Überall in Gärten, Parks und an Straßenrändern kann man derzeit die duftenden Blütendolden des Holunders bewundern. Auch viele andere Blüten und Blätter wachsen in Gottes grüner Apotheke. Beim Offenen FrauenTreff der evangelischen Dekanatsfrauenbeauftragten zeigte die Kräuterpädagogin Jana Fölkel den Besucherinnen, wie man aus den Schätzen der Natur einen Kräutertee mischen kann. Zwei Rezepte hatte die Expertin vorbereitet, eine Mischung zur Stärkung der Abwehrkräfte und einen lindernden Tee bei grippalem Infekt. Hierfür mischten die Frauen zu gleichen Teilen Holunderblüten, Lindenblüten, Mädesüßblüten und Thymian. Schon der Duft war wohltuend. Fölkel erläuterte auch, worauf man beim Sammeln achten muss. Neben Straßen sind die Pflanzen durch Abgase verschmutzt und deshalb unbrauchbar. Man sollte nur Pflanzen sammeln, die man sicher kennt, und man sollte die Dreierregel beachten: Höchstens ein Drittel einer Pflanze solle man sammeln, damit ein Drittel für einen anderen Sammler stehenbleibt und ein Drittel weiter wachsen kann. Dekanatsfrauenbeauftragte Corinna Groth freute sich über die rege Teilnahme, musste den Damen aber mitteilen, dass der Offene FrauenTreff eingestellt wird. Sie berichtete, dass es in den vier Jahren des Bestehens leider nicht gelungen ist, einen festen Stamm von Interessentinnen zu gewinnen. Zu oft sei fast niemand gekommen, „und zwar gerade bei den Themen, die ich besonders interessant fand!“, wunderte sich Groth. Die Dekanatsfrauenbeauftragten werden sich deshalb auf ihre anderen Veranstaltungen konzentrieren, den Internationalen Kochabend in diesem Jahr am 23. Oktober und den Dekanatsfrauentag, der in den drei Altdekanaten Cham, Sulzbach-Rosenberg und Weiden durchgeführt wird.