbeit abgenommen wird. Sie können ihre Brut in vorgebohrte Löcher mit sauberen, flügelsicheren Rändern stapeln, heranwachsen lassen und habe so gute Bedingungen, sich erfolgreich zu vermehren. Denn auch wenn viele Leute bei Bienen vor allem an die Honigbiene im Bienenstock denken, ist Biene nicht gleich Biene. Es gibt ca. 560 Wildbienenarten in Deutschland, zu denen auch die Hummeln zählen. Sie haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, auch hinsichtlich ihrer Fortpflanzung. Einige bauen eigene Nester, andere nisten im Boden, im Totholz, in markhaltigen Pflanzenhalmen oder in Lehmwänden. Will man ihnen etwas Gutes tun, dann muss man doch einiges Wissen. Das vermittelten die drei LBVler Albert Hirmer, Hans Heinrich und Gerhard Reichl anschaulich den gut gelaunten und sichtbar glücklich dreinschauenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops. Zu Gast beim Landesbund für Vogel und Naturschutz waren dabei Wildbienenfreunde aller Altersgruppen, aber Kinder, deren Muskeln am Abend wohl gebrannt haben.Alle erfuhren, was es für eine gute Nisthilfe braucht: das richtige Holz, die richtige Bohrtechnik, die richtige Glättung der Lochränder, die ansonsten den zarten Flügeln der kleinen Brummer gefährlich werden können. Inspiration gab es aber auch für weitere Nisthilfen, die dann auch anderen Wildbienen und Insekten nützen. Im Garten von Gerhard Reichl konnte man da die ganze Bandbreite im Einsatz bewundern. Lehmwände, Totholz mit Löchern, Hummelkästen, zusammengebundene markige Brombeerstängel, Löcher zwischen gelagerten Holzbrettern und einiges mehr. Aber das sind Projekte für andere Tage. An diesem Tag waren alle Teilnehmer erst einmal stolz, dass sie nach Stunden des Bohrens so schöne und dekorative Nisthilfen mit nach Hause nehmen konnten. Jetzt gilt es auf die ersten Bewohner zu warten. Der Frühling kann kommen!
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