Rechtzeitig zur Orgelweihe präsentierte der Förderverein Georgsorgel ein neues Buch „Die Orgel in St. Georg zu Amberg“ als reich illustrierte Festschrift über 600 Jahre Orgelschicksal.
Als die Reformation das Gotteshaus leergefegt hatte, entfernte man 1604 noch die gotische Schwalbennestorgel. Kurz darauf kamen zur Rekatholisierung Jesuiten und verwandelten den Raum in einen barocken Festsaal. Zur Krönung lieferte 1767 die Amberger Werkstätte Funtsch ein neues Instrument. Es erklang sechs Jahre, dann mussten die Jesuiten wieder fortziehen. Der prächtigen Kirche drohte der Dornröschenschlaf, der jungen Orgel blühte ein Auf und Ab bis in die jüngste Zeit.
Die Vorfreude auf die Buchvorstellung war bei den treibenden Kräften Peter K. Donhauser, StD i.R, sowie Dr. Markus Lommer, Hochschulseelsorger der OTH AM-WEN, kaum zu übersehen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Stadtpfarrer und Regionaldekan Markus Brunner führte der 1. Vorsitzende des Fördervereins Georgsorgel, Johann Paulus die geladenen Gäste im das Buchprojekt ein. Bereits im Jahre 2012 sei ein Förderverein Georgsorgel geründet worden mit dem Ziel, die finanziellen Mittel für eine neue Orgel zu beschaffen. Dabei war es auch Aufgabe des Fördervereins, die Pfarrgemeinde von der Notwendigkeit und der Dimension der Investition zu überzeugen, was hervorragend gelungen sei. Bereits deutlich vor der erwarteten Zeitspange waren die notwendigen Eigenmittel vorhanden, sodass die Arbeiten für die neue Orgel mit der beauftragten Firma Klais aus Bonn bereits im Herbst 2024 aktiv angegangen werden konnten.
Die treibende Kraft des Orgelneubaus Peter K. Donhauser führte die Abläufe in der Planung und Durchführung des Projekts aus. Ein Gutachter hatte dabei festgestellt, dass die vorhandene Orgel trotz einer Restauration im Jahre 1998 in einem sehr schlechten Zustand war. Töne blieben beim Spiel hängen, das Instrument hielt die Intonation nicht und letzten Endes waren zu viele Register und Orgelpfeifen auf zu wenig Platz untergebracht. So war der Neubau der Orgel in das vorhandene historische Gehäuse die einzig sinnvolle Entscheidung. Der Zufall wollte es so, dass man mit der Beauftragung der Firma Klais genau das Unternehmen auswählte, welches auch die originale Funtsch-Orgel der Wallfahrtskirche Habsberg (Diözese Eichstätt), somit die kleine Schwester der Orgel in St. Georg, 1972 zukunftsweisend restauriert hatte.
Markus Lommer erklärte den Aufbau des Buches. Erst im Juni 2025 hatte man die Idee, ein Buch über die neue Orgel herauszugeben. Somit ein sehr ambitioniertes Vorhaben, welches in weniger als neun Monaten verwirklicht wurde. Das Werk befasst sich neben der Georgsorgel auch ausgiebig (über 30 Seiten) mit der Funtsch-Orgel auf dem Habsberg, der wohl bedeutendsten Oberpfälzer Denkmalorgel. Die hochwertigen Bilder dazu werden größtenteils von Rudolf Ettl erstellt und beigetragen. Für den Druck und die Bindung hat man sich bewusst für ein sehr etabliertes, in der Region führendes Qualitätsunternehmen entschieden. Die Firma Pustet ist nicht nur Verlag und Druckerei, sondern auch Buchbinderei und verfügt über ein Netz von Buchhandlungen, wo das Buch vertrieben werden kann.
Verleger Friedrich Pustet bedankte sich für die gute und sehr angenehme Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen.
Das neue Buch kann im Pfarramt St. Georg, aber auch im Buchhandel zum Preis von 19,95 Euro erworben werden.