Im Rahmen des Erasmus+-Programms durfte die Mittelschule Altenstadt in diesem Schuljahr eine besondere Aktion durchführen. Einige Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse reisten gemeinsam mit ihren Lehrkräften für eine Woche nach Ibiza, um dort internationale Erfahrungen zu sammeln, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern und die spanische Kultur kennenzulernen.
Partnerschule war die Schule Ceip-Balansat in San Miguel auf Ibiza. Bereits bei der Ankunft wurden die deutschen Gäste herzlich von ihren Gastfamilien mit tollen Schildern und Geschenken empfangen. Die Schülerinnen und Schüler verbrachten die gesamte Woche in den spanischen Familien und erhielten dadurch einen authentischen Einblick in das alltägliche Leben auf der Insel. Sie nahmen am Familienleben teil, lernten spanische Gewohnheiten kennen und knüpften schnell enge Kontakte zu ihren Gastgebern. Beispielsweise gingen die Kinder auf eine Geburtstagsparty einer spanischen Schülerin in einer traumhaften Bucht und durften mit Tretbooten die Gegend erkunden. Dabei wurde natürlich nicht an landestypischen Köstlichkeiten gespart.
Auch das abwechslungsreiche Programm bot zahlreiche Höhepunkte. So besuchte die Gruppe eine Aloe-Vera-Farm, auf der die Kinder viel über Nachhaltigkeit, Anbau verschiedener Pflanzen, Permakultur und deren vielseitige Verwendung erfuhren. Ein weiterer besonderer Ausflug führte nach Formentera. Dort erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Insel mit dem Fahrrad und besuchten ein Museum, das ihnen interessante Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region vermittelte.
Darüber hinaus standen Besuche typischer ibizenkischer Orte auf dem Programm. Die Kinder konnten zahlreiche beeindruckende Strände entdecken und auf traditionellen Märkten die Kultur und Lebensweise der Inselbewohner kennenlernen. Auch ein Besuch der Hauptstadt Ibiza mit deren altertümlichen Burg bereitete den Kindern viel Freude.
Natürlich kam auch der schulische Austausch nicht zu kurz. An vier Tagen nahmen die Schülerinnen und Schüler am Unterricht der Partnerschule teil. Zusätzlich wurden spezielle Projekte für die deutschen Gäste vorbereitet, bei denen sie gemeinsam mit den spanischen Jugendlichen arbeiteten und lernten. Auch die Teilnahme an einem örtlichen Sportfest war eines der vielen Highlights, da sie dort ihre Fähigkeiten im Klettern, Schwimmen, Turnen und Fußball unter Beweis stellen konnten.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Woche auf ihre Handys verzichteten und diese auch nicht missten. Dadurch waren sie gezwungen, sich vor allem auf Englisch zu verständigen und sich auf Beschäftigungen außerhalb des Medienkonsums zu fokussieren. Dies förderte nicht nur ihre sprachlichen Fähigkeiten, sondern stärkte auch ihr Selbstvertrauen im Umgang mit neuen Situationen und Menschen.
Nach dem Aufenthalt wurde die Reise evaluiert und neben den sprachlichen Fortschritten zeigte sich bei allen Teilnehmenden auch ein deutliches Wachstum ihrer sozial-emotionalen Kompetenzen. Viele der Kinder entwickelten eine enge Freundschaft zu ihren Gastgeschwistern und Gastfamilien. Die Schülerinnen und Schüler meisterten ihren Aufenthalt mit großer Selbstständigkeit und Bravour und kehrten mit vielen wertvollen Erfahrungen, neuen Freundschaften und unvergesslichen Eindrücken nach Hause zurück.
Begleitet wurde die Erasmus+-Mobilität von der Klassenlehrerin Kerstin Bereczuk sowie der Förderlehrerin und Erasmus-Koordinatorin Katharina Scherl.